SBIG, Atik oder doch Starlight Xpress?

Okular, Filter, Kamera...
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prokyon
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SBIG, Atik oder doch Starlight Xpress?

Beitrag von prokyon » 08.01.2010, 22:30

Hallo Leute!

Nachdem mich Daniel im anderen Thread davon überzugt hat, eine monochromatische CCD Cam zu kaufen, stellt sich nun die Frage, welche soll es sein?

Anfangs stellt sich ja schon die Frage nach dem Hersteller. SBIG, Atik oder doch Starlight Xpress? Ich denk, dass sind die Marken, die in Frage kommen (oder hab ich eine vergessen?).

Ich hab mich auf den Seiten sehr guter Astrofotografen umgesehen, und die verwenden hauptsächlich Starlight Xpress oder SBIG.

Wobei SBIG doch wesentlich teurer ist. :?
Atik und Starlight Xpress liegen so ziemlich in der gleichen Preisklasse.

Was meint ihr?

cs

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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl » 08.01.2010, 23:15

Hallo Werner,

QHY zählt auf jedenfall zu meinen Favoriten. Warum? Kundennähe und Support. Bestes Preis/Leistungsverhalten. Kurz: Viel Kamera fürs Geld und ne eifrige Community.

SBIG ist überteuert und zählt für mich eigentlich zum alten Eisen. Würd ich nicht neu kaufen (gebraucht eventuell). Diese Firma umranken mehr Mythen als wirklich dahinter zu stecken scheint.

Starlight Express hat die SXVR-M25C versemmelt, und das zum doppelten Preis von der QHY8. Eigentlich ne Frechheit :D

Atik Kameras haben gutes Preis Leistungsverhalten und funktionieren sehr solide (was ich so beurteilen kann). Die neue Atik mit 8300er Chip scheint ein richtiger Knaller zu werden, die Elektronik (Ausleserauschen 7e- !!) dieser Kamera ist high End, da können sich die Nobelhersteller noch was abschneiden.

Meine Favoriten sind FLI, Apogee Instruments, Astroelektronik Fischer und QSI. Nur: unleistbar :D Zumindest für mich. Von allen würd ich Apogee vorziehen(wenn Geld keine Rolle spielt), die haben einfach das beste System mit der Alta Imaging Platform und sind nicht ganz so krank im Preis wie die Proline von FLI.


Viel wichtiger als die Marke ist jedoch die Frage: Welcher Chip solls werden? Dazu gibts viele Faktoren zu beachten. Das wichtigste: Whittaker Shannon Abtasttheorem. Du musst die Pixelgröße an deine Teleskop anpassen. Wenn du nur im Brennweitenbereich Weitfeld-1000mm unterwegs bist ist der KAF8300 einer der Leistungsfähigste Chips. Ab 800 mm werden die 7,4my Pixel diverser Chips interessant, Kai4000 oder wie der heißt. 9my Pixel Chips finde ich erst ab 1200mm sinnvoll einzusetzen. Geht natürlich auch drunter, aber man verschenkt zuviel Auflösung.

Weiters: Ausleserauschen, Full Well Capacity, Quanteneffizienz, Sony oder Kodak Chip (in der Anwendung Grundverschieden).

So lass hören *g*

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von prokyon » 09.01.2010, 02:08

Daniel_Guetl hat geschrieben: Sony oder Kodak Chip (in der Anwendung Grundverschieden).
Hi Daniel,

da ich mich erst seit einem Tag mit CCD beschäftige raucht mein Kopf jetzt ein wenig. :?
Was ist jetzt der große Unterschied Sony - Kodak?

