Laie plant Einstieg

Refraktor, Newton, Maksutov, Binokular...
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MichaelPH
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Laie plant Einstieg

Beitrag von MichaelPH » 23.08.2018, 13:38

Hallo!

Erstmal herzilchen Dank für die rasche Registrierung & Aktivierung.

Kurz eine kleine Vorstellung:
Michael, 37 Jahre, wohne im Bezirk Baden (NÖ) und wie man vermuten kann, möchte ich den Einstieg in die Hobbyastronomie wagen. Mich selbst hat es immer schon fasziniert und zu meiner größten (!!! mit drei Rufzeichen) Überraschung hat meine Frau diese Idee nicht wie üblich mit "ich hab echt einen Nerd geheiratet" kommentiert, sondern war von dem Vorschlag richtig begeistert. Der Sohnemann ist 2 Jahre alt und ich möchte ihn sowieso irgendwann mal für Sport, Wissenschaft und Technik begeistern können.

Der Betreff sagt eigentlich eh schon alles. Ich habe mich ein wenig eingelesen und kenne erste Begriffe und habe (glaub ich) erste Basics mal kapiert. Refraktor/Linsenteleskop und Reflektor/Spiegelteleskop, eher Öffnung für dunkle Objekte (deep sky) und eher mehr Brennweite für hellere Objekte (Mond, Planeten). Vom Profi bin ich aber ganz ganz weit weg.

Mir ist auch klar, dass es DAS EINE Teleskop für mich nicht gibt und ich habe mir auch selbst die Frage gestellt, was ich damit überhaupt will. In Sachen Budget bin ich mir unschlüssig... wenn es günstig ist, hab ich natürlich nichts dagegen (150 - 300€), wenn es was für meine Begriffe und Zwecke echt Gutes ist, was all meine Wünsche bestens erfüllt und ich damit auch viel Freude haben werde, sind bis 500 oder 600€ auch noch ok. Ich will nur vermeiden, dass ich ein Klump kauf und mir deswegen das Hobby keinen Spaß macht.

Ich habe auch schon mitbekommen, dass man zwar oft gute Teleskope bekommt, gewisse Upgrades (zB ein oder zwei bessere Okulare) ganz hilfreich sind. Ich bin aber technisch sicher nicht versiert genug da einfach drauf los kaufen zu können oder zu wollen.

Ich will:
die Planeten Venus, Mars, Jupiter und Saturn sehen können. Den ein oder anderen ihrer Monde auch gerne.
Sonnenbeobachtung (natürlich mit Filter)
Deep Sky fasziniert mich sicher am meisten. Einige Nebel/Galaxien lokalisieren zu können, wäre super.
Astrophotographie möchte ich mir vorerst nicht antun. Klingt zwar spannend aber da ist wohl zu Beginn eine Investition notwendig, die mein Budget sprengt bzw bei geringerem Budget leidet die Qualität dann doch sehr. Wenn es ein Modell gibt, wo das trotzdem möglich ist, nehm ich das als "nice to have" gern mit. Wie ich das mit meiner Kamera kompatibel mache, ist ein ganz anderes Thema. Oder, ob es mit dem Mobiltelefon kompatibel ist (das ist vermutlich grad ein Sakrileg das mit einem Handy machen zu wollen).

Jetzt wisst ihr, was ich in etwa machen möchte, wo ich wohne (zwecks Lichtverschmutzung) und wie viel ich dafür ausgeben möchte. Bisher habe ich mich mangels besseren Wissens in erster Linie auf amazon und einer deutschen Teleskop-Shop Seite herumgetrieben. Auf Willhaben habe ich auch einige Angebote gefunden, die mich evtl interessieren könnten und die preislich alle in Reichweite sind.

zB ein Omegon Dobson N203/1000
oder Seben Reflektor Star Sheriff 114/1000
Maede ETX90 EC inkl. Stativ und diversen Extras
Skywatcher d130 f650 (allerdings mit EQ2 wovon mir das Internet abrät, wenns wahr ist)

dazu hab ich mir auf Amazon einige Modelle angesehen.

Was soll ich beachten? Wäre da was anzuraten?
Bin wirklich für jeden noch so allgemeinen Hinweis dankbar. Ich möchte in erster Linie nur vermeiden was völlig Unpassendes zu kaufen und dann bei den ersten Beobachtungen draufzukommen, dass es keinen Spaß macht (weil es eventuell das falsche Equipment ist).

Eine einzige konkrete Frage hab ich noch. Von zu Hause aus beobachten funktioniert, oder ist es immer besser das Ding einzupacken, bissl aus der Ortschaft (Leobersdorf) rausfahren und irgendwo in der Pampa die Zelte aufschlagen? Wird wohl drauf ankommen, was ich beobachten will...

Danke auf jeden Fall schon mal und lG
Michael

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Markus_K
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Markus_K » 23.08.2018, 13:51

Hallo Michael!

Hier schreibt ein früherer Hirtenberger / jetzt Pottensteiner!

