ich weiß nicht was ich kaufen soll!

Was Du schon immer wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest...
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AnDee
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ich weiß nicht was ich kaufen soll!

Beitrag von AnDee » 24.01.2011, 07:49

Hi,

mein name ist Andreas und ich bin beim teleskop und zubehör aussuchen echt überfordert^^

ich möchte mit meinem teleskop gerne deep sky objekte und planeten beobachten und auch fotografieren können. mein problem ist allerdings, das ich keine ahnung habe was ich mir da kaufen soll.

ich habe hierfür 1500.- euro gespart und möchte nicht nach kurzer zeit draufkommen das ich mir da einen blödsinn zusammen gekauft habe.

kann mir wer beim zusammenstellen helfen?

mfg Anreas

starhopper62
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Beitrag von starhopper62 » 24.01.2011, 08:49

Hallo Andreas,

guck mal auf meine HP unter Equipment, da findest du auch wenn du auf die Bilder klickst gleich die Links zum Shop.
Ich bin mit meinem Equipment mehr als zufrieden und empfehle es deswegen auch gerne weiter.
Die Montierung mit Teleskop geht sich mit deinem Budget aus und erweitern mit einem Guidingteleskop kannst du später noch immer, wenn du zu fotografieren beginnst.

AnDee
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Beitrag von AnDee » 24.01.2011, 19:16

hi...

danke starhopper für deine rasche antwort.

aber brauche ich für die astrofotografie nicht ein teleskop mit einer größeren öffnung?

und was für eine kamera lege ich mir am besten zu, denn ich möchte schon auch gleich mit der fotografie loslegen.

ich besitze auch schon ein teleskop, MEADE ETX-70, für planeten nicht schlecht aber für dypsky nicht besondersgeeignet.

lg Andreas

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markusblauensteiner
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Beitrag von markusblauensteiner » 24.01.2011, 19:54

Hallo Andreas,

schau doch mal in der Suchfunktion nach Dieters Bilder und denen von "PatrickPinzgau", sie gehören definitiv zu den Spitzenfotografen und nutzen auch keine Riesenteleskope. Man sammelt bei Astrofotos ja Licht übere einen langen Zeitraum, deshalb ist eine große Öffnung nicht zwingend nötig. Große Öffnungen bringen meist auch eine lange Brennweite mit sich, und eine solche wird zunehmend schwerer nachzuführen. Kleinere Optiken sind da wesentlich benutzerfreundlicher.
In der Astrofotografie gibt es derart viel zu lernen, dass du dich nicht zusätzlich mit einem zu großen Gerät überfordern solltest.
Kameramäßig gibts grob gesagt zwei Schienen:
1: mit digitalen Spiegelreflexkaneras entweder für Astro modifiziert oder halt nicht, die lassen sich dann auch ganz normal verwenden.
2: mit speziellen Astro-CCD-Kameras, die sind halt nur für Astro geeignet, ziemlich teuer, bringen aber, wenn man damit umgehen kann, etwas schneller tolle Ergebnisse.
Ich zweifle aber bei einem kompletten Neukauf an den 1500€, wenn du mit einem Teleskop einsteigen möchtest. Kamera+Montierung+Weitwinkelobjektiv oder so halt ich da für realistischer. (meine Einschätzung für langfristige Astroaufnahmen: 1000€ Montierung, mind. 800€ Teleskop, mind. 400 für DSLR, Astrokamera wesentlich mehr, 250-500€ für ein Guidingsystem, Laptop, evt. Filter, Stromversorgung, event. ein Leitrohr,... :shock: )

LG, Markus
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AnDee
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Beitrag von AnDee » 29.01.2011, 08:27

hi leute!

so, ich hab mich jetzt für ein teleskop und eine montierung entschieden.

tubus:
http://www.astrocasion.com//product_inf ... 38s1tpuji7

montierung:
http://www.astrocasion.com//product_inf ... 38s1tpuji7

jetzt weiß ich aber nicht was für eine kamera ich dazu nehmen soll.
welche digitale spiegelreflex könnt ihr mir empfehlen?
so im bereich von 500.- bzw. auf welche kriterien sollte ich achten.


danke an alle die mir helfen und geholfen haben.
es ist echt nicht leicht.

Andreas

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Beitrag von markusblauensteiner » 29.01.2011, 08:37

Hallo Andreas!

Die meisten greifen zu einer Canon Eos1000d, die kostet unter 400€. Gerne wird sie noch modifiziert, das heißt, es werden Filter ausgebaut, damit man damit besser Wasserstoffnebel aufnehmen kann.
Ich werde es in Kürze mit einer 500d versuchen.
Auf die Gefahr hin, dir Illuisionen zu rauben:(außer du möchtest keine Langzeitbelichtungen machen?)
1: mit was guidest du?
2: Dein Newton wird einen Komakorrektor brauchen, so wie alle.

