Reise-Achromat

Refraktor, Newton, Maksutov, Binokular...
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valentin
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Reise-Achromat

Beitrag von valentin » 22.05.2017, 22:28

Hallo,

nachdem ich mich ausführlich informiert habe habe ich mir vor gut einem Jahr einen 8" Dobson zugelegt, mit dem ich auch ausgesprochen zufrieden bin. Aber wies so schön heißt "das beste Teleskop ist das, dass man am meisten verwendet" und da ich in Wien wohne ist der 8" da, was die Mobilität angeht, natürlich eine Einschränkung. Daher überlege ich mit schon seit längerem einen kleinen (und günstigen ;) ) Achromaten als Reisegerät um ein bisschen durch den Himmel zu 'bummeln' anzuschaffen. Diese sollte in einen Rucksack passen und auch vom Gewicht her noch auf ein Fotostativ gehen.

Ein Freund von mit hat sich unlängst den 80/400 von Skywatcher zugelegt und ist damit sehr zufrieden.
In vielen Foren wird einem der ja als Preis-Leistungs-Hit (Natürlich mit allen Einschränkungen bei 80mm Öffnung) empfohlen.

Vor kurzem hab ich (mehr durch Zufall) den hier gefunden:
http://www.astroshop.de/omegon-teleskop ... ta/p,43767

Den 2" Crayford OAZ finde ich persönlich sehr attraktiv da 2" in der Preisklasse doch sehr selten sind. Hat jemand von euch Erfahrung mit Omegon? (oder sogar mit genau dem Achromaten? Qualität der Optik etc. ) Hab leider sonst keine Erfahrungen mit Omegon was Qualität und Verarbeitung angeht finden können.

Bin sonst auch offen für andere Vorschläge. Budget wären maximal 200 Euro (OTA). Brennweite sollte nicht über 500mm liegen (auch nur mit einschiebbarer Taukappe). Die 4" Varianten der unterschiedlichen Hersteller sind mir eigentlich schon zu groß.

Danke schon mal im Voraus. :)
Grüße Valentin

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ito304
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von ito304 » 24.05.2017, 12:11

hallo valentin,

ohne durch den omegon jemals durchgeschaut zu haben: wahrscheinlich wird dir der farbfehler nach einiger zeit auf den keks gehen ;-)

warum soll es ein achromat sein? okay, ein apo wäre dir zu teuer

alternative: eine travel-maksutov

https://teleskop-austria.at/index.php?p ... SWM90eq1#m

oder

https://teleskop-austria.at/index.php?produkt=SWM102#m

natürlich ist ein maksutov auf grund der viel grösseren brennweite ein nicht zu vergleichendes system, aber diese teile werden auch gerne für reisen verwendet
;-)

und das ohne farbfehler

ich hatte einen achromaten und mich störte der farbfehler schon nach kurzer zeit, sowas würde ich mir nicht mehr zulegen

lg
markus
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deepsky
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von deepsky » 25.05.2017, 11:02

Servus Valentin,

mir ist es so ähnlich ergangen wie dir. Mein erstes "professionelles" Teleskop war ein 6" F/5 Skywatcher Newton, den ich heute noch sehr gerne habe, der aber bedingt durch das Gewicht inkl. Montierung und Zubehör ohne Auto nicht wirklich transportabel ist und es mir selbst mit ein wenig zu umständlich ist. Deshalb musste etwas Neues her und die Wahl fiel auf einen 4" F/5 Skywatcher FH, den ich günstig erwerben konnte. Nur noch in seltenen Fällen (besondere Ereignisse oder wenn eine größere Öffnung zwingend notwendig war) habe ich dann den Newton eingesetzt. Das Gerät meiner Wahl war immer der kleine Refraktor. Wenn man höher vergrößert, kann man quasi Farbfernsehen - aber mich hat das nie wirklich so sehr gestört, wie die meisten anderen. Ich habe öfters mit Vergnügen Jupiter und Saturn bei 100x Vergrößerung beobachtet und auch hergezeigt. Am meisten Spaß macht er aber natürlich bei geringeren Vergrößerungen. Mit passendem Zubehör kann man sogar brauchbare Fotos machen, wie ich das bei dem letzten Merkurtransit unter Beweis gestellt habe. Hier der Link zum Forumsbeitrag: http://www.astronomieforum.at/viewtopic ... 45&p=81301
Da bei dem Refraktor aber die Taukappe nicht einziehbar ist und dadurch das Transportieren mit dem Rucksack umständlich wird, wie du bereits festgestellt hast, und mich auch der Okularauszug genervt hat (das Bessere ist der Feind des Guten... wenn man einmal etwas Besseres ausprobiert hat, stört einem jede Kleinigkeit) musste wieder ein neues Fernrohr angeschafft werden. Da meine Investition längerfristig und auch Fotografie nicht ausgeschlossen sein sollte, ist meine Wahl auf den Lacerta 72/432 ED-APO gefallen. Der macht bei niedrigen aber auch bei Vergrößerungen bis um die 120x extrem viel Spaß. Er ist transportabel und sehr hochwertig gefertigt - sollte man wirklich einmal ausprobiert haben. Außerdem passt er perfekt auf ein hochwertiges Kamerastativ und ist auch ein großartiger Begleiter bei Naturbeobachtungen. Ich bin eigentlich nur noch mit diesem Gerät unterwegs...