Ich würde dir auch noch raten, auf https://teleskop-austria.at zu stöbern - das ist eigentlich die Standardanlaufstelle in Österreich, möchte ich einmal behaupten.

Planeten und Deep Sky sind Dinge, die halt eher gegensätzliche Anforderungen stellen: Planeten sind hell, aber brauchen eine hohe Vergrößerung. Für Deep Sky brauchst du für viele Objekte wiederum nicht wirklich hohe Vergrößerungen, aber ein hohes Lichtsammelvermögen, weil sie so schwach leuchten.

Ich habe früher Astrofotografie betrieben, dann aber aufgehört; berufliche Veränderung, Geburt des Sohnes, und mir war das dann auch alles zu mühsam; vor allem: wenn alles eingerichtet war, sind die Gerätschaften gelaufen und ich bin daneben gestanden und hatte eigentlich nix mehr zu tun :)

Jetzt reizt es mich wieder, aber ich möchte nur mehr visuell beobachten. Mein neues Teleskop ist grad in Bestellung. Wenn ich es habe, können wir gerne einmal gemeinsam beobachten. Es gibt bei uns einige Platzerl, wo auch Deep Sky gut geht.

LG
Markus
Zuletzt geändert von Markus_K am 23.08.2018, 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Niki
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Niki » 23.08.2018, 14:00

Hallo Michael,

schriftlich würde es 4 Seiten brauchen, wenn ich da alles beantworte, bei einem Telefonat wären es 15 Minuten. Also hier nur eine kurze Antwort: es gibt gute Info-Seiten im Netz, die ALLE Deine Fragen schon lange beantwortet haben: von sven wienstein, bei Astronomie.de, und, und, und, da würde ich mich ein wenig einlesen. :)

Was ich persönlich denke: Deine Überlegung, dass ein billiges Equipment das ganze Hobby abschießen könnte, ist absolut richtig. Wenn was zittert und wackelt, und/oder wenn das Teleskop lichtmäßig zu "schwach" ist, dann hat man bald mal die ersten Erfolgserlebnisse erledigt und kann sich kaum mehr steigern, ohne was Größers oder Besseres zu kaufen.

Also: ja, nicht zuviel sparen. Und wie Markus sagt: geh zu Teleskop Austria und guck mal, was es so gibt. KEINE EQ-2 kaufen, niemals, never ever, böse, meiden, Bogen drum machen, weglaufen, nicht anfassen. Giftig. Ab EQ-3 geht es, ab EQ5 ist es ausbaufähig (größeres Teleskop später).

Deep Sky braucht große Öffnung (6"-8" ist fein), Planeten brauchen höhere Vergrößerung, also hohe Brennweite, um Details zu sehen. Also braucht man eigentlich 2 Teleskope, oder einen 6"-8" Newton für Deep Sky und dazu eine Barlow und entsprechende Okulare für Planeten.

Letztlich: kauf nicht nur nach den technischen Daten, ein Teleskop soll Dir auch gefallen. Wenn Du gern hinten reinguckst, nimm einen Maksutov oder Refraktor, wenn Du gern Geld sparen willst einen Dobson, wenn Du fotografieren willst eine EQ5 (zur Not EQ-3 oder eine gebrauchte Vixen GP!)) und einen Newton. Du siehst, alle Bauweisen können was leisten, sonst gäbe es sie nicht, und alle haben ein paar Vorteile und Nachteile. Aber keiner ist so gravierend, dass man etwas keinesfalls kaufen könnte. Alle Teleskope sind gut, machen Freude, wenn man weiß, was damit geht und was nicht.

Eventuell mal zur WAA zu einem Teleskoptreffen und dort ein wenig umsehen!

lg
Niki
Das Seeing ist zwar ausschlaggebender als das Equipment, aber das Equipment kann man sich aussuchen... :)

MichaelPH
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von MichaelPH » 24.08.2018, 07:42

Hallo Markus & Niki

erstmal vielen Dank für die raschen Antworten!
Da war ich ja mit vielen meiner Recherchen gar nicht so weit daneben wie befürchtet. Vor allem das EQ1 und EQ2 Zeug meiden wurde im Internet auch mehr als deutlich geschrieben. Aber was so alles im Internet steht...

Leider habe ich auch selbst schon befürchtet, dass sich deep sky und Planeten eher ausschließen bzw nicht unbedingt für das gleiche Equipment sprechen. Ich hätte halt gehofft, dass ich mit einem Teleskop beides irgendwie mehr oder minder brauchbar abbilden kann. Ich muss aber gestehen, dass ich von den zu erwartenden Bildern überhaupt keine Ahnung habe. Wenn ich zB den Mars anschau, sehe ich dann eine dunstige rote Scheibe, die gerade mal etwas größer ist als ein Punkt oder sieht man wirklich mehr bzw kann Details erahnen. Gleiches gilt für Nebel: sieht man dann halt irgendwo einen Schleier oder wirklich diese herrlich bunten und faszinierenden Wolken, wie man sie aus der google Bildersuche kennt? All das sind Dinge, wo ich mich wirklich selbst noch Frage, wie hoch die Erwartungen sein dürfen und in wie weit diese mit dem planbaren Budget zusammenpassen. Wenn ich mal weiß, was man gut sehen kann (könnte), würde ich wohl auch wissen, was ich wirklcih will. Im Moment fasziniert mich die Vorstellung von deep sky einfach noch mehr als Planeten und Mond bzw Sonne. Wobei gerade die Sonne eine echte Faszination ausübt und halt auch deutlich leichter zu beobachten ist. Meist finde ich sie sogar ohne Teleskop am Himmel ;)

Auf der österreichischen Teleskopseite ware ich auch schon mal, finde mich aber dort bisher noch am wenigsten zurecht. Ich glaube da fehlt mir einfach noch das Wissen um das, was ich lese halbwegs einordnen zu können.

