Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Was Du schon immer wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest...
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Gilli
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Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 19.05.2015, 00:18

Hey Leute!

Bin neu hier im Forum und habe auch erst vor wenigen Tagen mit diesem interessanten Hobby angefangen.

Habe mir ein Skywatcher Newton 150/750 Teleskop gekauft (wurde mir im Handel als gutes Einsteiger-und Allroundermodell präsentiert und hat zu meinem Anfangsbudget gepasst).

Gestern habe ich es zum ersten mal ausprobiert und war ehrlich gesagt vom Anblick am Himmel etwas enttäuscht. Es waren zwar mehr Sterne als mit dem freien Auge erkennbar, das wars dann aber auch schon.

Mir ist klar, dass das Zubehör in der Preisklasse nicht gerade das beste sein wird (2 "Super" Okulare mit 25mm und 10mm Brennweite), deshalb wollte ich fragen welche Okulare empfehlenswert wären damit ich mehr Spaß an der Sache habe. Das was ich gestern zu sehen bekommen habe war nämlich ziemlich ernüchternd ...

Bin für jeden Hinweis und für jedem (auch allgemeinen) Tipp dankbar!

Viele Grüße
Gilli

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 19.05.2015, 07:08

Servus Gilli!

Ich bin quasi auch ein "Neuling" ich hab 2013 mit diesem Hobby begonnen - zuerst mal eine Gegenfrage: Was war deine Erwartung VOR deinem ersten Blick durch das Teleskop?

Also was hast du erhofft zu sehen?
lg Toni
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von visir » 19.05.2015, 08:22

Hallo Gilli!

Die Frage von Toni ist eine ernste. Tendenziell sollte man die Erwartungen am Anfang auch nicht zu hoch ansetzen - und später hat man eine realistischere Einschätzung. Ja, es sind auch durch das Teleskop immer "nur Sterne", jedenfalls die Sterne. Planeten und der Mond können leichter beeindrucken, und im deep sky eher Sternhaufen oder Doppelsterne. Galaxien, sofern man sie überhaupt mit freiem Auge sieht, sehen nicht sehr beeindruckend aus. Die Astro-Fotos, die man so kennt, stellen keinen realistischen Eindruck dar, das ist alles "aufgeblasen" zum geht-nicht-mehr.
Was noch mit freiem Auge nett ist (dazu ist aber die falsche Jahreszeit), ist der Orion-Nebel.

lg, Wolfgang
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 19.05.2015, 09:21

visir hat geschrieben:Planeten und der Mond können leichter beeindrucken
als ich das erste mal die ringe des Saturn gesehen habe war ich einfach paff - ganz zu schweigen von den "riesigen" Kratern am Mond.
lg Toni
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Gilli
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 19.05.2015, 10:16

Servus Toni und Wolfgang!

Also meine Erwartung war eigentlich die Gestirne in wesentlich größerer und wie soll ich sagen, wahrscheinlich "deutlicherer" Form zu sehen.

Ehrlich gesagt habe ich mir Anfangs bildlich nur etwas unter dem Mond vorstellen können wie er aussehen könnte, der Verkäufer hat mir aber erklärt, dass mein Teleskop sowohl für die sogenannten Deep Sky Beobachtungen als auch für Planetenbeobachtungen geeignet ist.

Planeten habe ich noch garnicht beobachtet.

Vielen Dank für eure Hilfe!

LG
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Sharif
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Sharif » 19.05.2015, 10:23

Servus Gilli,

Du hast jetzt alle Voraussetzungen für die ersten Erkundungen. An den Okularen scheitert es in dieser Phase sicher nicht. Wie die Vorposter schon festgehalten haben sind die ersten lohnenden Objekte der Mond und die Planeten, bei allem weiteren gehts am Anfang vor allem um das Auffinden interessanter Objekte. Für das "Expectation Management" was man sehen kann durch das Teleskop würde ich dir folgende Seiten empfehlen:
http://www.binoviewer.at/beobachtungspr ... upiter.htm
http://www.binoviewer.at/beobachtungspr ... saturn.htm
http://www.binoviewer.at/beobachtungspr ... eepsky.htm

Objekte, die sich auch ohne viel Erfahrung ganz gut auffinden lassen und aktuell sichtbar sind wären das Doppelsternsystem Albiero, Sternbild Schwan, das Mehrfachsternsystem Mizar/Alkor im Großen Bären, der Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules, oder der Ringnebel M57 im Sternbild Leier. Das sind natürlich alles nur Beispiele, die eben besonders einfach aufzufinden sind. Es gibt unzähliges mehr zu entdecken.