Zu dem Vorschlag von Markus muss ich sagen, dass das Geschmacksache ist und natürlich auch auf den Einsatzzweck ankommt. Für mich persönlich wäre so ein Maksutov, aufgrund der bereits von ihm angesprochenen Brennweite, nicht in Betracht gekommen.

Falls du etwas (kurzbrennweitiges) zum Himmelabgrasen unterwegs suchst, könnte ja vielleicht auch ein Fernglas die richtige Wahl sein?

An deiner Stelle würde ich zumindest alle Optionen, die in Frage kommen, ausprobieren. Da du einen Freund mit dem besagten Refraktor hast, beobachte am Besten gemeinsam mit ihm und schau dir in einem Teleskopgeschäft auch die anderen Geräte vor Ort an, falls du sie nicht am Abendhimmel testen kannst. Das kann einem bei der Entscheidungshilfe enorm helfen.

Wenn es wirklich ein kurzer Refraktor werden soll, kann ich dir aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es sinnvoller wäre, etwas länger zu sparen und einen APO zu kaufen - damit wirst du bestimmt am längsten Freude haben. Geht es nicht anders, dann würde ich, wie schon erwähnt, die andere Optionen ausprobieren und mich erst dann festlegen.

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

LG
Daniel

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Sharif
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von Sharif » 25.05.2017, 20:02

Hallo Valentin,

ich stand vor ein paar Jahren ebenfalls vor der Entscheidung für ein Reisegerät. Mein erster Versuch war das 80mm Skywatcher Spektiv....das Geld kann man sich sparen. Das hat mich vom Verlangen nach einem billigen und leichten Reisegerät geheilt. Letztlich kann ich nur voll unterstreichen, was Daniel geschrieben hat. Ich habe mir ebenfalls den Lacerta 72mm APO zugelegt und bin sehr zufrieden damit und wenns noch leichter sein soll kommt ein 8x42 Fernglas in die Tasche.

LG
Sharif

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Re: Reise-Achromat

Beitrag von fpw » 03.06.2017, 19:57

Hallo Valentin,

also ich würde mir zum Dob eher einen guten großen und günstigen Feldstecher nehmen, hab mir einen 20 x 80er Triplett besorgt, der hat neu so ca. 200 gekostet. Hab mir nicht besonders viel erwartet, ist aber inzwischen mein am häufigsten eingesetztes Gerät.
Der Vorteil ist einfach, man kann es auf ein klappriges Fotostativ raufgeben und zur Not gegen einen Gartenzaun halten und los gehts. Und M101 hab ich noch in keinem Teleskop gefunden, mit dem "Gucker" war es so einfach, dass ich mich gewundert hab, dass ich die 30 Jahre nie gefunden hab.

Richfield ist soweit vorhanden und binokular sieht man einfach mehr.

Schöne Grüße
Franz

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Silberlicht
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von Silberlicht » 30.09.2017, 16:45

Hallo Valentin, ich komme wie du aus Wien und hatte dieselbe Fragestellung, welche maximale Öffnungsweite noch transportabel ist. Geworden ist es ein Skywatcher AC 120/600 (4kg) auf einer Skywatcher AZ-4 (3,5 kg) mit Stahlstativ (6 kG). Letztendlich kommt das Teleskop und die Montierung in den Rucksack und das Stahlstativ trage ich mit den Händen. Der Fußmarsch zum roten Berg ist etwa 1 km und aus meiner Sicht brauchbar schaffbar (und ich bin alles andere als eine Sportskanone). Dennoch halte ich diese knapp 14 Kilo eigentlich schon für fast zu viel und überlege auf einen leichteren Maksutov zu wechseln, der mit einem halben Gewicht noch deutlich mehr Freude beim Anmarschweg machen wird :D

gateway
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von gateway » 08.10.2017, 20:19

Hallo Valentin,

ich hatte dieselbe Überlegung wie du... habe jetzt einen Skywatcher 102/500... der hat aber leider keine einschiebbare Kappe... ist aber ,finde ich, noch gut zu transportieren. Habe eine Tasche für ihn gekauft... das finde ich ist auch noch sehr wichtig wenns der Fokus auf Transportabilität liegt. Außerdem habe ich seit kurzem einen ölgedämpften Stativkopf und damit macht das ganze dann richtig Spaß.
Ein einfaches Fotostativ wäre mir zu wackelig, habe einen etwas schwereren Tripod... Ein Stahlstativ wäre mir zu schwer.
Wenn dich die genaue Kombi interessiert, schreib mir bitte eine PN... ich weiß nicht wie gerne es hier gesehen ist "Werbung" für spezifische Produkte zu machen.

Außerdem hab ich für größere Vergrößerung noch einen 102er Mak und damit kann ich mich jedes Mal entscheiden, ob es Planeten sein sollen oder ob Deep Sky an der Reihe ist. Somit komme ich eher nicht in die Verlegenheit mir allzugroße Farbfehler anschauen zu müssen.

Liebe Grüße
Philipp
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ito304
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Re: Reise-Achromat

Beitrag von ito304 » 08.10.2017, 20:54

ich hab für solche zwecke einen takahashi fs 60 cb bzw zusätzlich mit q-modul, das fetzt ziemlich.

ich fotografiere sogar damit

lg

markus
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