Ich habe mir auch die Seite der WAA schon angesehen. Vielen Dank für den Hinweis. Ich hätte sogar einen Einsteigerkurs (glaub der 25.9. war es von 14 - 18 Uhr) um 25€ gefunden. Ich denk da is nicht viel verhaut und da erfährt man eventuell einiges über gewisse Basics. Ich denk, da kann ich nicht viel falsch machen, oder?

@Markus
Finde ich lustig, dass wir quasi Nachbarn sind. Und ich komm auch sehr sehr gern auf das Angebot zurück, wenn ich darf. Gerade Hobbyastronomen laufen irgendwie nicht unbedingt in Horden über die Straße und da ist es gleich doppelt erfreulich, wenn man einen gleich in der Nachbarschaft hat.

Mit eventuellen Käufen werde ich vermutlich lieber noch etwas warten, bis ich mir mehr darüber im Klaren bin, was ich hier eigentlich mache und was ich will. Sonst hab ich dann so ein Trum daheim stehen und komm ein paar Monate später drauf, dass es ruhig ein völlig anderes hätte sein dürfen.

Liebe Grüße
Michael

visir
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von visir » 24.08.2018, 08:12

Hallo Michael!
MichaelPH hat geschrieben: Mir ist auch klar, dass es DAS EINE Teleskop für mich nicht gibt und ich habe mir auch selbst die Frage gestellt, was ich damit überhaupt will. In Sachen Budget bin ich mir unschlüssig... wenn es günstig ist, hab ich natürlich nichts dagegen (150 - 300€), wenn es was für meine Begriffe und Zwecke echt Gutes ist, was all meine Wünsche bestens erfüllt und ich damit auch viel Freude haben werde, sind bis 500 oder 600€ auch noch ok.
Da muss ich Dich gleich ernüchtern: um 150-300 bekommst Du im Wesentlichen "G'lumpert", ab 500 bis 600 wirds erst interessant.
Neben Neukauf würde ich gerade in Deinem Fall, wenn Du wirklich budgetär begrenzt bist, den Gebrauchtkauf in Erwägung ziehen. Gebrauchte Teleskope müssen um nichts schlechter sein, im Gegenteil, der Vorbesitzer kann sogar Verbesserungen gemacht haben (mit Velour auskleiden...).
Ich habe auch schon mitbekommen, dass man zwar oft gute Teleskope bekommt, gewisse Upgrades (zB ein oder zwei bessere Okulare) ganz hilfreich sind. Ich bin aber technisch sicher nicht versiert genug da einfach drauf los kaufen zu können oder zu wollen.
Teleskop ist das eine, Okulare das andere. Das Teleskop an sich ist eine gewisse Weichenstellung, bei den Okularen kann man mit relativ billigen anfangen und nach und nach aufstocken. Da gehen aber letztlich auch ein paar Hunderter rein...

Der allrounder unter den Teleskopen mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis ist nun einmal der Newton-Spiegel: wegen der wenigen Bauteile bekommt man eine vernünftige Öffnung halbwegs erschwinglich.
Die Sparmeister-Version für rein visuell ist dann natürlich der Dobson, weil man keine aufwändige Montierung braucht. Ich mag die Dobson-Montierung persönlich nicht - einmal versehentlich anstoßen, und man kann sich das Objekt komplett neu suchen...
Die Nachführung ist bei einer parallaktischen Montierung einfacher und sicherer (man dreht an genau einem Rad...) und leichter motorisierbar. Zugleich ist man da flexibler, was man draufschnallt. Aber sie kostet halt auch was. Ich hab eine gebrauchte Vixen GP-DX rumstehen, ein paar Hunderter ist die auch noch wert...
Astrophotographie möchte ich mir vorerst nicht antun. Klingt zwar spannend aber da ist wohl zu Beginn eine Investition notwendig, die mein Budget sprengt
So ist es. Astrophoto geht so richtig ins Geld. Und in den Zeitaufwand.
Eine einzige konkrete Frage hab ich noch. Von zu Hause aus beobachten funktioniert, oder ist es immer besser das Ding einzupacken, bissl aus der Ortschaft (Leobersdorf) rausfahren und irgendwo in der Pampa die Zelte aufschlagen? Wird wohl drauf ankommen, was ich beobachten will...
Je dunkler und höher, desto besser. Helle Objekte wie die Planeten oder auch den Orionnebel kannst schnell einmal auch vom Ortsgebiet aus betrachten, aber selbst die nur mit begrenzter Vergrößerung, weil neben der Lichtverschmutzung auch die Luftunruhe im Ortsgebiet einfach zu hoch ist. Wenn nicht gleich hinter Deinem Haus der Wald anfängt (und selbst dann), würde ich mich um ein gutes dunkles Platzerl, idealerweise auch noch möglichst erhöht (um aus der Dunstglocke rauszukommen), mit guter Rundumsicht umsehen.
Also: ein bissl was geht auch von zuhause aus, aber je dunkler und höher, desto besser.
Der Wienerwald ist westlich von Dir...