Wichtig ist es, sich mal orientieren zu lernen und mit hilfe einer Sternkarte (als Atlas in Buchform oder elektronisch mit Programmen wie Stellarium oder Cartes du Ciel oder ähnlichem) gezielt gewünschte Objekte aufzusuchen. Dabei hilft es, wenn man schon eine Ahnung hat, wie die Objekte durch ein Teleskop aussehen. Die Recherche vor dem Beobachtungsabend ist also genau so wichtig wie die Arbeit am Teleskop.

LG Sharif

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von mn2014 » 19.05.2015, 17:05

Gilli hat geschrieben:Hey Leute!

Bin neu hier im Forum und habe auch erst vor wenigen Tagen mit diesem interessanten Hobby angefangen.

Habe mir ein Skywatcher Newton 150/750 Teleskop gekauft (wurde mir im Handel als gutes Einsteiger-und Allroundermodell präsentiert und hat zu meinem Anfangsbudget gepasst).

Gestern habe ich es zum ersten mal ausprobiert und war ehrlich gesagt vom Anblick am Himmel etwas enttäuscht. Es waren zwar mehr Sterne als mit dem freien Auge erkennbar, das wars dann aber auch schon.

Mir ist klar, dass das Zubehör in der Preisklasse nicht gerade das beste sein wird (2 "Super" Okulare mit 25mm und 10mm Brennweite), deshalb wollte ich fragen welche Okulare empfehlenswert wären damit ich mehr Spaß an der Sache habe. Das was ich gestern zu sehen bekommen habe war nämlich ziemlich ernüchternd ...

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Probier´s mit einer Kamera. Die rein visuelle Beobachtung war für mich auch eher ein bescheidenes Erlebnis. Ich habe einen Newton mit 200mm Öffnung, aber aufgrund der nennenswerten Lichtverschmutzung an meinem Standort, ist Visuell bei mir vorerst unten durch. Einen riesen Dobson will ich mir jedenfalls nicht anschaffen. Ich bin nach wie vor erstaunt, wieviel mehr man im Vergleich mit nur wenigen Sekunden Belichtung mit einer angeflanschten Kamera sehen kann. Eine billige DSLR mit entsprechendem T2 Adapter und der Blick nach oben gibt schon ordentlich mehr her. Objekte auffinden vorausgesetzt, genaues Fokussieren und Nachführung eingeübt, wird Dir das mehr Spaß machen. Aber wie bereits erwähnt, Stellarium installieren, Sternkarten lesen lernen, Literatur besorgen und dann ´mal die "einfachen" Objekte jagen (z.B.: Mond, Jupiter, Saturn, Orionnebel, Ringnebel in der Leier, Hantelnebel, Andromeda Gx, diverse Kugelsternhaufen, Plejaden, usw.).

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von visir » 20.05.2015, 08:01

mn2014 hat geschrieben:
Gilli hat geschrieben: Probier´s mit einer Kamera.
Find ich, dass das kein Ersatz ist. Wenn ich Bilder sehen will, gehe ich hier im Forum in die Galerie. Ist aber nicht dasselbe wie das "direkt anschauen". Auch, wenn die Bilder so viel bunter etc. sind.
Ganz abgesehen vom Aufwand, das "braucht man ja nur..." und dann kommt eine ganze Liste von Ausrüstung und Voraussetzungen und versteckten Anforderungen (Stichwort "Nachführung").

Dann lieber Sharif folgen und visuell interessante Objekte angehen. Oder halt die Füße bzw. den Motor in Bewegung setzen und ein paar Meter raus/ rauf fahren, das bringt mehr als die teuerste Ausrüstung mitten in der Lichtsuppe.

