Erstausrüstung Astrofotografie :)

Was Du schon immer wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest...
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HannesG
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Erstausrüstung Astrofotografie :)

Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 00:43

Hallo Astrofreunde


Ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir eine Ausrüstung zuzulegen aber mir fehlte die Zeit mich damit auseinander zu setzen.

Hauptsächlich geht es jetzt bei mir um die Anschaffung einer Astrofotografie Erstausrüstung.
Da ich nicht im Lotto gewonnen hab bin ich gezwungen eher im leistbaren Bereich zu bleiben Laughing

Ich habe mich im Internet schon schlau gemacht und mir schwebt folgendes vor:


Ausrüstung:

Skywatcher Explorer-130PDS / 5,2" f/5 Parabol Newton Reflektor im Set mit parallaktischer Montierung EQ3 SkyScan Pro
http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... nScan.html

Darauf kommt meine EOS 450D

Dann auf das Gestell noch ein Rohr zum Guiden geschraubt auf welches das
http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... apter.html
mit der Guidemaster - software betrieben werden soll.

Weiters will ich das GoTo per RedShift betreiben.

Nun sind mir aber noch folgende Punkte unklar (bitte schimpft mich nich wenn ein paar saublöde logik fehler dabei sind) :oops:

--- Kann man die GoTo Steuerung(Link oben) mit RedShift betreiben?

--- Wie sollte das passende Leitrohr dimensioniert werden?

--- GuideMaster: kann ja auch die Auslösung der Kamera übernehmen....dazu brauch ich aber noch ne Schnittstelle, wo ich Webcam/Kamera/EQ3 mit dem Laptop verbinden kann(USB?-Seriell?)
Ich hätte Ja an ein AutoGuide System mit kleinem Display gedacht aber das is mir dann doch zu teuer.

--- Fokussieren: wie bring ich das LiveView-Bild meiner EOS 450D auf den Laptop??

Nun zu den schon angekündigten "dummen Fragen":

--- Wenn ich RedShift zum GoTo Betrieb angeschlossen hab, muss ich dann zu Guiden wieder umstecken, weil das Gestell nur einen Eingang hat?

--- Wenn ich die Kamera direkt am Rohr montiere(ohne Okular) hab ich ja praktisch IMMER die selbe vergrößerung oder? wenn ja, wie kann ich die variieren??


Leute es tut mir leid, dass ich gleich mit so viel Fragen anrücke aber mit hat echt das Astro Foto-Fieber gepackt, lese schon seit tagen stundenlang im Internet darüber und kanns garned erwarten
:wink:


Danke schonmal ;)

lg
Hannes
Zuletzt geändert von HannesG am 24.04.2011, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von markusblauensteiner » 24.04.2011, 00:57

Hallo Hannes,

zum Live View: zum Fokussieren reicht das Display der kamera aus. Sonst zwei Sekunden belichten mit Eos Utility und ansehen.

Warum möchtest du denn unbedingt aus redshift raus steuern? Die Montierung hat doch eine Handbox-da gibst das Objekt ein und gut is. :D
Bei mir z.B. geht die Guiderkamera über USB rein in den rechner, und die Verbindung über USB und USB-RS232-Converter wieder raus zur Montierung. DAS dem Nachführprogramm beizubringen hat zwei Wochen gedauert und einen Computerspezialisten gebraucht. :D

Und wie schon erwähnt - Astrofotos machen ist nicht wie Vögel fotografieren (und da will ich keinem auf die Füße treten :D ) - schaus dir vielleicht wirklich mal live an, bevor du irgendwas kaufst....