LG, Markus
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Beitrag von AnDee » 29.01.2011, 08:45

hi markus

noch guide ich garnicht^^.

das teleskop hab ich erst bestellt, es kommt ende nächster woche.

ich werd mich erst mit dem teleskop und mit der kamera vertraut machen, etwas sparen und leider erst dann kann ich mir einen guider zulegen.

die eos 1000d ist zum anfangen OK?

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Beitrag von astronomic_star » 29.01.2011, 09:13

Hallo Andreas,

Wenn du damit auch visuell schauen willst ist dieses Setup völlig Ok.
Aber wenn du damit Langzeitbelichtungen durchführen willst, passt das nicht wirklich zusammen. Das Teleskop hat ein Gewicht von fast 9kg. Die HEQ-5 trägt MAXIMAL Tuben mit 200/1000. Ich würde die Montierung auf keinen Fall so ausreizen. Wenn du eine Aufnahme machst und ein kleiner Windstoß kommt, kannst du dir sicher sein, dass die Aufnahme verwackelt ist.

Als zweiten Punkt würde ich auch nicht mit so einer Brennweite einsteigen. Bei einer HEQ-5 wirst du bei 1000 mm ohne Guiden nicht viel länger als eine halbe Minute nachführen können.
Für dieses Teleskop würde ich also mindestens eine EQ6 bevorzugen.
Grüße und Clear Skies,

Chris

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12"GSO Dobson
4" Skywatcher Gold-Series APO auf EQ-5
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Beitrag von AnDee » 29.01.2011, 09:21

hi astronomic_star

was würdest du mir für einen tubus empfelen? ...zum einsteigen in die astrofotografie^^

denn längere belichtungszeiten sollten schon drin sein.

danke

Andreas

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Beitrag von astronomic_star » 29.01.2011, 09:40

Hi Andreas,

Ich hätte hier an einen apochromatischen Refraktor gedacht.
So einen wie diesen hier:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... offer.html

Der hat eine Brennweite von 420mm wo du mit der HEQ-5 Pro sicher viel bessere Ergebnisse erzielen wirst wie mit dem 8" Tubus mit 1000mm Brennweite.
Für den oben angeführten wäre dann halt später noch ein Bildfeldebener nötig aber der muss noch nicht nötig sein Anfang würde ich sehen.

Wenn du mit DSLR Kamera einsteigen willst, würde ich dir auf jeden Fall die Canon 1000D empfehlen. Die hat Live View, d.h. du musst nicht zum Scharfstellen immer eine Testaufnahme machen sondern kannst Live am Teleskop sehen wie scharf das Bild gerade ist.
Grüße und Clear Skies,

Chris

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Beitrag von AnDee » 29.01.2011, 09:52

hi Chris

aber lassen sich mit einer 70er öffnung überhaupt gescheite deepsky fotos machen?

denn, ich hab ja schon den ETX-70 von MEADE, und davon bin ich nicht begeistert.

und ich will mir ja auch nicht gleich wieder ein neues kaufen müssen.

Andreas

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Beitrag von astronomic_star » 29.01.2011, 10:38

Hallo Andreas,

Wie Markus oben schon geschrieben hat ist Öffnung nicht die Hauptsache. Sicher ist es von Vorteil wenn man mehr Öffnung hat, aber mehr Öffnung bringt auch mehr Brennweite mit sich, die dann schwerer nachzuführen ist wie Markus schon sagte.
Bei einer Langzeitbelichtung wird das Licht, das in einem bestimmten Zeitraum gesammelt wird, auf ein einziges Bild addiert(mit einer DSLR sind es dann eben z.B. 30 Bilder mit 30 Sekunden).
Da sammelt eben ein 8" Newton Teleskop mehr Licht als der von mir angeführte, aber 70mm ist auch schon eine nicht zu unterschätzbare Öffnung und außerdem würde ich es dir raten, sowieso mit lichtstärkeren Objekten wie den Orionnebel anzufangen.
Grüße und Clear Skies,

Chris

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Beitrag von Johann_M » 29.01.2011, 10:45

Hallo Andreas,

Entschuldigung, daß ich mich einmische.

Das ETX-70 läßt sich überhaupt nicht mit einer Kombination HEQ-5 und ED-APO vergleichen.

Fotografisch habe ich gute Erfahrungen mit dem ED80 von Skywatcher gemacht.
Außerdem hat er mehr Öffnung als der kleine TS-ED und es gibt bei Lajos einen sehr gut passenden Flattener (Flattener mit 1,1x Faktor für Skywatcher EDs).