CS, Wolfgang
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von mn2014 » 20.05.2015, 09:19

Keiner redet hier von aufwändiger Langzeit Astrofotografie mit CCD, Schmalbandfiltern und MGEN. Ein gutes Okular kostet vermutlich mehr, als das vorhanden Okular in Kombination mit einer primitiven Digiklemme und einer in jedem Haushalt vorhandenen Digicam zur Okularprojektion auszuprobieren. Wenn eine DSLR vorhanden ist, dann geht´s mit T2 Adapter noch besser. Ich habe ein Hyperion Zoomokular, sicher nicht das schlechteste Teil. Wenn ich damit durch den Himmel streife muß ich mir ehrlich gesagt mit Gewalt einbilden etwas zu erkennen (Sternhaufen und Planeten ´mal ausgenommen). Da ist mir eine Kamera mit 1 bis 20sec Belichtung als Sehhilfe schon deutlich lieber. Einfach ´mal ausprobieren...

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 20.05.2015, 10:36

wie ihr seht sind sich schon astro freunde die das hobby länger betreiben nicht einig wie man was betratet und was spaß macht und was weniger - also wie schwer ist es dann erst für einen absoluten einsteiger?

jemand der sich noch nie davor mit der materie beschäftigt hat kann leicht in die versuchung kommen zu denken das man mit einem teleskop schöne bunte galaxien am himmel zu sehen bekommt - nur leider ist das nicht so :cry:

aber was man mit freiem auge erkennen kann und dann schon durch einen feldstecher und erst recht mit einem teleskop, das ist schon faszinierend. vor allem wenn man sich vor augen hällt wie weit entfernt diese objekte teilweise sind.

@mn2014: zum thema sehhilfe - da muss ich dir voll und ganz zustimmen ! es ist wirklich faszinierend was sich da selbst bei kurzen belichtungszeiten auf dem bild zu erkennen gibt - selbst bei brennweiten bis 55mm OHNE teleskop! erst recht mit teleskop und T2 adapter.
aber aus eigener erfahrung wird selbst diese einfache lösung für einen anfänger nicht ganz so einfach - ich hatte zu beginn große schwierigkeiten scharf zu stellen. das hat mich einige wochenenden gekostet und viel hilfe hier aus dem forum.

aber sehhilfe in form einer ccd cam - günstige lösung - und an den pc/lapi angeschlossen und die sehhilfe liefert somit auch ein livebild wo mehr zu sehen ist als nur mit dem auge durchs okular. aber auch das muss einen spass machen - und genau da liegt der kleine feine unterschied.

was will ich sehen?

es wird genug personen geben die wollen gar keine visuellen beobachtungen machen sondern nur astrofotografie, das wiederum ist anderen zu mühsam und zeitaufwendig die sehen lieber selber durch, und andere zeichnen das was sie sehen auch auf papier.

wie wird man schnell enttäuscht bei diesem hobby?

wenn man mit der falschen erwartung (von dem was zu sehen möglich ist) ein teleskop kaufe und das womöglich noch im stadtgebiet austeste und ich dann so gut wie nix sehe. das ist dann der punkt wo die meisten gleich das teleskop in den nächsten tagen danach wieder verkaufen ...

mein einstieg war mit einem 70/700 eduschotorpedo den ich auf willhaben ergattert hab, und der zeigt mir schon wie erwähnt einiges das mich fasziniert hat.

mit dem 90/1250 mak sah das ganze noch um einiges besser aus.

und aus heutiger sicht sag ich mal mit dem Newton 150/750 das sich Gilli besorgt hat ist er bestens bedient. und ja eines muss man jedenfalls - schmöckern, ob jetzt in büchern im web oder hier im forum, und fragen fragen fragen - dann kommt man auch schnell weiter - und noch wichtiger, man muß wie sonst im leben auch mit fehlschlägen leben lernen umugehen, und daraus wiederum lernen.

tja hört sich alles ganz einfach an Gilli, ist es zum teil auch und ich würde mir jetzt mal ein paar einfache objekte aussuchen und diese dann am nachthimmel versuchen zu finden, und deine beobachtungen kannst du uns ja in form eines kleinen "beobachtungsberichtes" mitteilen - von meiner seite als quasi neuling kannst du jederzeit hilfe erwarten, ich kann deine situation sehr gut verstehen :D

also dann, auf gehts!
lg Toni
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 20.05.2015, 20:19

Leute vielen Dank erst einmal für eure Tipps das hat mir bereits sehr weitergeholfen weil ich jetzt einen Anfangspunkt habe an dem ich mich orientieren kann.