LG, Markus
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Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 01:14

Naja, das mit RedShift dachte ich mir deshalb, weil ich dabei gleich mal seh, wies aussehn sollte ;)

Nene, ich würde mir nix überstürzt kaufen....nur ich denk mir hald gerne Sachen bis zum Schuss durch...also om Kopf muss es funktionieren ;)
Hätte sowieso vorgehabt mir das vorher mal anzuschauen...weil Astrofotografie ist ja auch nicht gleich Astrofotografie....
Und fürs Vögel- fotografieren is immernoch mein Vater zuständig :D
Ne im ernst, würd mich echt freuen wenn ich mal zu so einem Treffen auf Besuch kommen könnte


Was für eine Software verwendest du zum Nachführen?
Die Kamera is so ne ähnliche wie im Link?
Fallst nochmal nen IT-Spezialist brauchst, dann meld dich bei mir ;)

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Beitrag von markusblauensteiner » 24.04.2011, 01:21

Ich verwende maximDL. Kann viel, aber nur wenns mag! :D :D

Nachführen tu ich mit einer Meade DSI II und einem Selbstbau-Refraktor, der mir zur Verfügung gestellt wurde.

Stellarium ist so eine Freeware, die für viele Objekte Bilder einblendet - ist galub ich einfacher als noch ein Programm mit der Monteirung bekannt machen..... :D
Im Übrigen hsat du eine PM.

LG, Markus
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Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 14:45

Sooo, kleines Update:

Mir wurden von TS folgende geräte empfohlen:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... nScan.html

und

https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... erung.html

wobei das 2te Set bereits eine stabilere Montierung hat und bereits ein 150/750er f/5 ist - - warum ist es dann billiger als ein 130/650er f/5 auf schwächerer montierung?
Nur Markenunterschied?
Die sind doch beide justierbar so wie ich das verstanden hab.

Mein Plan ist jetzt, mir mal so ein Teil zu besorgen(wenns die Finanzen zulassen) und einfach mal anfangen den Mond und Objekte zu fotografieren, für die ich auf Grund der Belechtungszeit noch keine Nachführung brauche.
Wenn ich mich schönlangsam an die Grenze taste werd ich mir dann später mal ein Leitrohr(sollte ja höhere Brennweite als Hauptrohr habe oder?) zulegen und mir per Webcam ne nachführung basteln.

Was denkt Ihr?
Ist dieses Set eine gute Basis?
Trägt die EQ3 später auch noch ein Leitrohr + Guiding-Kamera?
Wie weit würde ich mit diesem Newton in etwa kommen(bei angenommen exakter Nachführung)?
Oder liege ich mit diesem Teil komplett falsch?? :oops:

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Beitrag von Johann_M » 24.04.2011, 15:35

HannesG hat geschrieben:
wobei das 2te Set bereits eine stabilere Montierung hat und bereits ein 150/750er f/5 ist - - warum ist es dann billiger als ein 130/650er f/5 auf schwächerer montierung?
Hallo Hannes,

weil die ADM noch keine Motoren hat.

Viele Grüße,
Johann

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Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 16:17

Ok, danke, das hab ich übersehn....

Dann werd ich wohl doch bei der ersten variante bleiben!

Meine EOS450D wird sicher noch mitgetragen.

Später dann, wenn ich mir mal ein Leitrohr + Guiding-Kamera zulege muss ich hald mal testen ob die Montierung noch zuverlässig arbeitet.
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Beitrag von BernhardH » 24.04.2011, 18:19

Ich würde dir keine Montierung unter der HEQ-5 für fotografie empfehlen.

LG Bernhard
Newton 355/1600 + APM 107/700
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Beitrag von M13 » 24.04.2011, 18:51

Da ich mehr oder weniger dasselbe Setup mit dem 130er und der 450D besitze: Vergiss die EQ3, damit hab ich's vorher auch probiert. Ist einfach nur frustrierend. Die geht fotografisch(!) noch gut für kleine, kurze Refraktoren, aber schon nicht mehr für den 130er. Da hatte ich jedes Mal Angst vor jedem noch so kleinen Windstoß oder Wackler. (Visuell ist sie natürlich noch für den 150/750 problemlos nutzbar.)