Diese Kombination würde gut zur HEQ-5 passen.

Ich fotografiere lieber mit kurzbrennweitigen APOs bis etwa 800mm, weil hier nicht so hohe Ansprüche an die Nachführung gestellt werden.

Viele Grüße aus Graz,
Johann

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Daniel_Guetl
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Beitrag von Daniel_Guetl » 29.01.2011, 11:41

Hallo Sternfreunde,

DER EinsteigerFotoApo ist doch der TS65Q. Der TS65Q den ich jetzt bekommen habe ist selbst visuell im Sterntest perfekt und hat die Bildfeldebnung schon dabei, was kann für nen Einsteiger besser sein? Wann immer nur irgendwie am Markt zu einem vertretbaren Preis verfügbar würde ich nur Geräte kaufen bei dem alles schon in einem Komplettpaket verfügbar ist, mit Flattenerabständen herumspielen ist nicht lustig wennma keine Drehbank hat und Einsteiger ist.

ALLERDINGS, und das sage ich jetzt weil es eigentlich zu jedem Teleskopkauf dazugehört, jeder ehrliche Händler gibt 1 Monat kostenloses Umtauschrecht. Nutzt das auch! Bestellen, Sterntest machen, nur bezahlen wenn die Optik einwandfrei ist, sonst zurückschicken und Austausch fordern.

Bei 1500eur kannma sich eh noch nicht alles kaufen, HEQ5 SkyScan, TS65Q, EOS1000Da und ne billige Autoguidinglösung über Doppelbefestigung und 0815 80/400er Refraktor ist nicht ganz im Budget drinnen. 2000eur würden mehr Spielraum geben um "alles auf einmal" zu kaufen.

Ich muss mich hier der allgemeinen Meinung aber anschließen, besser mit nem kleinen Mini ED anfangen, als mit einem Newton. Erspart viel Frust und gibt schneller bessere Ergebnisse, auch wenn das Teleskop nur "so klein" ist.

Auf gut steirisch: "ma hot afoch weniga schererein"

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von markusblauensteiner » 29.01.2011, 12:30

Yep, Daniel bringts auf den Punkt! :idea:
Astrofotografie is halt die Formel 1 der Fotofgrafie, da barucht man nicht mit einem GoKart mitfahren probieren.

LG, Markus
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Beitrag von Johann_M » 29.01.2011, 22:21

Daniel_Guetl hat geschrieben: mit Flattenerabständen herumspielen ist nicht lustig wennma keine Drehbank hat und Einsteiger ist.
Dazu möchte ich sagen, daß beim erwähnten 1,1-Flattener von Lajos der exakte Chipabstand gegeben ist, wenn man den T2/EOS-Adapter, der 11mm Lichtweg hat, auf den Flattener draufschraubt.
Zumindest ist das bei mir der Fall.

Und visuell bringen 80mm sicher mehr als 65.

Viele Grüße,
Johann

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Beitrag von AnDee » 30.01.2011, 01:41

VIELEN DANK FÜR ALL DIE GUTEN RATSCHLÄGE!!!!


ich werd jetzt einfach noch sparen, so wie es auschaut.
aber das wird´s dann, mit der oben angeführten montur, geht das?

http://www.astrocasion.com//product_inf ... 38s1tpuji7

ich will mich ja lange zeit daran erfreun^^.
ich hab hier auf der insel den TEIDE. da kann ich auf 2200m, immer wolkenfrei, den himmel genießen.

inzwischen mit dem ETX-70.

Grüße an die Heimat

Andreas

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Beitrag von PetziK » 13.02.2011, 19:15

Hallo, ich will Dich ja nicht demotivieren, aber für deepsky objekte und deepsky fotografie wirst Du mit dem benannten budget nicht auskommen. Ich rate Dir zunächst mal nur zu beobachten, kennst Du wen in Deiner Nähe, vielleicht ein Club? Schau mal auf die Hp von Celestron, ich hab mir vor kurzem die neue CAM mit Goto zugelegt, Kostenpunkt bei 600-700€ und ich bin damit sehr zufrieden, es ist eine sehr stabile, einfach einzurichtende parallaktische Teleführung und bei liebevoller Einjustierung auch eine brauchbare Nachführung für Planetenfotographie. Ob sie für deep sky reicht weiß ich noch nicht. Viel Spaß und ich freue mich auf die ersten Fotos von Dir.
********************
Heute schon Sterndaln geguckt?
http://peterkreissl.ibk.me
Refraktoren: Bresser 70/700, Celestron 80/900
Oki: P5/P-8/P15/P30/K20-25 Ø: 1,25'' 2x & Bresser 3x Barlow achromr, 8x50 Sucher, Celestron CAM GoTo

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