Einstieg in die Astronomie

Was Du schon immer wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest...
Antworten
herbiee
Beiträge: 4
Registriert: 06.02.2018, 15:06

Einstieg in die Astronomie

Beitrag von herbiee » 15.02.2018, 23:12

Liebe Astrocommunity!

Meine Frau und ich haben beschlossen in die praktische Astronomie einzusteigen.

Wir haben vor kurzem ein gebrauchtes Celestron SC6 152/1500 mit einer Advanced GT (Goto) Montierung erstanden. Dazu gab es eine Taukappe, einen Zenitspiegel und ein TS-WA 26mm/70° 2"-Okular. Außerdem haben wir uns einen 12V/7,2Ah Akkku plus Ladegerät und eine Prismenschiene - um die Kamera vorläufig aufs Teleskop zu montieren. (Wir haben eine Canon EOS 1100D und eine Sony Alpha 68)
Wir wissen, dass wir noch viel Zubehör brauchen werden und das das einiges kosten wird. Da unsere finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt sind, werden wir das nötige Zubehör nur nach und nach kaufen können. Als erstes werden wohl zusätzliche Okulare und der eine oder andere Filter nötig sein. Zum Zubehör habe ich ein paar Fragen.

Okulare:
Wir haben derzeit ein TS-WA 16mm/70° 2“ Okular, benötigen also noch ein paar andere Bennweiten.
Wir haben uns auch Zoom-Okulare angesehen.
Interessant finden wir das Baader Hyperion Mark IV 8-24mm Zoomokular.
Sind Zoomokulare zu empfehlen? (Konkret das vorhin genannte)
Bei welchen Brennweiten sind echte 2“-Okulare besser?

Filter:
Ich bin bis jetzt aus den Empfehlungen für Filter noch nicht ganz schlau geworden. Mal wird CLS empfohlen; mal UHC (die verschiedenen Ausführungen davon), H-Alpha, H-Beta, OIII; Es gibt UV/IR-Sperrfilter aber auch IR-Passfilter; und dann kommen noch die Farbfilter dazu. (Bestimmt gibt’s noch einige mehr.) Wenn wir uns alle kaufen würden würde das sehr teuer werden.
Welche sind für den Anfang am notwendigsten? (wahrscheinlich CLS, oder UHC, tippe ich mal)

Noch eine wichtige Frage zu Filtern:
Wie wichtig ist es den Kamerafilter auszutauschen? Und wie riskant ist es, dies selbst zu machen?
Wenn tauschen, soll ein anderer UV/IR-Sperrfilter rein oder nur ein Glas? Bei Glas würde ich dann wohl für „normale“ Aufnahmen einen Sperrfilter brauchen?

Welche Art von Filtern würdet Ihr empfehlen? 1,25“, 2“, ungefasst, Clip-in?

Reducer:

Ich weiß schon, dass wir für Astrofotografie einen Reducer brauchen. Oft wird ein 0,63 empfohlen und ich habe gesehen, dass die angebotenen meist zwischen 0,63 und 0,85 liegen. Sind diese besser als 0,5 der ja bei uns die Brennweite auf 750mm reduzieren würde?
Und brauchen wir dann bei unserem SC zusätzlich noch Korrektoren?

Und dann habe ich noch die Bahtinov-Masken entdeckt.
Wie sinnvoll sind diese zum scharfstellen?

Schon im Voraus vielen Dank für Eure Tipps.
Es werden sicherlich auch noch andere Fragen auftauchen, aber dies wäre für’s Erste mal genug.

Grüße herbiee

deepsky
Beiträge: 37
Registriert: 11.05.2010, 20:51

Re: Einstieg in die Astronomie

Beitrag von deepsky » 17.02.2018, 21:38

Servus herbiee!

Es freut mich, dass ihr beide zu dem großartigen Hobby gefunden habt und dieses offensichtlich gemeinsam "betreibt", was höchstwahrscheinlich einiges an Beziehungsproblemen vorbeugt... ;)

Eines mal vorweg: Es gibt zu den diversen Themen unglaublich viel Literatur und Beiträge auch online zu lesen. Für den Einstieg ist es nie verkehrt, sich über die facettenreiche Amateurastronomie schlau zu machen - angefangen über die verschiedenen Instrumententypen bis hin zu, was es alles am Himmel zu sehen gibt und wie man es findet.

Außerdem möchte ich euch nahelegen, sich mit anderen Leuten kurzzuschließen, alleine schon um sich beim Einstieg helfen zu lassen und ggf. auch verschiedenes Equipment ausprobieren zu können. Es gibt in Österreich genug Astronomievereine, die man durch googeln ohne weiteres findet. Auch ein direkter Händlerkontakt wäre nicht verkehrt, damit man sich persönlich einen Eindruck über das, was man kaufen möchte, schaffen kann.