@ Sharif und Toni ich werde mir eure Tipps zu Herzen nehmen (bin gerade dabei die Sternkarte zu studieren) und dann bei erster Gelegenheit wenn das Wetter wieder passt die ersten Objekte aufsuchen!

Toni dir möchte ich auch nochmal gesondert für die angebotene Hilfe danken, weiß ich sehr zu schätzen!

Also wenn ich es richtig verstanden habe reichen die beiden mitgelieferten Okulare erst mal aus ja?!


LG
Gilli

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 21.05.2015, 08:03

Für den Anfang auf jeden fall!

Fang zuerst nur mal mit dem 25er an, ist einfacher mit dem Auffinden :mrgreen:

Und nichts zu danken, wie gesagt ich bin erst seit 2013 aktiv in diesem Hobby - somit kann ich deine "Startschwierigkeiten" sehr gut nachvollziehen :D
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von mn2014 » 21.05.2015, 08:19

Zuerst einmal mit dem Material auskommen versuchen welches vorhanden ist. Zukaufen kannst später immer noch. Laß Dich dann einfach von den Profis bei Telekop-Austria beraten, oder suche den Kontakt zu anderen Hobby-Astronomen.

Stellarium installieren, ein paar Objekte aussuchen und daheim anpeilen versuchen. Derzeit bieten sich beispielsweise M3, M13, M51 und der Saturn an. Pack´ dann an einem anderen Tag die Gerätschaft ins Auto und fahre an einen dunklen Standort (Lichtverschmutzungskarte in Ö. im Internet suchen), um einen praktischen Vergleich zu erhalten, was so rein visuell möglich ist.

Ich nehme einmal an, Du hast eine unmotorisierte EQ3, oder EQ5? Bevor Du groß in optisches Zubehör investierst, solltest Du Dir überlegen, ob eine Motorisierung nicht sinnvoller wäre. Zu beachten ist auch, daß Du das Austarieren, Einnorden mit dem Polarscop, Star-Alignment, Justieren des Newtons und Nachführen im Griff hast.

Tja, und noch einmal....Bücher lesen. Der Deep Sky Reiseführer von Ronald Stoyan (Oculum Verlag) und Astro-Fotografie von Roland Störmer (Edition Profifoto) sind ein guter Einstieg.

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von visir » 21.05.2015, 08:30

So, und wo ist mein gerade abgeschickter Beitrag hinverschwunden? :x
Gilli hat geschrieben: Also wenn ich es richtig verstanden habe reichen die beiden mitgelieferten Okulare erst mal aus ja?!
Wenn sie den üblichen Bezeichnungen folgen und "Superplössls" sind (nicht genormte Bezeichnung, aber ein bissl was sagt es schon), dann ist das schon was, von dem Du zumindest "keinen Augenkrebs bekommst".
Dann ist die Standortfrage bereits interessanter (wie hoch, wieviel Licht rundherum). Erst bei guten Sichtverhältnissen zahlt sich z.B. ein 5mm-Okular zusätzlich aus.

Bessere Okulare sind dann in erster Linie eine Frage, wieviel Du in dieses Hobby investieren willst.

CS, Wolfgang
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 21.05.2015, 08:37

5mm sind für einen Anfänger der ev. noch manuell Nachführt - na ja wie sagen es wir - ned ganz easy :wink:

sorry die Kritische Bemerkung.
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von visir » 22.05.2015, 07:55

Rev.Antun hat geschrieben:5mm sind für einen Anfänger der ev. noch manuell Nachführt - na ja wie sagen es wir - ned ganz easy :wink:
Hab ich empfohlen, dass er sich unbedingt sofort eines kaufen soll?

(ich hatte von Anfang an was in der Gegend, weils dabei war - na, hab ich halt ständig nachdrehen müssen, wenn ich mir eingebildet hab, ich müsste es verwenden. Auf einer parallaktischen, halbwegs eingenordet, geht das ja leicht, im Gegensatz zu einem Dobson)

lg, Wolfgang
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 22.05.2015, 20:03

Hallo an alle!

Habe mir heute Stellarium installiert ein echt super Programm!