Und was ist eigentlich mit der Alccd9? Die klingt für mich recht interessant?

cs

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Beitrag von Daniel_Guetl » 09.01.2010, 10:13

Hallo Werner,

Kodak und Sony baun unterschiedliche Designs. Die KAF chips brauchen einen Shutter beim Auslesen (Full Frame Sensor) wogegen die Sony Chips (Progressive Scan) keinen brauchen. Weiters wäre aufzuzählen dass die Sony viel weniger Rauschen, sogar so wenig dass das Chiprauschen unter das Schieberegisterauschen fällt, welches ja bekanntlich das Ausleserauschen beeinflusst. Dadurch fallen bei diesem Sensortyp die Darkframes weg, es reicht wenn man Bias und Flatframes erstellt.

Deswegen ist es bei Sony Chips net so wichtig eine geregelte Kühlung zu haben, bei KAF Chips aber unerlässlich mindestens eine die -40°C delta T schafft. Warum braucht man soviel Delta bei Kodak wenn man eh nur bei -20°C in der Nacht fotografiert? Ganz einfach: damit man auch im Sommer im Haus eine Darkframebibliothek erstellen kann. Niemand wird dazu raus gehen :D Solche Bibliotheken müssen jedes halbe Jahr nämlich erneuert werden weil die Chips altern und sich verändern.

Wenn du sagst der Pentax ist und bleibt dein Hauptaufnahmegerät ist für dich die QHY9 wirklich eine sehr attraktive Kamera. Da ich als quasi Beta Tester und die restliche Community die Kamera schon so viel getestet haben, kommt sie Serienmäßig jetzt schon mit beheiztem Sensorfenster und ein paar Sachen, die den Umgang mit ihr problemlos machen die früher garnicht vorgesehen waren.

Ich glaub der Preis sollte mittlerweile schon gesunken sein, ich schätze um die 2200, müsste man aber Anfragen. Zumindest hat das der Dr. Qiu angekündigt als er die Farbversion vorgestellt hat. Diese neue Version kommt angeblich schon mit Filterrad als Zugabe. Ich würde da 2" Filter empfehlen, und zwar runde Einlegefilter, und keine Schraubfilter in Fassung. Des ärgert mich heute immernoch dassich Schraubfilter gekauft hab.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von prokyon » 09.01.2010, 15:35

Hallo Daniel,

danke für die Beratung!

Was mit der QHY9 möglich ist:

http://astroanarchy.zenfolio.com/

cs

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Beitrag von Daniel_Guetl » 10.01.2010, 22:27

Hallo Werner,

sie ist endlich erschiene: http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... B-2-0.html

Würde dir diese Kamera nahe legen! Ist die beste mit diesem Chip bisher und auch noch die günstigste.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von Christoph K. » 11.01.2010, 04:13

Ich bin eindeutig QSI-Fan die CCDs kosten allerdings auch einiges... Wobei die anderen Hersteller eh nicht viel günstiger sind - wenn überhaupt.

www.qsimaging.com
http://www.qsimaging.com/gallery.html

lg. Christoph
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Beitrag von Daniel_Guetl » 11.01.2010, 07:00

Hallo Christoph,

thats right, QSI ist hoffnungslos überteuert. Zudem bieten die Kameras gegenüber ihren Atik und QHY gegenstücken überhaupt keine Vorteile ohne zusätzlichen Aufpreis.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von prokyon » 13.01.2010, 17:26

Ich hätt dann noch eine allgemeine Frage zur Fotografie mit CCD.

Man ist ja auf die Verwendung eines Laptops angewiesen.
Da ich ja sozusagen im Feld arbeiten muss, brauche ich eine gute Stromversorgung für den Laptop und es wäre auch nicht schlecht, wenn ich ihn vor Kälte schützen könnte. Da ich mein Auto immer daneben stehen hab, kann ich ihn natürlich ins Auto geben, aber im Winter wird es dort auch ganz schön kalt. Da gibt dann der Bildschirm den Geist auf.