Die meisten Kollegen kaufen sich "nach und nach" Zubehör, alleine schon deshalb, da man am Anfang ja noch nicht weiß, wohin man mit dem Hobby eigentlich möchte.

Bezüglich Okulare:
Mit einem einzigen Okular, in eurem Fall ein 16mm, kommt man nicht sehr weit. Wie du schon angesprochen hast, gibt es auch Zoom Okulare, wobei das erwähnte Baader Hyperion Zoom (8-24mm) für das Geld eine sehr gute Leistung abliefert. Ich selbst besitze auch eines und möchte es nicht mehr vermissen. Ich selbst verwende es hauptsächlich an meinen Refraktoren, habe es aber noch nie bei 1500mm Brennweite eingesetzt.
Der höhere Vergrößerungsbereich von 62.5 - 187.5 wäre in eurem Fall damit abgedeckt, was vor allem bei Mond und Planetenbeobachtung Sinn macht.
Wenn man nun größere Felder am Himmel, bei geringerer Vergrößerung beobachten möchte, bräuchte man ein Okular mit mehr Brennweite und hier komme ich auch gleich zu deiner 2"-Okular Frage. Zur Zeit üblich in der Amateurastronomie sind 1,25" und 2" Okulare, wobei 2" Okulare, aufgrund des größeren Einsteckdurchmessers die Möglichkeit einer größeren Feldblende bieten, was bedeutet, dass man größere Brennweiten bei größerem Gesichtsfeld realisieren kann. Also letztendlich eine kleinere Vergrößerung und gleichzeitig einen größeren Himmelsaussschnitt, den man sehen kann. Es kommt aber auch auf das Design des Okulars an, was dann wirklich realisierbar ist.
Daher würde ich es für sinnvoll halten, sich auch ein langbrennweites 2" Okular zuzulegen, damit man auch mit geringerer Vergrößerung beobachten kann.
Welche Okulare hier zu empfehlen sind, kann ich nicht aus Erfahrung sagen, da ich selbst noch kein SC-Teleskop besessen habe. Aufgrund des langsamen Öffnungsverhältnisses (f/9.868) gehe ich aber davon aus, dass die Wahl es Okulars nicht so kritisch ist, wie bei "schnelleren" Teleskopen.

Nun zu den Filtern:
Ja, es gibt eine große Palette an Filtern - für visuelle und fotografische Zwecke.
Ich würde euch aber erstmal empfehlen, in das Hobby hinein zu kommen und zu beobachten. Also sich erstmal orientieren zu können und Erfahrungen mit dem Beobachten sammeln, weil man danach weiß, was man möchte.
Das trifft auch für die Modifizierung der Kamera zu. So weit ich weiß, würde man hier einen anderen Filter einbauen, der sehrwohl noch einen gewissen Teil des (nicht sichtbaren?) Lichts blockt, aber eine andere Filterbandbreite hat - aber dazu weiß ich ehrlich gesagt nichts genaues. Dazu müsste ich jetzt selbst recherchieren.
Dennoch gilt auch hier: Zuerst ausprobieren. Ich würde mit der unmodifizierten Kamera Fotos machen um die ersten Schritte zu erlenen, wie man "saubere" Fotos macht. Wenn man dann zu dem Schluss kommt, eigentlich keine Astrofotografie betreiben zu wollen, dann hat man nicht unnötigerweise den Filter umbauen lassen. Ob es dann auch Einschränkungen für die "normale Fotografie" gibt, kann ich, wie vorhin erwähnt, auch nicht sagen.

Zu den Reducern kann ich ebenfalls nicht viel sagen, außer dass das Öffnungsverhältnis letztendlich kleiner wird. Es könnte aber in eurem Fall sein, dass das dann, vor allem bei einem 0,5 Reducer, zu einer erheblichen Vignettierung führt. Einfach mal nach dem Begriff googeln...

Zur Bahtinov-Maske: Ich selbst habe eine für einen Refraktor und finde, dass man damit sehr gut scharfstellen kann (für die Fotografie).

Ich hoffe, ich konnte euch für den Anfang weiterhelfen. Falls irgend etwas unklar sein sollte oder neue Themen auftauchen, bitte einfach (nochmal) fragen!

Viele Grüße
Daniel

Benutzeravatar
nonsens2
Austronom
Beiträge: 1371
Registriert: 14.07.2010, 13:01
Wohnort: Wien

Re: Einstieg in die Astronomie

Beitrag von nonsens2 » 18.02.2018, 23:18

Hallo Herbie!