lg, Wolfgang
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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Markus_K
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Markus_K » 24.08.2018, 08:15

Hallo Michael!


Ja, die Welt ist klein und am Ende kommen wir drauf, dass wir uns sogar kennen? Wer weiß, hihi :)


Es ist sicher gut, wenn du dir beim Kauf Zeit lässt und einmal verschiedene Geräte in natura anschaust. Vor allem bzgl. deiner Erwartungen wäre es hilfreich, wenn du bei Veranstaltungen/Teleskoptreffen/anderen Hobbyastronomen durch (verschiedene) Teleskope schauen kannst, damit du einen Eindruck bekommst, wie das alles im Teleskop ausschaut und wie die verschiedenen Bauarten handzuhaben sind.

Planeten sind immer winzig und brauchen eben eine hohe Vergrößerung. Diese wird dann wiederum oft durch das Seeing begrenzt, d.h. der Planet wabert im Okular und wird unscharf, sodass du die rein technisch mögliche Vergrößerung nicht immer ausreizen kannst. Das hängt alles von deinem Standort und der "Tagesverfassung" unserer Atmosphäre ab. Von den größeren Planeten, also vor allem Jupiter und Saturn, kann man durchaus Wolkenstrukturen sehen.

Deep-Sky-Objekte sind am Anfang wohl eher enttäuschend, wenn du an all die bunten Internet-Fotos denkst. Farbe gibts nicht; das ist alles schwarzweiß, weil das menschliche Auge nicht empfindlich genug ist - daher braucht man auch Langzeitbelichtungen, dann werden auf Fotos erst Farben sichtbar. Dennoch ist es genial, Deep Sky zu beobachten, man muss sich eben nur darauf einstellen :)


Wenn dein Schwerpunkt eher "Deep Sky mit ab und zu auch mal Planeten" lautet, dann wäre ein Dobson sicher eine gute Wahl - auch in Hinblick auf das Budget. Du musst aber selber entscheiden, ob dir diese Art der Montierung liegt. Vom Preis-Leistungsverhältnis jedenfalls sehr zu empfehlen und natürlich kann man damit auch gut Planeten beobachten.


Beim Einsteigerkurs der WAA kannst wahrscheinlich nicht viel falsch machen, und dann hättest du gleich einen Draht dorthin, die haben ja öfter Veranstaltungen, wo man ins Gespräch kommen kann.

Liebe Grüße,
Markus

Edit: Schau dir mal diesen Link an:
http://www.deepskywatch.com/Articles/wh ... scope.html
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BernhardH
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von BernhardH » 24.08.2018, 09:11

Hallo Michael,

Du schreibst dass Astrofotografie erst mal nicht so wichtig ist. Dann ist die klare empfehlung zu einem Dobson in 8 oder besser 10 zoll. Vorrausgesetzt du hast ein auto mit dem du auch mal in die dunkelheit fahren kannst. Das justieren des geräts ist rasch gelernt mit den richtigen hilfsmitterln, du brauchst dann noch ein paar passende okulare, einen sucher am besten winkel 8 oder 9x50 und einen sternenatlas (deepsky reiseatlas zb). Okulare bist du mit ~25mm 13 und 6-8mm gut bedient in dieser mm region bei der wahl des dobson mit ca 1200mm brennweite

Ich komme ursprünglich aus Berndorf und weiß recht gut was dich erwartet wenn Du in Leobersdorf wohnst.
Du solltest auf alle FÄlle zum beobachten richtung westen B18 soweit es geht fahren, ab Altenmarkt könnte es ganz passabel werden.
Dir muss klar sein dass das Sterneschauen, vor allem wenn du ein 2 jähriges Kind hast nicht ganz einfach ist weil du ja nachts aktiv sein willst und daher kaum zum schlafen kommst wenn der junior/die prinzessin dann um 5:30 papa papa schreit. Super dass deine Frau auch begeistert ist, solang ihr aber nicht ein Oma/Opa Wochenende für den Spross geplant habt, werdet ihr kaum zu zweit zusammen Sterne schauen gehen (weil man ja realistischerweise eben nicht im Garten oder vom Balkon aus was sieht) solang das Kind bei Euch ist. Im Winter (wo es früh genug finster wird) kannst den /die kleine vielleicht mitnehmen und ihr könnt ein wenig zusammen schaun, die geduld mit "papa ich will heim" ist aber üblicherweise schnell aufgebraucht. Im sommer wos erst ab 11 richtig finster wird geht das sowieso nicht weil ja da schon längst bettgeh zeit ist.