Sorry für die blöde Frage, aber die Probleme kannte ich vorher noch nicht. :wink:

cs

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Beitrag von Daniel_Guetl » 13.01.2010, 18:04

Hallo Werner,

Laptops heizen sich normalerweise recht gut selbst, mein Netbook ist immer "handwarm" selbst bei -10°. Das führt dazu dass die Tastatur auch schön warm ist. Sollte das Display zu kalt werden klapp ich das einfach zu, dann wärmt die Tastatur das Display, und weitergehts *g*

Ich schau ja nur alle 2 Stunden einmal auf das Netbook, und in der zwischenzeit ist es immer zugeklappt, sodass auch das Display warm bleibt. die 5min die man dann brauch um nachzusehen machens auch net kalt.

Wegen Stromversorgung solltest dir einfach ein autobatterie kabel auf Laptop kaufen, gibts für jede Marke. Wichtig: Die Kamera und das Netbook nicht an den selben Strom hängen, hatte da schonmal Störungen beim Bilddownload. Verwende deswegen zwei Autobatterien. Eine mit 55AH und die andre mit 50AH. 100AH sollten es schon sein für kalte nächte, nichts is blöder als die Batterie tiefentladen, die is dann ganz schnell hinüber. Zwei Batterien sind auch gemütlicher zu tragen als eine Große mit 100AH.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von prokyon » 13.01.2010, 19:26

Danke Daniel!

Dann werd ich schaun, dass ich auf die 100AH aufrüste.

Für mich ist es nun fix, dass ich auf CCD umsteige, jetzt muss ich "nur" warten, bis mein Bankkonto grünes Licht gibt :wink:

cs

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Beitrag von Daniel_Guetl » 13.01.2010, 20:04

Hallo Werner,

das mit dem warten auf Geld kenn ich irgendwoher...

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von laika » 25.05.2010, 12:56

Servus

nachden du schreibst, dass du astronomisch fotografieren möchtest, nicht aber deine bisherigen erfahrungen abführst, ist es doch besser wenn du einmal erfahrung mit einer einfachen webcam am planeten, oder einer (billigen) atik farbkamera, oder meade dsi machst.

dann kannst du dich immer noch für ein aufwändigereres modell entscheiden.

astrofotos bedeuten sehr viel arbeit und mut stundenlang erarbeitetes einfach auch mal im rundordner endgültig zu entsorgen... :)

wenn du datzu bereit bist, ja dann: viel vergnügen!

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Beitrag von Daniel_Guetl » 25.05.2010, 14:52

LOL :shock:

Da hier ganz spezifisch gefragt wurde kann man ein gewisses Grundwissen voraußsetzen und wir kennen ja alle den Werner ;)
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Beitrag von wowa » 15.08.2010, 14:48

Sorry Jungs, aber ich muss nochmal aufwärmen.

Bei mir kommt dieses Jahr noch eine sw-CCD ins Haus/hinters teure Glas. Da eure Diskussion hier aber schon wieder ein paar Monate aus ist, würde ich mich freuen, wenn ihr euer aktuelles Wissen über die momentane allgemeine Marktlage nochmal posten könntet.

Mein Stand:
fix: Kodak KAF 8300
nicht fix: Hersteller :?
Meine derzeitige Lage:
ATIK383L+ oder ALCCD9, leider haben beide aber "nur" ein 5-fach Filterrad.
daher: SBIG ST-8300M mit dem auch erst relativ neuen FW8-8300. (will LRGB und Ha,OIII,ev. Hb u. SII unterbringen können, möglichst ohne das Rad immer tauschen zu müssen). Meines Wissens bietet da eben nur SBIG was größeres als 5-fach an und die Kamera (abgesehen vom Preis) schaut mir auch net blöd her. Achja: meine Teleskope werden noch einen kürzeren Bruder bekommen. (bei meinen langen könnte ich ja eh binnen)

Hat SBIG einen nennenswerten Nachteil gegenüber ATIK und AL (jaja, der Preis), oder stoßen hier nur Meinungen aufeinander?

besten Dank und cs,
Wolfgang
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Beitrag von Daniel_Guetl » 15.08.2010, 16:25

Hallo Wolfgang,

bei Alccd/QHY wirds wohl dieses jahr noch ein großes 7 Pos filterrad geben.