Die EQ5 ist aus meiner heutigen Sicht für dieses Gerät gut passend, obwohl ich statt eines Leitrohrs die Kombination Mgen+Sucher empfehlen würde, sonst wird's vermutlich schon wieder um einiges zu schwer für die EQ5 (selbst ein 80/400 hat um einiges mehr Gewicht als ein Standard-50er-sucher). Der Mgen kostet auf den ersten Blick etwas mehr, wenn du jedoch das ganze Guiding-Setup zusammenrechnest, relativiert sich das schon wieder. Und: Durch den Sucher zu guiden ist ein geiles Gefühl!

Fotografisch sollte auf die EQ5 nicht mehr als ca. 5kg. Visuell klappt's auch mit dem 8" f/5 v.a. für Deep Sky ganz gut, nur am Planeten wird der Leidensfaktor durch die Wacklerei größer.

Also: Skywatcher 130er (PDS!) ist ein super Einstieg in die Astrofotografie, weil er gerade noch nicht zu viel Brennweite und eine gute Lichtstärke hat und man damit viel üben kann. Allerdings keine EQ3 drunter, sondern Minimum EQ5. Mehr geht natürlich immer. Auf der HEQ5 hatte ich den 130er noch nicht, aber da müsste er wirklich bombenstabil sitzen, die ist ein anderes Kaliber als die EQ5 (und wesentlich besser verarbeitet, so mein Eindruck). Allerdings wenn schon, dann gleich eine EQ6, denn auf der HEQ5 kannst du dann auch wieder nur einen 150er-Newton (wenn du bei den Newtons bleiben willst) fotografisch gscheit montieren, der 8-Zöller-Newton ist dann fotografisch schon wieder sehr sehr an der Grenze (höchstens noch ein f/4, f/5 oder f/6 meiner Meinung nach nur für visuell und Planetenfotografie wegen des Hebels).

lg,
Martin

Edit: Achja, Guiding brauchst du von Anfang an. Die kleineren EQs sind zu ungenau fürs ungeguidete Aufnehmen, zumindest wenn du nicht gerade ein Ausnahmeexemplar erwischt. Glaub's mir, ich hab's probiert, und mehr als eine, höchstens zwei Minuten ist IMHO keinesfalls drin. Das reicht nur für die hellsten Objekte zum Einstieg.

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Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 20:37

Hey danke für die Ausführliche Antwort!

Ok das man für Fotografie gleich so arg runtergehn muss mitn Gewicht hab ich noch nicht gewusst!

Und das durch den Sucher geguidet werden kann ist ja grenzgenial!

Das funktioniert echt mit einem...zB.: 60/228er sucher wie dem da?:
https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... uszug.html

Ich hab mal gelesen, dass das Guiding-Rohr nicht weniger als 50% der Brennweite des Primärgerätes hab soll...ist die M-GEN echt so genau?
Oder würde es auch mit dem gehn:
https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... uider.html

Durch deinen Tipp mit dem Guiden durch den Sucher würde mein erstes Setup nun so aussehen:

Skywatcher Explorer 130PDS
Skywatcher EQ5 PRO SkyScan
LACERTA M-GEN oder LVI SMARTGUIDER SG 1
TS Optics 60mm Sucher & Großfeld Refraktor


Wenn du auch die EOS450D verwendest, kannst du mir sicherlich auch sagen, ob ich das LiveView Bild zum focussieren auf den Laptop Bildschirm bekommen oder ob ich am kleinem Display focussieren muss.
Das Auslösen der EOS würde ja dann auch von der Lacerta M-Gen übernommen werden.
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Beitrag von M13 » 24.04.2011, 21:10

Hallo Hannes!

Ich habe schon davon gelesen, dass man durch den Mgen+Sucher bis zu 1,5m Brennweite völlig problemlos und auch noch darüber gut guiden kann, dank Subpixelguiding.

Vom LVI (und SynGuider) habe ich noch nicht viel Gutes gehört, die scheinen mehr schlecht als recht zu funktionieren. Zumindest für den SynGuider brauchst du dann wohl wirklich doppelt so viel Brennweite am Leitrohr wie durch die Aufnahmeoptik, ich weiß nicht, ob der LVI Subpixelguiding kann. Da es mit dem Mgen aber so eine super Lösung gibt, die (nach ein bißchen Einarbeitung) so einfach und gut funktioniert, würde ich mir nicht viel Gedanken darüber machen und einfach den Mgen nehmen. Der kann auch gleich die EOS ansteuern und dithern (= vor jeder Aufnahme die Montierung um ein paar Pixel verschieben).