Willkommen bei diesem sehr ausfüllenden Hobby.
Ein SC ist an sich ein spezielleres Gerät. Es hat eine geringes Öffnungsverhältnis, was bei dunklen Objekten schon am Limit ist. Allerdings gibt es trotzdem viel damit zu beobachten. Ich verwende ebenfalls ein SC, welches eine Nummer größer ist. Wegen seiner Bauweise und der dadurch bedingten recht langen Brennweite verwende ich es neben der visuellen Beobachtung vorwiegend zur Fotografie der Objekte des Sonnensystems (Sonne, Mond und Planeten).

Zum Thema Okulare ziehe ich, gegenüber Daniel, Festbrennweiten mit 68° Scheinbarem GEsichtsfeld vor. Der Vorteil ist ein recht großes Feld, welches Spaziergänge zuläßt. der Nachteil besteht darin, dass man mehrere Okulare benötigt und natürlich häfiger wechseln muss. Wasmanverwendet ist eine Philosophie- und Ansichtssache. Falsch ist hierbei nichts. Um herauszufinden was man möchte hilft nur ausprobieren. WEnn möglich geht mal zu einer Starparty, welche von verschiedenen Organisationen angeboten werden (zu finden im Netz) und seht Euch mal um. Man wird Euch bei solchen Veranstaltungen durch einige Geräte durchsehen lassen. Wenn Ihr wißt was Euch zusagt könnt Ihr zur Anschaffung schreiten.
Wie schon Daniel beschrieben hat ist Euer Rohr recht unkritisch bei der Okularwahl. Die Newtons mit schnellem Öffnungsverhältnis (F5 oder schneller) sind da deutlich empfindlicher bei der Abbildung am Rand. Mein Satz besteht aus folgenden Brennweiten in Millimetern: 5, 8, 9, 13, 24, 26, 40. 26 war bei der Erstausstattung dabei und das 9er wurde aus Qualitätsgründen durch das 8er ersetzt. Die heutigen Zoomokulare haben recht gute Kritiken, so dass man sie natürlch empfehlen kann.

Zum Thema Filter kann ich Euch nur zu einem raten, nämlich zu einem Dämpfungsfilter (grau 0,9) zur Mondbeobachtung. Ohne ist es sehr unangenehm ihn zu beobachten und Ihr werdet Euer Rohr drauf richten. Ich verwende visuell kaum Filter; gelegentlich einen OIII Filter für Nebel, bringt besonders unter einem hellen Stadthimmel einiges. Einen CLS Filter habe ich ebenfalls mal besorgt um das Kunstlicht wezufiltern, verwende ihn aber nicht, da er die Farben verfälscht und die Sterne eher blälich bis leicht grünlich erscheinen läßt. Auch dies ist Ansichtssache. Einne UHC habe ich noch nicht verendet. Farbfilter für die Planetenbeobachtung besitze ich ebenso, verwende sie ebenfalls recht selten.

Fotografisch würde ich am Anfang an den Kameras nichts ändern. Macht Eure ersten Gehversuche mit den Geräten so wie sie sind. Schon der Anfang ist eine gewaltige Herausforderung bis man alles so halbwegs im Griff hat. Der Apetit nach mehr kommt von selbst und dann wisst Ihr aber schon in welche Richtun Ihr Euch entwickeln werdet (Deep Sky, Sonne, Mond, Planeten, Kometen, Stenrhaufen, Nebel und was auch immer sich da draussen herumtreibt. Begonnen habe ich mit der mitgelieferten Planetenkamera und mittlerweile habe ich meine Sammlung auf drei verschiedene Modelle (monochrom und farbe)und eine DSLR aufgestockt. Mal sehen wohin es mich treibt. Derzeit befasse ich mich vorwiegend mit Sonne (Weißlicht, Ca-K und H-Alpha) undgelegentlich Mond und Planeten. Nebel kann ich wegen der schlechten Lichtverhältnisse nicht machen, hierzu müßte ich in eine monochrome Kamera mit Schmalbandfilter investieren und da bin ich mir derzeit noch nicht sicher.

Bahtinov Masken sind gut zum Scharfstellen, haben eher in der Fotografie ihre Berechtigung.

Vom 0,5 Reducer muß ich abraten. Der macht nur Probleme. Ansonsten finden auch diese eher in der Fotografie ihre Berechtigung. Visuell wird man die Vergrößerung mit dem Okular anpassen und desto weniger optische Elemente sich im Strahlengang befinden, desto besser. Auch hier würde ich abwarten und einen für die SCs gerechneten 0,8 bis 0,67 verwenden.