Du brauchst immens viel Geduld da zum Deepsky einige Faktoren benötigt werden:
Wolkenlos
kein Mond
deine Freizeit

...üblicherweise ist immer eins davon nicht verfügbar.

Visuelle astronomie vom Garten aus an deinem Standort wird eher mittelmäßig sein (schätze mag 4.5 bis max 5), da sieht man schon viele flächige Objekte nicht.
Die erwartungen an deepsky objekte sollten generell nicht zu groß sein, du siehst hauptsächlich diffuse flecken die sich kaum vom hintergrund abheben mal nüchtern ausgedrückt.

Ich hab selbst einen Buben, der ist jetzt im Volksschulalter. Bis auf die Planeten und vor allem den Mond, ist das interesse an anderen objekten klein da man viel Geduld braucht und kaum was sieht (ja auch in meinem 14er lichteimer^^)

Hoffe Du findest das ganze Thema trotzdem noch interessant und magst starten. Teleskop Austria in wien hilft dir bei der Beschaffung sicher gerne.

clear skies Bernhard
Newton 355/1600 + APM 107/700
Moravian 11k + QHY9m
Fornax 102, Fornax 10
http://www.sternenbann.at

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Niki
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Niki » 24.08.2018, 10:57

Nochmals subsummiert...

Ich hab mit meiner kleinen Tochter und meiner Frau vor 30 Jahren durchaus Hobby-Astonomie gemacht, weil ich sie einfach immer dabei hatte und haben wollte. Sie hat gerne mitgeguckt (auch schon mit 3!) und dann tief und fest im Auto geschlafen - warme Decke und passt. :)

Sie hat nicht gelitten, sie wollte auch nicht heim, ich denke, manchmal geht das einfach, wenn alle damit zufrieden sind, wenn man zusammen ist. Sie hat im Auto gut geschlafen und zu Hause hab ich sie raufgetragen und es gab kein Problem. Also: ausprobieren! :) Ich finde, Kinder können überall hin mit, man muss sich das als Eltern nur trauen und gut für sie sorgen. Man sieht eh, was geht und was nicht.

Geh zur WAA, oder mal zur Kuffner-Sternwarte (SO, MO, kostet nix) und mal zu Tommy bei Teleskop Austria und red einfach mit ein paar Leuten. Lass Dir die Zeit, bis Du weiß, was es alles für Dich gibt!

Ein Newton auf einer gebrauchten Vixen GP wär was für Dich, red mal mit Tommy oder seinem Kollegen. Der berät Dich gut und weiß um Vor- und Nachteile. Und du musst dort auch nicht gleich was kaufen! :)

lg
Niki
Das Seeing ist zwar ausschlaggebender als das Equipment, aber das Equipment kann man sich aussuchen... :)

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von MichaelPH » 24.08.2018, 13:49

So viele Infos... und gleich der nächste aus der Nachbarschaft

bevor ich nicht selbst irgendwo durchgesehen hab, mach ich jetzt vermutlich eh nichts aber vom Gefühl her schränkt sich die Sache schon irgendwie ein.
Entweder ein Dobson 203/1200 bzw 254/1200 (hab nur ein Bild von einer Frau neben einem 300/1500er gesehen und das Ding ist SOOOOOO groß... das schreckt schon wieder irgendwie ab) oder ein 120/600 Refraktor (EQ3) bzw wenn ich total von allem überzeugt bin evtl sogar ein Mira 120/1000.

Soll jetzt nicht heißen, dass ich schon so genau weiß, was Sache ist, aber das scheinen für meine bescheidenen Kenntnisse derzeit die interessanteren Modelle zu sein, die sich vor allem auch in einer Preisklasse bewegen, die ich noch für vertretbar halte. (alle von der teleskop-austria Homepage)

Gedanke dahinter war übrigens, dass ich mit den Refraktoren vielleicht auch das ein oder anderen deep sky Erlebnis haben werde, dafür aber bei den Planeten evtl sogar Vorteile haben könnte. Für das Dobson spricht sogar die auf der homepage befindliche Beschreibung. Scheint echt einfacher zu sein mit sowas umzugehen... mich schreckt da nur ab, dass das so ein riesiges Trum ist.

Was sollte ich von solchen GOTO Dingern halten? Da bewegen sich auch einige im Bereich von 500 - 600. Fragt sich aber, ob das nicht auch ein wenig den Spaß an der Sache nimmt, wenn man die Objekte nicht selbst findet.

