Frage zu Komakorrektoren!

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Dominik123
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Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Dominik123 » 04.05.2015, 18:37

Hallo liebe Leute!

Möchte mir demnächst mal einen Komakorrektor leisten und da gibts es ja doch ein paar die in Frage kommen würden und die natürlich unterschiedlich viel kosten.

Wollte nun wissen, ob man den Preisunterschied wirklich so deutlich merkt? Ich denke die Komakorrektur bekommt jeder gleich gut hin, das Problem der 2 linsigen ist wohl die sphärrische Aberration...aber merkt man die wirklich so deutlich? mir ist der 4 linsige nämlich etwas zu teuer!

Also so mal zu meinen Daten: würde ihn für ein F/5 200/1000 Newton mit einer Canon Eos (dazwischen T2-Ring) verwenden
und würde mir wohl entweder diesen
http://www.teleskop-austria.at/shop/ind ... d=Komakorr

oder diesen hier nehmen
http://www.teleskop-austria.at/shop/ind ... BaaderMPCC


Passt der Fokusabstand mit den beiden?

Ist der Unterschied von beiden so gravierend?

Oder habt ihr eventuell noch andere Empfehlungen?

Hat jemand einen Gebrauchten zu verkaufen =) ?



Ich freue mich schon auf eure Erfahrungsberichte und danke schon mal im Voraus =)

lg
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dhuber1
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von dhuber1 » 04.05.2015, 19:02

Hallo!

Der MPCC wird meistens nicht empfohlen, weil er eine Click-lock-Nut hat und deshalb gerne im OAZ verkippt. Der von Syntha hat hat das nicht. Ich habe mir dann bei Teleskop Austria den GPU geholt der hat meines Wissens das beste Preis-Leistung-Verhältnis. Von der Qualität sind schon Unterschiede. Irgendwo hat Tommy mal einen paar Vergleichsfotos hochgeladen wenn ich mich recht erinnere.
lg Daniel
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https://www.flickr.com/gp/140361097@N06/TS2i94

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Sharif
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Sharif » 04.05.2015, 19:23

Ich habe mich auch für den GPU entschieden. Wenn man den Preisunterschied auf die vielen Stunden verteilt, die man mit dem Belichten und Bearbeiten verbringt, dann fällt die Entscheidung leichter, finde ich :-P

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Dominik123
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Dominik123 » 04.05.2015, 20:22

ok danke schon mal für die antworten

hab mir dir Bilder von Tommy auch schon angesehen, nur um ehrlich zu sein, konnte ich nicht viel damit anfangen *schäm* ^^

dann wirds wohl eher der Synta werden

wie du schon sagst, wenn man bedenkt wieviele Stunden man damit belichtet,wird die Entscheidung leichter.....
nur leider bei mir eben nicht so viele, deswegen bleib mit meiner Ausrüstung eher bescheiden, weil bei den 10 Nächten im Jahr wo ich dazukomme, muss es eben nicht der teuerste sein...
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von dhuber1 » 04.05.2015, 21:12

Ja dann ist es sicher keine schlechte Eintscheidung. Außerdem: Upgraden kann man immer :D
lg Daniel
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Sharif » 04.05.2015, 21:45

Ja, es geht ja wirklich um Feinheiten. Der MPCC erzeugt halt ein wenig Unschärfe im Zentrum. Ist aber nicht ganz offensichtlich, da muß man schon sehr genau schauen, finde ich auch.

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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von BernhardH » 05.05.2015, 00:03

Hab nicht alles gelesen aber du nimmst den GPU^^
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von tommy_nawratil » 06.05.2015, 09:09

hallo Dominik,

- der GPU macht die feinsten sterne undist gegen Verkippung recht gutmütig, daher Number One in meiner Empfehlung.
- der MPCC macht etwas fettere Sterne wegen der sphärischen Aberration, und verkippt mit Vorliebe.
Gegen das verkippen gibts wieder ein Ringerl, kostet wieder extra...
- der Skywatcher Komakorrektor hat einen 0,89x Reduktionsfaktor und macht die allerfettesten Sterne,
und zudem gerne Reflexe an hellen Sternen. Aber ich habe auch schon damit gearbeitet, er funktioniert, und es hat nicht weh getan :wink:

Ich informiere halt gerne auch über Nachteile, damit die Info komplett ist. Nicht um zu verunsichern.

lg Tommy
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Dominik123
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Dominik123 » 06.05.2015, 18:25

ok danke an alle für die antworten

werde mich wahrscheinlich dann wirklich für den Synta aus Kostengründen entscheiden. ich will mal dazulernen und wie gesagt upgraden kann man immer - fürs erste sollte er reichen. zusätzlich finde ich die 0,89 Reduktion garnicht mal so unpraktisch bei 1000mm Brennweite

meine Sterne sehen sowieso "verhunzt" aus ohne Guiding^^
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Rev.Antun » 11.05.2015, 12:53

Ok eine Komakorrektor ist ja somit pflicht bei der Fotografie mit einem Newton.

Aber: ab wann soll/muß man einen Reducer mit welchem Faktor einsetzen?

Gleiche Frage: Flattener?

Da kommt dann aber die DSLR schön weit raus - hebelwirkung? :(

Und dann noch Auflagemaß?

Wie bekommt man das alles in den griff :oops:
lg Toni
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von dhuber1 » 11.05.2015, 20:10

Einen Reducer musst du gar nicht einsetzten das kommt drauf an wie lang du deine Brennweite haben willst.

Zum Fotografieren brauchst du immer einen Komakorrektor beim Newton bzw. einen Falttener beim Refraktor, außer du kannst mit dem Koma leben dann nicht.

Der GPU hat ein Arbeitsabstand von 55mm das passt mit Adapterring genau für die Canon. Manche Korrektoren haben aber einen längeren Abstand um zusätzliches Gerät unterzubringen. Wegen der Hebelwirkung braucht man sich da keine sorgen machen wenn der OAZ nicht zu schrottig ist.
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Re: Frage zu Komakorrektoren!

Beitrag von Rev.Antun » 12.05.2015, 12:59

ok, geschnallt - dann genügt ein guter Korrektor - soweit so gut - denn die bilder die ich mit angesehen habe OHNE sind :twisted:

danke! für die nachhilfe und entscheidungsfindung für die nächsten monate.
lg Toni
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