Die einfachsten Sternbilder habe ich mir bereits eingeprägt und finde mich schon ziemlich gut zurecht, mal sehen wie es dann in der Realität aussehen wird.

Was ich sehr beeindruckend finde, sind vor allem die Deep Sky Objekte wie z.B. der Reflektionsnebel "Jabbah" oberhalb des Skorpions. Ist es realistisch den Nebel mit meinem Teleskop in der Qualität zu sehen wie er im Programm dargestellt wird auch mit Farbe? (unter den vorausgesetzten Bedingungen natürlich). Dieser ist dort nämlich bereits mit einem 10mm Okular sehr gut zu erkennen.

Der Jupiter oder Saturn zum Beispiel erscheinen mit den Werten wie sie mein Teleskop aufweist sehr winzig im Programm, etwas anders als auf binoviewer, da erkennt man wesentlich mehr.

@Wolfgang: bzgl. des Investments in die Okulare bin ich eigentlich ziemlich offen, sprich bereit auch höhere Beträge zu investieren wenn es sich auszahlt. Aber vorerst beherzige ich eure Empfehlungen und komme mit dem Inventar aus welches ich habe.

Freue mich schon sehr auf die nächste Beobachtungsnacht und werde danach berichten.

LG
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von iamsiggi » 22.05.2015, 22:30

Gilli hat geschrieben: Die einfachsten Sternbilder habe ich mir bereits eingeprägt und finde mich schon ziemlich gut zurecht, mal sehen wie es dann in der Realität aussehen wird.
Am Anfang ist es so, dass es einfacher ste, wenn du wenige Sterne erkennen kannst, dann wirst du bald die "Bilder" sehen können. Je mehr Sterne du siehst, desto verwirrender wird es Anfangs.
Für mich war der Wintersternhimmel der Einstieg, weil man da sehr markante Objekte (Orion, Stier, Sirus / Bedelgeuze , Plejaden, Aldebaran) hat. Dann kann man sich schnell Weiterhandel auf Castor/Pollox, Prokyon...... Das war halt vor ein paar Monaten.
Vor 2-3 Jahren hab ich dann da ich Wochendende am Land verbringe einfach ein paar Fotos 8-15 sec gemacht - und mir dass dann in aller Ruhe am PC durchforstet und den Sommersternhimmel kennen gelernt. Jetzt schau ich hin und finde selbst kleine Sternbilder ......

Das heißt jetzt aber nicht, dass ich sie einfach mit meinem Teleskop finden würde...... Zum Glück hab ich GoTo :)

aber siehe mein "1st Light" vorigen August:
http://www.austrianaviationart.org/cms/ ... telescope/


i
Was ich sehr beeindruckend finde, sind vor allem die Deep Sky Objekte wie z.B. der Reflektionsnebel "Jabbah" oberhalb des Skorpions. Ist es realistisch den Nebel mit meinem Teleskop in der Qualität zu sehen wie er im Programm dargestellt wird auch mit Farbe? (unter den vorausgesetzten Bedingungen natürlich). Dieser ist dort nämlich bereits mit einem 10mm Okular sehr gut zu erkennen.
i
Ich hab mich vor Anschaffung eines eigenen Teleskops in mehreren Ansätzen im Internet informiert. Auch das für und wider und die oftmaligen Enttäuschungen der visuellen Möglichkeiten sind mir bekannt gewesen und waren relativ klar. Daher habe ich mir die bestmöglichen Voraussetzungen für einen Astrofotografieeinstieg geschaffen.

Die Bilder in Stellarium verwende ich, um abschätzen zu können ob sie in _meinem_ derzeitigen Bereich liegen oder nicht. Als Anhaltspunkt habe ich meine eigenen Bilder. Visuell sehe ich da sehr viel weniger..... als eine heutige Digikam in 10 Sec Aufnamezeit sehen kann. (Bei Deep Sky).

Das Dir schon vorher empfohlene Buch von Roland Stoyan "Deep Sky Reiseführer" versucht hingegen, die Bilder so zu zeigen, wie sie dir Visuell bei verschiedenen Vergrößerungen erscheinen können.
Da muß ich selbst sagen, so gut sind meine Augen oft nicht ! Die müssen vorher so 20min an die Dunkelheit angepasst sein, und je dunkler der Himmelshintergrund desto einfacher. Meist mache ich bei Deep Sky Objekten nur mehr Fotos, weil ich durchs Okular so gut wie nicht erkennen kann, außer ein kleines nebeliges Etwas, zumindest nehme ich mir aber auch nicht die Zeit, ein solches Objekt mehr als 1-2 Minuten zu beäugen.

Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse, weil ich es vorher noch nie selbst gesehen hatte war der M13 - wie beschrieben bei "meinem 1st light".

Hier hab ich den M13 etwas besser beschrieben:
http://www.austrianaviationart.org/cms/ ... e/deepsky/

Versuche mal, den zu finden! Dann hast du eine Referenz, was du sehen kannst und wie es in Stellarium abgebildet ist.

Mittlerweile habe ich ein besseres Bild auf Astrobin geladen und ich kann es wohl schon wieder besser ;) Aber Zugunsten von schwierigeren aber schlechter erreichbaren Objekten, wiel sonst das Zeitfenster der guten Sichtbarkeit zu geht, hab ich derzeit andere DS Sachen im Visier gehabt. Es ist ein fortwährendes lernen!

Auch sehen muss man lernen!
Ansonsten kann mal die Visuell eindrückliche Objekte mit unseren "üblichen" Teleskopen an einer Hand abzählen.... Als "visuell eindrücklich" meine ich jetzt, dass man damit auch einen absoluten Laien beeindrucken kann.

Wie sagte schon J.W.Goethe: "Man sieht nur das, was man weiß" Wenn das Wissen da ist, findet man auch zwei Lichtpunkte die man gerade mal so erkennen kann, aufregend !

Und das ist gut so!!!

Der Jupiter oder Saturn zum Beispiel erscheinen mit den Werten wie sie mein Teleskop aufweist sehr winzig im Programm, etwas anders als auf binoviewer, da erkennt man wesentlich mehr.
Die sind auch relativ "Klein". Visuell sehe ich da aber Aufgrund unserer eigen internen "Bildverarbeitung" mehr als ich auch einem Einzellbild mit der Digikam sehen kann....


Viel Spaß bei Deinen Entdeckungen !!!
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von visir » 23.05.2015, 14:31

Gilli hat geschrieben: Was ich sehr beeindruckend finde, sind vor allem die Deep Sky Objekte wie z.B. der Reflektionsnebel "Jabbah" oberhalb des Skorpions. Ist es realistisch den Nebel mit meinem Teleskop in der Qualität zu sehen wie er im Programm dargestellt wird auch mit Farbe? (unter den vorausgesetzten Bedingungen natürlich). Dieser ist dort nämlich bereits mit einem 10mm Okular sehr gut zu erkennen.
Ohne jetzt in Stellarium nachgesehen zu haben...
Und hier gleich die große "Ent-Täuschung": Farbe kannst Du Dir visuell bei deep sky generell abschminken. Zu wenig Licht, als dass die Farbrezeptoren Deines Auges angesprochen werden. Bei allem, was nicht Stern ist, musst Du froh sein, wenn Du es überhaupt siehst. Die Andromeda-Galaxie (eines der größten DS-Objekte am Himmel, bei 20mm oder so schon Okular-füllend) ist selbst bei einem Teleskop mit doppeltem Durchmesser grad mal ein runder Nebelschleier mit hellem Zentrum.
Wie gesagt: die Astrobilder sind alle extrem überhöht.

CS, Wolfgang
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von mn2014 » 29.05.2015, 08:35