Wie Ihr seht hier entwickelt sich alles mit der Zeit. Man kann immer alles mögliche anschaffen und es wird auch Fehlgriffe geben.


Ich hoffe ich konnte Euch bei der Entscheidung ein wenig helfen.
CS aus Wien
Grüße Niki

Peda F-Wallner
Beiträge: 62
Registriert: 09.07.2016, 15:05
Wohnort: Wien/Neukirchen am Großvenediger
Kontaktdaten:

Re: Einstieg in die Astronomie

Beitrag von Peda F-Wallner » 20.02.2018, 08:57

Hallo Herbie, ich bin auch kein SC Besitzer - aber schließe mich den anderen an: Bevor ihr kauft, überlegt euch was euch besonders interessiert: Planeten? (hohe Brennweite) eher deepsky? Eher großflächige Sternhaufen (geringere Brennweite) oder kleine planetarische Nebel oder Kugelsternhaufen? Mir persönlich gefallen Fotografien von Newtons eher - bei SC-Teleskopen ist durch die meist hohe Brennweite das Seeing (die Unruhe der Luft ) für eher schwammig wirkende Sterne verantwortlich. Beim Okularkauf aufpassen wegen dem Verhältnis von Blickfeld in °Grad zu Brennweite in Millimeter. So werden öfters kurzbrennweitige Okulare (zb 12mm) mit Superweitwinkel von zb. 110° angeboten, den gleichen Bildausschnitt kannst du mit einem wesentlich langbrennweitigem Okular (40mm) und einerem geringeren Blickfeld bekommen, das aufgrund des geringeren weitwinkels viell. nicht so teuer ausfällt. Am besten erklärt das hier ein Profi (Erik Wischnewski) in dem Video:

finde seine Videos generell gut, er erzählt über Astronomie, Hobbybeobachtung und eine gute wissenschaftl. Einführung für uns Laien!

https://www.youtube.com/watch?v=oMUNJ07d-N4

liebe Grüße,
Peter
Skywatcher PDS 130/650 Newton,
EQ6 modifiziert (Zahnriehmen, Polhöhenschrauben), GPU Komakorrekor,
lacerta mgen II, Canon Eos 550d(a);

Antares
Beiträge: 79
Registriert: 03.01.2008, 12:35
Wohnort: West-Steiermark

Re: Einstieg in die Astronomie

Beitrag von Antares » 20.02.2018, 19:20

So werden öfters kurzbrennweitige Okulare (zb 12mm) mit Superweitwinkel von zb. 110° angeboten, den gleichen Bildausschnitt kannst du mit einem wesentlich langbrennweitigem Okular (40mm) und einerem geringeren Blickfeld bekommen, das aufgrund des geringeren weitwinkels viell. nicht so teuer ausfällt.
Verstehe den Sinn hinter dieser Aussage nicht.
Ich sehe das genau umgekehrt. Um bei deinem Beispiel zu bleiben, mit einem 12mm Okular mit 110°sGF sehe ich das gleiche Feld am Himmel wie mit einem 40mm und 33° sGF. Wenn man ein 200mm f6 Teleskop als Basis nimmt, bekommt man ein wahres Gesichtsfeld von 1.1° und Vergrößerungen von 30x(40mm) und 100x(12mm).
Beim 12mm ist das Bild also ca. 3x größer. Somit macht das 40mm meiner Meinung keinen Sinn mehr. Da zwar das Feld das gleiche ist aber eben viel kleiner (totaler Tunnelblick). Meiner Meinung ist bei diesem Beispiel daher das 12mm dem 40mm vorzuziehen. Das da preislich ein Faktor 10-20 dazwischensteht ist eine andere Sache. Das Beispiel ist aber auch extrem!
Das 40mm hätte den Vorteil das es die Optik, bei flächigen Objekten, perfekt ausnutzen (AP 6.7mm) aber 30°sGf macht keinen Spaß. Ich habe mir zu Beginn mal ein 40mm mit ich glaube 40°sGF besorgt, weil ich noch keinen 2" OAZ hatte. Würde ich nie wieder machen. Der war zwar billig, war aber auch nicht lange in Gebrauch.

Ich kann nur zu Weitwinkelokularen raten, mir kommt nichts anderes mehr ins Haus. Superweitwinkel muss es jetzt aber auch nicht unbedingt sein, obwohl ich gerne mal durch eines durchsehen möchte.

schöne Grüße,
Bernhard

herbiee
Beiträge: 4
Registriert: 06.02.2018, 15:06

Re: Einstieg in die Astronomie

Beitrag von herbiee » 20.02.2018, 21:31

Hallo Alle zusammen!

