Erste Beobachtungsnacht (7.1.2009)

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Christoph K.
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Erste Beobachtungsnacht (7.1.2009)

Beitrag von Christoph K. » 18.01.2009, 22:19

Hi Leute,
So nachträglich noch der Bericht meiner ersten Beobachtungsnacht (war bisher zu Faul einen zu schreiben *grins)

Nachdem ich beim Lidl um 175€ das Meade ETX70AT erworben hatte war das Seeing erstmal ein paar Wochen lang schlecht > schlechter > am schlechtensten in Forme von: Regen, Schnee, Regen, Wolken, Schnee, Schnee, Schnee, Schnee...
Die Tage nach Weihnachten fuhr ich dann nach Wien raus zu meiner Verwantschaft, hatte das Teleskop im Gepäck welches genau einem Rucksack mit Stativ außen drauf entspricht, in der Hoffnung das Teil zumindest bei schlechtem Seeing (anstatt gar keinem) also Wiener Bedingungen testen zu können.
Wie die Ausrichtung NICHT funktioniert steht im 'Montierungen-threat' damals im 16. wiener Gemeindebezirk (Ottakring) am Balkon meiner Oma hats auch nicht funktioniert. Selbes Problem und es sind nur wenige referenzsterne sichtbar. Das ganze Debakel führte bei mir und meinem Coussin Alex (welcher gerade zu Besuch war) zu einem Anfall des Gelächters, nicht zuletzt weil ich mit dem Teleskop vor dem Fenster meiner Oma stand und ich angst hatte sie könnte von den nicht ganz leisen Motoren der Montierung aufwachen.
Es war ungefähr 1 Uhr früh, nicht lange danach hatte ich das Teleskop wieder abgebaut.

An dem Abend einen Tag nach meiner Rückkehr in die St. Eiermark waren die Konditionen perfekt. Ich dachte n paar minusgrade halt... so zog ich mich schön warm an (lange Unterwäsche, zwei paar Socken etc.) schnappte mir das Teleskop und begab mich um 22 Uhr herum auf das Feld ca. 100m vom Haus entfernt. Zu dem Feld: wo ich stand beträgt die elevation ca 20 - 30°, Nördlich befindet sich eine Baumreihe die sich nach osten hin weiter entfernt. im Süden befindet sich eine Baumreihe die den Blick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge verhindert. Gleichzeitig schottet sie auch die Beleuchtung der im Tal gelegenen Ortschaften ab. Seehöhe ist 1115m und weit übern Tal fast am Kamm des Berges. Inzwischen habe ich eine Stelle gefunden welche sich noch besser für Observationen eignet denn sie ist absolut eben. Aber zurück zum Bericht: erstmal aufgebaut und wiedermal vergeblich ausgerichtet... 3 mal... (Gedankenblitz: Batterien beim ausrichten Ausbauen!) Nunja nach ungefähr einer Stunde bin ich dann mal zum Haus zurück um mir noch ein drittes Paar Socken überzuziehen. Wieder zurück am Feld (hab das Teleskop daweil stehenlassen) fingen die Batterien an zu schwächeln. Motoren wurden langsamer und die beleuchtung der handbox dünkler. die GOTO steuerung fand überhaupt nichts mehr dafür schien die nachführung noch korrekt zu arbeiten (?) Da es Mondtechnisch ziemlich hell war und es aufgrund der größe des Mondes auch kein Problem darstellt den Mond zu finden fuhr ich das Teleskop manell in richtung Mond, fokussierte ihn in meinem nicht vorhandenen Pseudostarpointer (also einfach drüber geguckt) und beobachtete diesen solang bis ich meine Füße nicht mehr spüren konnte und zusammengepackt habe. Hab dann noch vom Fensterbrett aus bis ca. 5 Uhr (durchs geschlossene Fenster) gespechtelt und anschließend ins Bett.

Anbei noch ein Mondfoto durchs Teleskop mit 12mm Okular mitn Handy durchfotografiert. Größe ist Original aber bearbeitet und das meiste vom rand weggeschnitten (welcher ne menge schirche Reflektionen enthält) XD

lg. Christoph

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Wish you a starry night!

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kilo
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Beitrag von kilo » 19.01.2009, 10:49

Hallo Christoph!

Hoffentlich sind deine Zehen wieder aufgetaut :wink:

Danke für die gute Horizontbeschreibung und den schönen Bericht.
In der Kälte wird so manche Batterie schwach.
Freue mich schon auf weitere Berichte.
Grüße Robert

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Beitrag von Alrukaba » 19.01.2009, 20:25

Hallo Christoph!

Amüsanter Bericht, auch wenn du nicht viel gesehen hast. Nicht den Kopf hängen lassen, aber da läßt du dich sicher nicht klein kriegen. Auch das Foto ist fürs erste mal ganz toll geworden, weiter so. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Alex

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