Ansonsten, gibts zu dem Thema nix neues ;) Die Atik hatja massive Lieferprobleme und darf derzeit garnicht bestellt werden.

Filterräder/Kameramarken kannst du übrigends beliebig mischen, du musst kein Originalfilterrad kaufen.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von wowa » 16.08.2010, 22:25

@Daniel:
Ich hab AL mal angeschrieben und erfahren, dass das von dir angesprochene Rad zwar wirklich kommt, aber ein sehr großes Teil für 52mm-Diagonale Kameras sein soll. Also wohl auch mit größeren Filtern als "nur" 2 Zöllern.

An Alle:
Welches Rad verwendest IHR denn an der ALCCD9 und mit welchen Filtern?

Gruß,
Wolfgang
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Beitrag von Christoph K. » 17.08.2010, 01:22

Hi Wolfgang

Da gibt es ja sicher irgendwelche Gewindeadapter um ne kleinere CCD ans Filterrad zu schrauben.

Ich würde aber noch eine Tatsache berücksichtigen: SW-Kameras mit filtern sind ja schön und gut, nur brauchst du dementsprechend lange mal mehrere Filter durchzubelichten. Bei den Nordsteirischen Wetterverhältnissen gibts ja nicht wirklich viele brauchbare Nächte. Ich persönlich würde da eher zu einer OSC greifen, wenn ich Farbaufnahmen mittels CCD machen will.

lg. Christoph
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Beitrag von wowa » 17.08.2010, 01:46

Guten Morgen Christoph,

Mein Problem ist nicht die Kamera aufs Rad zu bekommen, sondern ein genügend großes Rad zu finden, das von den Kosten und der Filtergröße zur CCD passt.

Eine kleinere CCD möchte ich mir nicht zulegen, da ich von meiner 1000Da einen guten Sprung vorwärts will.
Du hast natürlich Recht mit den Bedingungen in unserer Region, aber sw ist doch auch was schönes... :wink:
Zudem möchte ich das Möglichste aus meinen Bildern holen, auch wenns länger dauert und leider um etliches teurer in der Anschaffung ist. (derzeit aber noch rel. günstig, weil's zur ALCCD9 im August ein gratis Filterrad gibt)

Für Spontaneinsätze udgl. behalt ich ja sowieso nebenbei die Canon.

gute Nacht,
Wolfgang
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Beitrag von JohanneZ » 19.08.2010, 15:47

Hallo!

zum Thema Filterrad möchte ich anmerken, daß für den KAF-8000M die 36mm Filter empfohlen werden, da die 1,25", vor allem bei hoher Lichtstärke, vignitieren.

Solltest du mehr als 6 Filter verwenden wollen, dann wäre vieleicht auch die Möglichkeit einer Filterschublade anstatt des Filterrades in Betracht zu ziehen.

Grüße und Cls

Johannes

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Beitrag von wowa » 19.08.2010, 16:16

Hallo Johannes,

Danke für deinen Einwurf.

Dass mind. 36mm Filter für lichtstarke Optiken Pflicht sind, habe ich netterweise über den Support bei AL erfahren. Deren Filterrad ist allerdings sowieso für 2" Filter gebaut, so dass bei dessen Verwendung (hab mich so entschieden) die Größenfrage vom Tisch ist. SBIG hätte für die ST-8300M ein 8-fach Rad für 36mm Filter.
Insgesamt sprechen aber für mich die wichtigeren Punkte für AL und gegen SBIG.

Gegen die Filterschublade habe ich mich entschieden, weil ich die Aufnahme weitestgehend automatisieren möchte. Auch wenn das in nebulosity2 nur über scripting geht. Aber neb2+PHD harmonieren so schön. :wink:

Gruß,
Wolfgang
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Beitrag von Daniel_Guetl » 19.08.2010, 19:35

Hallo Wolfgang,

nimm das Original 5x2" Filterrad dazu und kauf dir die runden 48mm Baader Einlegefilter, die sind dodleinfach zum wechseln (die Schraubfilter verkanten gerne und man kriegt sie nie wieder raus, meine stecken fest :D).