Die EOS kann man über ein Canon-Tool auch vom Laptop ansteuern und dort ein Liveview anzeigen lassen, das habe ich allerdings bisher noch nicht selbst ausprobiert. Im Moment schaut meine Vorgangsweise so aus, dass ich (nach dem Goto-Alignment durch ein 2''-30er-Weitwinkelokular) zum Fokussieren einen hellen Stern verwende und dann wieder auf das Ziel zurückschwenke. Das geht ja dank Goto wirklich sehr flott.

Achja, einen Komakorrektor wirst du mit dem Gerät auch definitiv brauchen, entweder den Baader oder den Skywatcher, das scheint keinen großen Unterschied zu machen. Der Skywatcher verkürzt angeblich die Brennweite ein bißchen, sodass du noch ein schnelleres Verhältnis hast.

Beim Sucher würde ich den normalen Skywatcher 8x50 oder 9x50 dazunehmen, ich weiß nicht, ob man den Mgen auch an einen 60er-Sucher bekommt mit dem Parfokalring.

Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du ja mal nach Linz zu Teleskop Austria fahren, dann brauchst du das ganze nicht übers Internet bestellen, sondern kannst es dir gleich mitnehmen und bekommst noch dazu top Beratung!

lg,
Martin

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Beitrag von HannesG » 24.04.2011, 21:42

Bei TS werden die Rohre sogar empfohlen für den M-GEN.

Was mir noch eingefallen ist:

Ist die Sucherbefestigung am 130PDS stabil genug?
Wäre doch flöd, wenn die bei veränderter Lage dann irgendwie nachgibt und Wackler verursacht?
Man könnte den Sucher ja auch auf die Leitrohrbefestigungen montieren oder?
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Beitrag von markusblauensteiner » 24.04.2011, 23:40

Hallo hannes,

sehr gut, dass du ein wenig auf uns hörst! Wir sprechen alle aus mehr oder weniger Erfahrung, keiner will dir was aufschwatzen - nur helfen, Fehler zu vermeiden, die man selbst gemacht hat.

Die Guiderlösung hört sich jetzt viel besser an! Der MGEN kann auch deine EOS steuern und dadurch das Dithern übernehmen- was das ist, darfst du selber googeln.

Da das hier aber ein Forum zum Diskutieren ist, werfe ich jetzt mal was in den Raum: Warum muss es ein Newton sein?
Ein solches Teleskop ist ein tolles Gerät - ich hab selber eines- preislich fast unschlagbar. Und visuell toll, weil visuelles Beobachten meist eher an der Erfahrung des Beobachters begrenzt ist als am Gerät. Ich kenne nur wenige, denen ich bei einem Urteil über die Optik nur anhand einer Beobachtungsnacht vertrauen würde.
Aber fotografisch, als Einstieg? Lichtstark - ja. Brennweite - bei kleinen Rohren noch beherrschbar - bei großen schon sportlich zu guiden - aber so einen großen willst du ja noch nicht.
Und dann gehts los: Okularauszug ist stabil genug?- die Kamera an einem Newton hängt oft in den unmöglichsten Positionen.
Okularauszug groß genug, um Vignettierung zu vermeiden, gerade bei DSLR-Chips?
Fangspiegel wirklich groß genug?
Fangspiegelspinne nicht verspannt -gibt schöne Doppelspikes :D ?
Offset berücksichtigt - und das bei jedem Mal justieren bedenken!
Wie stabil ist der Hauptspiegel gelagert - die Positionsänderung in einer Nacht reicht schon um langsam aus dem Fokus zu driften.
Wie stabil ist der Tubus - gerade ein langer Newton biegt sich gerne.
Ein Newton verursacht einen netten Hebel - in Verbindung mit Wind ein Knochenjob für die Montierung!
Keine Angst, ich möchte dir das Gerät, welches du ins Auge gefasst hast, nicht madig machen, das ist sicher geeignet. Gleichzeitig möchte ich aber auf eventuelle Probleme aufmerksam machen, die dann beseitigt werden wollen. Eines davon reicht schon, um die Bilder zu versauen. Die Erfahrung mach ich gerade - hab schön unscharfe Bildchen produziert und war dann auf der Suche nach 0,03 mm Verkippung.
Aber vielleicht einfach noch mal schauen, obs da was weniger fehleranfälliges für den Einstieg gibt - einen kleinen netten Apo zum Beispiel. Etwas, was sich später, wenn die dicke Röhre kommt, immer noch verwenden lässt. :D Selbstverständlich kann auch der Apo einen Fehler haben, perfekt ist selten was.... :?
Nur als Denkanstoß gedacht - der Newton ist aber auch durchaus geeignet!
Alles andere aus deiner Auswahl klingt sehr vernünftig!