Gilli hat geschrieben:
Was ich sehr beeindruckend finde, sind vor allem die Deep Sky Objekte wie z.B. der Reflektionsnebel "Jabbah" oberhalb des Skorpions. Ist es realistisch den Nebel mit meinem Teleskop in der Qualität zu sehen wie er im Programm dargestellt wird auch mit Farbe? (unter den vorausgesetzten Bedingungen natürlich). Dieser ist dort nämlich bereits mit einem 10mm Okular sehr gut zu erkennen.
"Jabbah" habe ich selber noch nicht angepeilt; werde ich ´mal probieren, wenn es die Zeit zuläßt. Was die rein visuelle Sichtbarkeit betrifft bin ich aber skeptisch. Das Objekt steht sehr tief und ist daher tendenziell eher schwierig auszumachen (Turbulenzen in der Atmosphäre, Dunst, Lichtverschmutzung). Nimm´ Dir am Anfang lieber hochstehende Objekte vor. Ringnebel in der Leier, Crescentnebel im Schwan und die schon mehrfach erwähnten Kugelsternhaufen. Farbe kannst Du visuell bei den Nebeln vergessen. Da muß schon eine Kamera ´ran. Die Bilder in Stellarium sind auch nur Fotos (nicht ´mal besonders gute, wie ich finde). Das Nette an Stellarium ist einfach, daß man schnell einen Überblick der wichtigsten Objekte erhält, welche sich zu einer bestimmten Zeit in einer Himmelsgegend befinden. Saturn hab´ ich gestern kurz visuell beäugt (allerdings nur mit dem 72er Apo). Mal schauen, ob es die nächsten Tage zulassen die große Gerätschaft aufzubauen und Videoaufnahmen davon zu machen (letztes Jahr war die Ausbeute mangelhaft; vielleicht geht´s heuer besser).

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Welser2011
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Welser2011 » 02.06.2015, 16:31

Visuell darfst Du dir nie viel erhoffen! Ist die erste Regel, alles drüber bereitet dir Freude 8)



LG.

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Man kann es so oder so machen. Ich bin für so.

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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 16.06.2015, 15:43

Hallo an alle!

Habe jetzt schon ein paar Beobachtungsabende hinter mir an denen ich mir den Mond, Jupiter, Saturn und die Venus angesehen habe.
Es war extrem beeindruckend!!! Vor allem der Saturn! Der Ring war sehr deutlich zu erkennen (und das schon mit meinen billigen Okularen bei 75x Vergrößerung, bzw. 150x mit der Barlow).

Aber bei Deep Sky Objekten war der Spaß dann vorbei .. War nichts zu finden Objekte wie z.B. den Nebel in der Leier - Keine Chance! Habs mehrmals versucht an dem Abend aber leider .. Vl. hat jemand nen Tipp wie man am besten nach Deep Sky Objekten suchen kann wäre super.


LG
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Rev.Antun » 17.06.2015, 07:58

hmm, was hast du jetzt für ein teleskop - hab ich irgenwo den faden verloren :cry:
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von iamsiggi » 17.06.2015, 09:12

Hallo Gilli,
Habe jetzt schon ein paar Beobachtungsabende hinter mir an denen ich mir den Mond, Jupiter, Saturn und die Venus angesehen habe.
Es war extrem beeindruckend!!!
Kein Wunder, weil dies Objekte sehr hell sind. Selbst mit meinem 200/800er sieht man am Einzelfoto eher weniger als ich visuell sehe, selbst mit wenig Übung. Da "rechnet" das Auge das flimmern der Luft bei den großen Vergrößerungen recht gut heraus.
das schon mit meinen billigen Okularen bei 75x Vergrößerung, bzw. 150x mit der Barlow).
Um sehr sehr viel besser sind dann teurere wohl auch nicht mehr, es werden nur (für den Ungeübten) Nuancen sein. Die Luftunruhe macht den größten Teil der Unschärfe aus. Was du hinten nicht rausbekommts, sei es Luftunruhe, nicht gut justiere Optik kannst du hinterher nicht mit besten Okularen wettmachen.

Das ist so wie in der Fotografie: Die Sensoren sind mittlerweile sehr gut, aber die Objektive die viele kaufen, geben es nicht her, weil die wirklich guten sind einfach sehr teuer ...so ab 1000 Euro! Bei mir kostet alleine der 1,4x Telekonverter 500,- - dafür kann ich bei den dafür eingesetzten Pro und TopPro Optiken auch nicht sehen, dass da einer dazwischen war.