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von wowa » 19.08.2010, 19:54

Servus Daniel,

danke für den Tipp - die Bestellung ist aber eh schon raus an AL.
Hab übers Verkanten schon im QHY Forum gelesen.
Bei der Größe meinst du sicher 50,4mm, nicht 48mm, oder? 48er find ich keine bei Baader.
Passen die 50,4er genauso in die Halter, oder müssen da Adapter und/oder Tricks verwendet werden?

Wechseln werd ich die Filter im Betrieb dann warscheinlich nimmer, daher nehm ich lieber ein zweites Rad (eines ist grad gratis) für die Linienfilter.
Habs mir so gedacht:
1) LRGB+Ha und 2) C+OIII+SII(+ev.Hb)

Mal schaun...

Dieses WE gibts endlich (nach 2 Wochen mieserablen Urlaubswetters) wieder Action für die Canon. :twisted:

Grüße nach Graz wünscht
Wolfgang
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Beitrag von Daniel_Guetl » 19.08.2010, 20:28

Hallo Wolfgang,

ahja stimmt, sind diese hier: http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... zfilt.html

die kannst mit kleinen schrauben und plastikringaln befestigen, sollten dabei sein, wenn nicht, den Michael Breite danach fragen.


Ob das mit dem zweiten Filterrad a gscheite Idee ist musst du entscheiden, bei mir ginge das nicht, und zwar aus folgendem Grund: Die Chinesen sind ja für ihre Präzisionsmechanik bekannt, und so haben sie es natürlich geschafft in mein Filterrad auf der Kameraseite ein schiefes Gewinde reinzuschneiden. Jetzt ist natürlich die ganze Sternabbildung im Arsch, wenn sie es nicht durch zufall geschafft hätten dass der Frontdeckel der ALCCD9 auf einer Gummiringdichtung sitzt, und man so mit den 3 Frontschrauben (normale schrauben, nicht Zug-Druck wie bei Starlight Express) diesen Deckel gegenüber der Kamerarückseite zu justieren (der Chip ist zur Kamerarückseite plan). Hab das ganze also auskorrigiert, aber ein zweites Filterrad wär undenkbar, weil dort ist das gewinde sicher nicht gleich schief. Verstehst? *g*

Und vergiss net die sensorfenster heizung zu ordern, oder ist die schon standard? ohne die geht bei uns nix.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von wowa » 19.08.2010, 20:54

Hi Daniel,

vorab: ich schlag eh erst ende des Jahres zu, nur bestellt hab ich jetz. (weben der Aktion)
OK, dann hab ich ja eh die richtigen Filter gemeint. Ich werd mir das komplette Set gönnen - also LRGBC + 3x Linien.

Bezüglich der Gewindezentrierung werd ich nochmal mit Herrn Breite reden. (inzwischen muss der schon echt genervt von mir sein :lol: )

Wie sichst du denn abgesehen vom schiefen Gewinde die Austauschbarkeit der Räder untereinander? Würde ich da das Gewinde bald mal zernudeln, oder ist das eh etwas länger geschnitten?

Fensterheizung und Trocknungspatrone sind angeblich Serie.

Gruß,
Wolfgang
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Beitrag von Daniel_Guetl » 19.08.2010, 21:10

Hallo Wolfgang,

das Gewinde wird net zernudelt wenn du net zuviel Kraft anwendest.

Ich meine ein zweites Filterrad is net notwendig, wenn, hast damit mehr probleme als es dich jemals Zeit kosten könnte die Filter jede Nacht zu wechseln. Schmalbandprojekte sind etwas was viel Zeit kostet(3 Nächte pro aufnahme kannst locker einplanen) und dementsprechend bereitet man sich darauf vor, dafür einmal die Filter zu wechseln sollte drin sein. Ich habs ganz aufgegeben und meine andren Schmalbandfilter verkauft, schmalbandbelichtungszeit dauert einfach zu lange, mach nur mehr HaRGBs.