Ich nehme an Geräte, die sich mit dem zu beobachtenden Objekt automatisch mitbewegen (der Begriff fällt mir gerade nicht ein) brauche ich wohl nur dann, wenn ich für Astrophotographie stundenlang belichte, oder?

lG
Michael

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Markus_K
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Markus_K » 24.08.2018, 14:03

MichaelPH hat geschrieben: Gedanke dahinter war übrigens, dass ich mit den Refraktoren vielleicht auch das ein oder anderen deep sky Erlebnis haben werde, dafür aber bei den Planeten evtl sogar Vorteile haben könnte. Für das Dobson spricht sogar die auf der homepage befindliche Beschreibung. Scheint echt einfacher zu sein mit sowas umzugehen... mich schreckt da nur ab, dass das so ein riesiges Trum ist.
Ich würde mal sagen, dass der Dobson bzw. ein Newton-Teleskop schon mehr Allrounder ist als ein Refraktor, aber lasse mich gerne korrigieren. Der Tubus eines 300er-Dobsons ist natürlich riesig, aber durch die Dobson-Montierung steht er ja quasi "am Boden", also sollte immer noch bequem zum Reinschauen sein. Beim Refraktor hast du als Unterbau Stativ + Montierung, also wird es sich im aufgebauten Zustand nicht viel nehmen. Gewicht/Transport sind natürlich wieder andere Baustellen.

MichaelPH hat geschrieben: Was sollte ich von solchen GOTO Dingern halten? Da bewegen sich auch einige im Bereich von 500 - 600. Fragt sich aber, ob das nicht auch ein wenig den Spaß an der Sache nimmt, wenn man die Objekte nicht selbst findet.
Goto ist grundsätzlich eine feine Sache, vor allem, um lichtschwache Objekte leichter zu finden.

ABER...
1.) kann es, wie du schreibst, den Spaß an der Sache nehmen. Man muss es ja nicht verwenden, aber wenn man es hat, wird man wohl...
2.) gerade als Anfänger sollte man sich einmal mit dem Sternenhimmel zurechtfinden, da hilft Goto zwar auch ein bisschen, weil man sich zumindest mit den Referenzsternen befassen muss, aber ansonsten lernt man dadurch halt nicht viel

Ist dann wohl wie so vieles Geschmackssache. Aber wenn das Budget beschränkt ist, würde ich darauf wohl am ehesten verzichten, weil es sich schon ziemlich stark im Preis niederschlägt.

MichaelPH hat geschrieben: Ich nehme an Geräte, die sich mit dem zu beobachtenden Objekt automatisch mitbewegen (der Begriff fällt mir gerade nicht ein) brauche ich wohl nur dann, wenn ich für Astrophotographie stundenlang belichte, oder?
Nein, die sind immer nützlich, weil sich die Objekte ja auch beim visuellen Beobachten aus dem Blickfeld bewegen. Klar geht's auch ohne, aber mit Nachführung (Tracking) ist es bequemer. Ohne Nachführmotor muss man bei den Dobsons dann "nachschubsen", bei parallaktischen Montierungen ohne Motor gibt es entsprechende Drehknöpfe.

Zur Langzeitfotografie reicht die Nachführgenauigkeit der meisten Montierungen nicht, da muss man sich dann mit dem Thema Autoguiding auseinandersetzen.


LG
Markus
Zuletzt geändert von Markus_K am 24.08.2018, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Woyzeck » 24.08.2018, 15:06

Auch ich rate zu einem Dobson oder einem Newton. Da kann man eigentlich wegen der einfachen Bauweise nicht viel falsch machen bei einem Gebrauchtkauf, der jedenfalls billiger ist. Dazu einen Laser-Kollimator und meist sind bei den Gebrauchten auch ein paar einfache Okulare dabei.

Eine gebrauchte Vixen GP kostet nicht viel Geld und ich hab auch mit sowas begonnen. Dann später im Eigenbau um wenig Geld GOTO-fähig gemacht (Arduino, ...) und nun als Zweitmontierung genauso wie meine HEQ5 vom Notebook aus steuerbar. Damit kann man sogar filmen und fotographieren.

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von visir » 27.08.2018, 08:14

MichaelPH hat geschrieben: Gedanke dahinter war übrigens, dass ich mit den Refraktoren vielleicht auch das ein oder anderen deep sky Erlebnis haben werde, dafür aber bei den Planeten evtl sogar Vorteile haben könnte.
Eher im Gegenteil: der von Dir erwähnte 120/600 hat für deep sky schon sehr wenig Öffnung und für die Planeten sehr wenig Brennweite - da vereinigst Du die Nachteile, nicht die Vorteile. Da ist ja ein 150/750er Newton schon für beides besser, vermutlich leichter und wohl auch billiger, und immer noch kompakt.
Für das Dobson spricht sogar die auf der homepage befindliche Beschreibung. Scheint echt einfacher zu sein mit sowas umzugehen... mich schreckt da nur ab, dass das so ein riesiges Trum ist.
Das ist das "Dilemma": Größe = was Du siehst. In Südamerika und auf Hawaii stehen nicht umsonst 10m-Spiegel...
Ich hatte einen 12"/1200 mit 12 kg, das war - immerhin ein Leichtbau - nach meinem Empfinden an der Grenze, was "mobil" handhabbar ist. Auf einer GP-DX, für die das auch schon an der Grenze war. 10" oder 8" wäre wohl ein schöner Einstieg, dass Du auch deep sky was siehst.