Erst mal vielen Dank für Eure Tipps und Hinweise.
Ihr habt vollkommen recht mit Euren Ratschlägen, und einiges haben wir uns auch schon vorgenommen bzw. getan.
So werden wir uns bei der "Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie" (WAA) anmelden, die - wisst Ihr wahrscheinlich schon - mehrmals im Monat Treffen auf der Sophienalpe (Wienerwald) veranstalten um gemeinsam zu beobachten und dabei auch verschiedenes Equipment kennenzulernen. Wir besuchen seit einem halben Jahr bereits Astronomie-Vorträge (von der VHS) und wollen auch solche zu praktischer und Hobby_Astronomie besuchen, welche auch von der WAA angeboten werden.
@Peter: In den Youtube-Kanal von Erik Wischnewsky habe ich gleich mal reingeschaut und habe bemerkt, dass wir sein Buch zu dem er die Videos macht schon zu Hause haben. Ich finde es wirklich super, dass es zu diesem wirklich sehr interessanten und informativen Nachschlagewerk Videos gibt, in denen viele Kapitel anschaulich erklärt werden. Sowohl das Buch (ca. €90) als auch den Youtube-Kanal finde ich äußerst empfehlenswert (nicht nur für HobbyastronomInnen).
Ich war auch schon in einem Astronomieshop in Wien zwecks Beratung. Das war aber noch bevor wir unser Teleskop erstanden haben. Damals tendierten wir auch zueinem 6"-8" Newton mit einer EQ5 Montierung. Dann fanden fanden wir aber dieses gebraucht SC inkl. Goto um den gleichen Preis und habe uns dafür entschieden. Wir werden aber wieder hingehen und werden bestimmt eine gute Beratung bekommen, auch wenn wir unser Teleskop nicht dort gekauft haben.
Mit dem Hinweis auf's Üben und Ausprobieren habt Ihr natürlich auch recht. Wir hatten schon vor unserem Teleskopkauf Versuche mit dem Fotoapparat gemacht, die verschiedensten Kameraeinstellungen ausprobiert und festgestellt, dass das nicht so einfach ist. Die gleiche Erfahrung haben wir mit der Nachbearbeitung gemacht.
Momentan haben wir ja genug Zeit weiter zu schmökern und uns zum Beispiel mit der Steuerung besser vertraut zu machen, da es ja zur Zeit leider nichts zu sehen gibt.
Falsch! Sonntag Nacht um 1/2 1 haben wir größere Löcher in der Wolkendecke entdeckt und sofort das Teleskop aufgebaut. (Die Optik hatten wir aufgrund der Wettervorhersage schon am Abend am Balkon gelegt.) Ohne Teleskop waren Arktur und noch vier andere Sterne zu sehen.(Am ganzen Himmelsauschnitt, den wir vom Balkon einblicken können.) Durchs Teleskop habe ich dann ca. 10 Sterne gezählt. (Und das nur mit der Einstellung Richtung Arktur.) Da war schon faszinierend und lässt erahnen um wieviel mehr wir bei guten Voraussetzungen selbst vom Balkon im 16. Bezirk noch sehen werden. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr und wir erwarten schon sehnsüchtig den Frühling, da es dann auch angenehmer ist die Nacht im Freien zu verbringen.

Danke auch für Eure Meinungen zu den Okularen, Filtern und übrigen Zubehör. Wir nehmen Euren Ratschlag zuerst verschiedenes auszuprobieren auf und werden nicht voreilig ein paar Hundert Euro für Zubehör ausgeben, das wir dann vielleicht gar nicht brauchen.
Auch bezüglich Astrofotografie probieren wir erstmal aus. Haben ja auch schon begonnen Fotos ohne Teleskop zu machen, da wir auch noch keinen Kameraadapter gekauft haben. Der wird aber recht bald kommen um auch erste Fotoversuche damit zu beginnen

Zum Hinweis, dass es viel im Netz zu lesen gibt.
Wir haben schon sehr viel gelesen. (In Büchern und im Netz) Bei diversen Shops, auf Herstellerseiten, in Foren und auf privaten Seiten. Es sind halt sehr viele Informationen und oftmals viele verschiedene Meinungen. Nicht, dass wir nicht glauben, was wir so lesen, aber es ist halt doch was anderes, wenn man persönliche Meinungen zu konkreten Fragen erhält. Ich schaue auch recht viel in diesem Forum und habe schon entdeckt, dass es zu unseren Themen auch spezielle Threads gibt, wo unsere Fragen angebrachter sind.

Viele Grüße
Herbert

Antworten