Wenn ich du wäre würd ich erstmal mit einem Filterrad und HaLRGB starten, musst dich sowieso erstmal eingewöhnen. Wennst dann großer Meister bist(Schmalbandfotografie erfordert perfektes Guiding, einzelbelichtungen von 30min pro Aufnahme sind keine Seltenheit in SII und OIII Kanal damit überhaupt was drauf is) kannst dir immernoch Schmalbandfotografie vornehmen und zweites Rad kaufen etc...

viele Grüße

Daniel
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Beitrag von wowa » 19.08.2010, 21:51

Mhm, das sehe ich ein. Ich werds mir nochmal überlegen.

"Großer Meister" *gg*
Dass der geplante Kauf eine Stange Geld kostet ist mir klar, nur auch, dass jetzt ein kompletter Satz Filter wesentlich günstiger käme als C+Linien + ev. ein zweites Rad nachzukaufen.

Naja...ich hab ja noch einige Zeit zum tüfteln.
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Beitrag von wowa » 20.08.2010, 15:52

@ Daniel:

Herr Breite war entsetzt, das Verkippungsthema von mir über einen Umweg zu erfahren, zumal er das bisher weder zugetragen bekommen hat, noch selber bemerkt hatte. :?

AL habe angeblich etliche Räder in hartem Dauereinsatz und es gab anscheinend noch nie solche Erfahrungen.

Seit du die Kamera gekauft hast, hat sich anscheinend noch Einiges im Lieferumfang (siehe Fensterheizung, Trockenpatrone) und auch hardwaretechnisch (siehe Blackboard) getan. Eventuell ist das Thema also mittlerweile "nebenher" ausgebessert.
Falls ich nach dem Kauf dann dieses Problem auch noch haben sollte, wirds augenscheinlich. Abwarten, Tee trinken und auf Canon umsteigen :P.

Ich bin bisher sehr zufrieden mit AL (der Support ist schon mal top), die Praxis kommt aber noch.

Gruß,
Wolfgang
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Beitrag von Daniel_Guetl » 20.08.2010, 16:52

Hallo Wolfgang,

ja die ersten Kunden waren die Betatester die auch noch mehr bezahlen mussten (hab noch 2600 + 200eur gezahlt). Der Support war gut, des stimmt, aber trotzdem. Damals gabs halt keine Konkurrenz, war die einzige Kamera (bis auf unleistbare FLI und QSI) die den Chip hatte.
Herr Breite war entsetzt, das Verkippungsthema von mir über einen Umweg zu erfahren, zumal er das bisher weder zugetragen bekommen hat, noch selber bemerkt hatte. Confused

AL habe angeblich etliche Räder in hartem Dauereinsatz und es gab anscheinend noch nie solche Erfahrungen.
Es gibt etliche Kunden die sowas niemals bemerken würden ;) SDes fällt nur ganz pingeligen Leuten die 100% auf Perfektion bedacht sind auf, und solche Leute kaufen normalerweise in ner andren Preisklasse.

Ich muss zugeben dass ich das Problem auch erst nach einem halben Jahr bemerkt hab. als ich vom ED Apo auf den Triplet Apo umgestiegen bin. Vorher schien alles "perfekt" zu sein. Da des Problem so einfach behebbar ist bin ich damit net gleich zum Händler gelaufen, selbst ist der Amateurastronom ;)

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von prokyon » 06.09.2010, 22:54

So, nun steig ich auch wieder in das Thema ein. :wink:

Ich hab mich noch immer nicht entschieden. Fest steht nur, dass ich monochrom arbeiten will (steht nach langem hin und her nun endgültig fest!)

Was sagt ihr eigentlich zu diesen Dingern? :

http://www.teleskop-express.de/shop/ind ... rers_id=96

http://ccd.mii.cz/

Unabhängige Erfahrungsberichte konnte ich noch keine ausfindig machen.... :?
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