ein Lernbericht

Astronomie, Naturbeobachtung, Mikroskopie...
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visir
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ein Lernbericht

Beitrag von visir » 20.04.2014, 23:35

Wieder einmal ein nicht sehr wichtiger Bericht vom nach-wie-vor-Anfänger...
Ich komm einfach zu selten dazu. Hab mit "Tanzen" ein sehr zeitintensives Haupt-Hobby...

Jedenfalls, wie ich heute vom Besuch bei meinen Eltern kurz nach acht heimkomme, bemerke ich, es ist sternklar, und morgen ist noch ein Feiertag... also wird das ein Ausprobier-Abend:
- Windpassing (siehe auch http://www.astronomieforum.at/viewtopic.php?f=25&t=7697)
- Nachführung
- Hyperion 21mm statt Plössl 20mm
- erster Auto-Ausflug mit meiner Astrokiste.

Also Kiste (mit allem drin außer der Okulartasche - am Rückweg dann auch die) auf den Stechkarren und runter zum Auto. Über die Ladekante heben geht mit dem Gewicht noch grad so, die Rollen am oberen Ende fahren im Kofferraum schön dahin. Soweit so gut.

Windpassing hat dann seinem Namen alle Ehre gemacht. Ordentliches Lüfterl. Und ich mit einem 12" f/4 auf einer Vixen GP/DX... und recht frisch wars durch den Wind auch - trotz 8 Grad plus. Dachte mir, die Halbschuhe werden schon reichen, und die Pelzjacke kann ich mir auch sparen...
Vom Licht ist der Ort aber schon recht gut. Linz erscheint wie der letzte Rest von Dämmerung am südlichen Horizont, alles andere rundherum ist nicht der Rede wert. Nur ein Auto ist direkt bei mir vorbeigefahren, wenn auch hin und zurück...

Also alles aufbauen, Nachführung und Stromversorgung dran, kurz einmal herumgefahren - Akkus leer. Hmpf.
Also ohne Nachführung... Ja, der Wind hat das Teleskop ziemlich bewegt, kaum einmal ein ruhiges Bild. Doch einmal ein Berlebach-Stativ?

Hyperion-21mm-Okular an einem f/4: für mich tadellos ausreichend. Kann auch im Randbereich nicht wirklich meckern. Vermutlich habe ich zu geringe Ansprüche...

Ja, so nebenbei: der Jupiter war wunderschön zu sehen, schon bei 60-facher Vergrößerung war schon sichtbar, dass er Wolkenbänder hat. Der Wind hat mehr Details bei stärkerer Vergrößerung leider verhindert. Ohne Wind wär sicher einiges zu sehen gewesen.
Aufgrund der Spontaneität der Aktion hatte ich jetzt nicht wirklich geschaut, was es zu sehen gäbe, hab dann noch den Mars erwischt, und dann noch etwas planlos herumgeschaut, war auch durch die Bedingungen auch nicht sonderlich motiviert, noch groß was anzureißen.

Mein Fazit:
- Kälte immer noch unterschätzt
- Hyperion bewährt sich
- Kiste auch - bissl optimieren geht aber noch
- Windpassing passt mir als Beobachtungsplatz - mal schauen, ob ich es einmal mit wenig Wind erwische
- Akkus stecken im Ladegerät - LiIon sollten die Ladung doch eigentlich halten...

CS, Wolfgang
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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markusblauensteiner
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Re: ein Lernbericht

Beitrag von markusblauensteiner » 21.04.2014, 00:08

Hallo Wolfgang,

ein sehr netter Erfahrungsbericht! Ist sicher hilfreich für Neueinsteiger!
Zusammenfassung: Packliste und Beobachtungsplan während des Schlechtwetters erstellen? :mrgreen:

LG, Markus
Ursa Major observatory @ ROSA remote
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