Aber bei Deep Sky Objekten war der Spaß dann vorbei .. War nichts zu finden Objekte wie z.B. den Nebel in der Leier - Keine Chance!
Ich bin da auch eher ungeübt, mit meinem 200/800 sehe ich da bloß nach etwas schauen ein blasses Kringerl. Dazu hat man einfach zu wenig Licht, als das es farbig wäre. Dank GoTo und einem guten Allignment samt Scharf stellen, wusste ich aber auch, wo ich etwas zu erwarten hatte. Ohne Ortskenntniss stell ich mir es für den Anfang schon schwer vor. Besucht man die Objekte öfter, kann man sich merken, wo die Dinger zu suchen sind.
Es ist einfach eine Frage der Lichtmenge, die du Deinem Auge zuführen kannst. Nicht umsonst sagt man: "Ab 200mm öffnet sich der Himmel".
Gilli hat geschrieben: hat jemand nen Tipp wie man am besten nach Deep Sky Objekten suchen kann wäre super.
Such mal nach Fernglasobjekten und Astronomie da gibt es einige Webseiten dazu. Das Buch wo beschrieben wird, was man in etwa sehen kann mit kleinem Gerät wurde ja schon weiter oben erwähnt!

Was auf jedenfalls gehen wird, und wohl nach ca. 30 Sekunden beobachten ein A ha Erlebnis geben sollte: M13 im Herkules.
Da liegen einige Sterne, Doppelsterne und Sternhaufen in Deinem Bereich. Alleine das ist schon eine Aufgabe, enge Doppelsterne trennen zu können.
--
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Überläufer
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Überläufer » 17.06.2015, 16:14

Gilli hat geschrieben: Vl. hat jemand nen Tipp wie man am besten nach Deep Sky Objekten suchen kann wäre super.
Gilli
Ich glaube, Du suchst nach der Star-Hopping-Methode. Dazu brauchst Du eine Karte (oder ein Programm wie Stellarium). Du kannst z.B. bei Stellarium zuerst nach Deinem Objekt suchen und dann die Ansicht vertikal und horizontal spiegeln und etwas in die Ansicht hineinzoomen. Dann suchst Du Dir auf der Karte (diese ev. auch kopfüber halten) einen größeren Stern in der Nähe Deines Objektes, den Du mit freiem Auge erkennen kannst. Richte Deinen Sucher danach aus. Checke, ob Du ihn auch schon im Okular sehen kannst. Meist ist das der Fall. Bringe den Stern im Okular in die Mitte, korrigiere ev. den Sucher mit den zwei Stellschrauben, sodass der Stern an der Fadenkreuzkreuzung liegt. Dann vergleichst Du das Bild im Sucher mit dem auf der entsprechenden Karte. Versuche, in kleinen Schritten einen Weg vom Ausgangsstern zu Deinem Zielobjekt zu finden. Vergleiche oft die Karte mit dem Sucherbild. Manchmal musst Du kleinere Schritte mit einem Übersichtsokular machen, falls gerade wenig Sterne im Sucher sichtbar sind. Die Schritte sollten nicht (viel) größer sein, als das sichtbare Feld im Sucher bzw. Okular. Der Ringnebel war bei mir als ganz kleines Ringelchen im 150/750er Newton zu sehen, ähnlich einem winzigen Zigarettenrauch-Ring. Allerdings war er für mich als Anfänger relativ schwer zu finden, da die Region zwischen den Lyra-Hauptsternen nicht so dicht besiedelt ist.
Für mich war es schon interessant, dass es da draußen Formen gibt, die außen hell und in der Mitte dunkel sind.
Was derzeit auch relativ beeindruckend für mich ist, sin die Wildenten. Die sind auch etwas leichter zu finden, finde ich. Wenn man länger hinsieht, fängt dieser Nebel an zu funkeln und man glaubt, einzelne winzige Sterne zu erkennen.
Was ebenfalls derzeit schön anzusehen ist, ist IC4665. Der ist auch relativ leicht zu finden. Dieser offene Sternhaufen leuchtet recht schön, die Sterne sind groß genug und das Koma des Newtons verleiht dem Anblick (ungewollt) auch eine Art Dreidimensionalität.
Beim Star-Hopping merkt man, dass es da draußen viel Nichts gibt und dazwischen Etwas. Bei einem Goto-System sieht man "nur" die Objekte - praktisch, wenn die Zeit zum Fotografieren knapp ist, aber für visuelles Betrachten bevorzuge ich die goto-losen Montierungen.

Gilli
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Re: Welche Okulare für Skywatcher Newton 150/750

Beitrag von Gilli » 26.06.2015, 00:20

@überlaufer danke dir vielmals werde deine tipps beim nächsten mal gleich berücksichtigen und dann davon berichten!

Liebe Grüße

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