Zu dem, was man sieht, hab ich ja einen anderen Standpunkt als die meisten: was auf Fotos dargestellt wird, ist nicht die Realität, sondern ein vielfach überhöhtes Bild. Wir befinden uns ja richtig drin in einer Galaxie - wenn die Fotos realistisch wären, müssten wir ja voll die fetten Farben sehen, wenn wir in den Nachthimmel schauen. Tun wir aber nicht. Wir brauchen schon einen dunklen Himmel, damit wir die Milchstraße, in der wir uns befinden, überhaupt sehen!
Wenn wir also die Andromeda-Galaxie in einem Teleskop gesichtsfeldfüllend reinkriegen und dann trotzdem nur Schleier mit einem Mittelpunkt sehen, halte ich das für wesentlich realistischer als diese freilich viel schöneren bunten Bilder - die würde ich eher unter "Kunst" einreihen.
Was sollte ich von solchen GOTO Dingern halten? Da bewegen sich auch einige im Bereich von 500 - 600. Fragt sich aber, ob das nicht auch ein wenig den Spaß an der Sache nimmt, wenn man die Objekte nicht selbst findet.
Ja, es fällt der Spaß und Lernfaktor und zugleich die Mühe weg...
Ich nehme an Geräte, die sich mit dem zu beobachtenden Objekt automatisch mitbewegen (der Begriff fällt mir gerade nicht ein) brauche ich wohl nur dann, wenn ich für Astrophotographie stundenlang belichte, oder?
Ich hab den Nachführmotor an meiner Montierung schon auch bei visuell genossen...

lg, Wolfgang
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

Antares
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Antares » 28.08.2018, 22:03

Hallo,

für mich käme nur ein Dobson in frage. Deine Bedenken bzgl. der Eignung an Planeten kann ich zerstreuen. Ein Newton hat natürlich konstruktionsbedingt Nachteile gegenüber einem Refraktor. Allerdings macht das ein Newton aufgrund der viel größeren Öffnung (bei gleichen Preis) mehr als weg.

Ich bin hauptsächlich visuell unterwegs und fotografiere hin und wieder nebenbei. Ich finde eine Dobsonmontierung viel einfacher zu bedienen als eine Parallaktische. Die Dobsonmontierung ist für mich viel intuitiver. Ich brauche mit der paralaktischen Montierung immer viel länger um etwas einzustellen.

Ich würde dir aber empfehlen das du einmal mit jemanden zum Beobachten mit gehst. Damit du den Umgang siehst und ausprobieren kannst. Ich bin leider zu weit von dir entfernt sonst könntest du gerne mal mitkommen.

schöne Grüße,
Bernhard

visir
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von visir » 30.08.2018, 08:00

Antares hat geschrieben: Ich finde eine Dobsonmontierung viel einfacher zu bedienen als eine Parallaktische. Die Dobsonmontierung ist für mich viel intuitiver. Ich brauche mit der paralaktischen Montierung immer viel länger um etwas einzustellen.

Ich würde dir aber empfehlen das du einmal mit jemanden zum Beobachten mit gehst. Damit du den Umgang siehst und ausprobieren kannst.
Absolut. Selbst ausprobieren ist das beste, denn was einem mehr liegt, kann so verschieden sein... Bevor ich mir was zugelegt habe, besuchte ich einen Freund, wo wir mit einem Dobson und einem Refraktor auf parallaktisch beobachteten, und ich genoss die parallaktische Montierung gegenüber dem Dobson...

lg, Wolfgang
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Niki » 30.08.2018, 09:41

Ich denke, wir alle sind uns einig, dass eine azimutale Montierung am intuitivsten einzustellen ist. Wenn ich peilen will, dann hab ich als Schwenkrichtung links-rechts und rauf-runter. Und drehe nicht um eine parallaktische Achse.

Aber azimutal heißt ja deshalb nicht zwingend "Dobson", das wird auch in den deutschen Foren bei diesen Fragestellungen kaum erwähnt, da wird Dobson gleichgesetzt mit "günstig" und "einfach" und das wiederum mit "einfach zu bedienen". Der Dobson ist ja nur ein Newton, der in einer Box am Boden steht. Den Newton kann man auch auf einer ALT-AZ montieren, aber die muss dann halt stabil sein. Und ob es beobachtungstechnisch Vorteile bringt, sei dahingestellt.

Also, wie Wolfgang und Bernhard bereits richtig empfehlen: selber ausprobieren, dann siehst Du, was Dir sympathisch ist. ;)

lg
Niki
Das Seeing ist zwar ausschlaggebender als das Equipment, aber das Equipment kann man sich aussuchen... :)

MichaelPH
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von MichaelPH » 30.08.2018, 10:25

Hallo alle

nochmal besten Dank für die vielen Rückmeldungen. Langsam bekomm ich mehr mehr mit von dem, was ich lese. Wo früher parallaktisch stand, hat mein Gehirn nur Fragezichen registriert. Bei Teleskopen und Montierungen habe ich Dinge durcheinandergewürfelt. Ich hab mich zB lange gefragt, was der Unterschied zwischen einem Newton-Teleskop und einem Dobson ist. Aktuell wäre ich der Meinung es richtig zu verstanden haben, wenn ich so eine Newton Röhre auf eine Platte mit Aufhängung durch die Schwerkraft draufleg.

Im Moment bin ich eh noch ein wenig am herumlesen, schauen, vielleicht mal ein Seminar planen, etc... und ich komme auch wirklich gerne auf das Angebot von Markus zurück, dass wir mal gemeinsam nach oben schauen, wenn es das Wetter zulässt. Sich da Zeit zu lassen, ist sicher auch nicht verkehrt. Erstens weiß ich, dass es mich wirklich interessiert, wenn ich nach Wochen/Monaten immer noch gerne darüber lese und zweitens mach ich dann keinen Unsinn.

Also nochmal vielen Dank an alle!
Es ist übrigens auch eine Freude in einem Forum ein so friedliches und harmonisches Miteinander zu erleben. Ich meide es zwar, wie der Teufel das Weihwasser, bin aber sicher, dass es im Krone-Fußballforum anders zugeht ;)

lG
Michael

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Markus_K » 30.08.2018, 14:31

MichaelPH hat geschrieben:Aktuell wäre ich der Meinung es richtig zu verstanden haben, wenn ich so eine Newton Röhre auf eine Platte mit Aufhängung durch die Schwerkraft draufleg.
Ja, im Prinzip schon. Es gibt eben 2 Arten von Montierungen - parallaktisch und azimutal. Der Dobson ist eine einfache Form der azimutalen Montierung, aber nicht die einzige, wie auch Niki geschrieben hat. Der Newton wiederum ist eine Konstruktionsform des Teleskops, welches man wiederum auf unterschiedliche Montierungen packen kann :idea: :D

MichaelPH hat geschrieben: und ich komme auch wirklich gerne auf das Angebot von Markus zurück, dass wir mal gemeinsam nach oben schauen, wenn es das Wetter zulässt. Sich da Zeit zu lassen, ist sicher auch nicht verkehrt. Erstens weiß ich, dass es mich wirklich interessiert, wenn ich nach Wochen/Monaten immer noch gerne darüber lese und zweitens mach ich dann keinen Unsinn.
Ich gebe gerne Bescheid, wenn ich eine "Nachtschicht" einlege... wobei es dann eh bald wieder früher dunkel wird :)

MichaelPH hat geschrieben: Es ist übrigens auch eine Freude in einem Forum ein so friedliches und harmonisches Miteinander zu erleben. Ich meide es zwar, wie der Teufel das Weihwasser, bin aber sicher, dass es im Krone-Fußballforum anders zugeht ;)
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Kahless » 30.08.2018, 14:33

Hallo!

Ich würde auch zu einem Dobson-Teleskop raten - finde ich gerade für Anfänger einfach am besten!
Und die anderen haben schon recht - im Idealfall geht man ein paar Mal mit jemand anderen Beobachten und lernt so die Geräte und Möglichkeiten kennen - dann fällt die (richtige) Entscheidung gleich viel leichter!

Ich wohne zwar nicht gerade ums Eck von dir, aber wenn du mal Richtung OÖ kommst, bist du auch bei mir jederzeit willkommen um mal gemeinsam zu beobachten.
Ich wohne in 4551 Ried im Traunkreis und hab auch einen Beobachtungsplatz mit Übernachtungsmöglichkeit in 4573 Hinterstoder.

Grüße, vielleicht sieht man sich ja mal,
Mario
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von visir » 31.08.2018, 08:19

Niki hat geschrieben:Ich denke, wir alle sind uns einig, dass eine azimutale Montierung am intuitivsten einzustellen ist.
Beim ersten Anpeilen eines Objekts hat sie einen leichten Vorteil. Das Nachführen ist dafür umso schwieriger...

lg, Wolfgang
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Niki » 31.08.2018, 12:33

;) natürlich... mein Begriff "einzustellen" war hier ungenau.

lg
Niki
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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von Niko » 01.09.2018, 10:27

Hallo Michael,

Komm doch mal an einem wolkenlosem Neumond Wochenende auf die Hohe Wand. Wir sind des öfteren beim Tiergehege Parkplatz und die Kollegen des WAA beim Gasthof Postl anzutreffen.
Da sind immer genug Leute die dir gerne deine Fragen beantworten können.
LG Niko
SW 180/2700 Maksutov, SW ED80/600 Apo, Esprit 100/550
Lacerta Newton ohne Namen 250/1000 SW AZ EQ6, Mgen II
ZWO Asi 120MC, Canon EOS 600D, EOS 60D, 60Da

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Re: Laie plant Einstieg

Beitrag von AstroguY » 03.09.2018, 04:05

Ich würde jedem Anfänger einen Dobson empfehlen, da er kostengünstig ist aber eine relativ große Öffnung besitzt.

Habe selbst damit begonnen und setze ihn noch heute gelegentlich ein.

Zudem bekommt man einen guten Eindruck ob es für einen selbst ein geeignetes Hobby darstellt.

LG
Christian

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