LG, Markus

Und zugegeben, das sind schon speziellere Dinge, die ich da anspreche! :D
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Beitrag von HannesG » 25.04.2011, 02:11

Na dann diskutieren wir mal ;)

Hab mir mal angesehn, was es noch so gibt...

Ich könnte ka einfach das Primärgerat im obigen Setup(Skywatcher Explorer 130PDS ) tauschen...

zB gegen diesen APO:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... uszug.html

oder diesen APO(der wurde schonmal diskutiert)

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... -Feld.html

..oder aber gegen einen der Skywatcher Maksutov-Cassegrains auf folgender Seite:

http://www.teleskop-austria.at/prod.php ... s-90127-sw

...ehrlichgesagt würden mich die Cassegrains besonders interessieren, weil sie scheinbar günstiger und leichter sind.

Also schönlangsam bin ich verwirrt...womit kann man was am besten Fotografieren? (Diese Antwort würde mir schonmal sehr weiterhelfen ;) )

Ich werd aber sicher mal im Shop in Linz vorbeischaun und mir die Dinger ansehn und mich beraten lassen...


lg
Hannes
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Beitrag von M13 » 25.04.2011, 03:17

Maksutov-Cassegrains kannst du generell für die Fotografie (außer Mond und Planeten) vergessen, da sie dafür einfach nicht gebaut sind (viel zu schlechtes f-Verhältnis).

Die kleinen APOs sind fotografisch sicher auch ganz brauchbar und gerade vom "Volks-APO" 80/600 findet man viele Fotos im Netz, die eindrucksvoll seine Fähigkeiten zeigen. Dafür wirst du dann aber auch einen Flattener/Reducer brauchen, der so im Rahmen von 150 bis 250 € liegt... Apos sind generell ganz schön teuer für so wenig Öffnung und trotzdem wird aus einem Apo nie so eine Lichtkanone wie aus einem vergleichsweise sehr günstigen f/5-Newton. Steck das Geld lieber in eine stabilere Montierung, wenn es sich ausgeht!

lg,
Martin

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Beitrag von markusblauensteiner » 25.04.2011, 05:37

Nein, eine Lichtkanone wird aus einem Apo keine. Deshalb belichten der Dieter und der Patrick ja auch etwas länger... :D . Wenn der Flattner+Reducer mal sitzt, wage ich aber mal zu behaupten, dass ein Apo für einen Einsteiger leichter zu behrrschen ist/weniger Frust bringt als ein Newton. Gemeint ist immer der Anfang! Wies in zwei Jahren aussieht, steht wo anders. :D
Und bei den Maksutovs schließe ich mich dir voll an!

LG, Markus
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Beitrag von Daniel_Guetl » 25.04.2011, 11:43

Hallo Sternfreunde,

wie von mir schon früher hier im Forum geschrieben, ich halte den TS 65Q für das ideale Einsteigergerät. Gerade um Guiding und die Basics zu lernen, und im Sommer/Herbst/Winter für die vielen Widefield Nebel, ideale Sache. um einen Korrektor braucht man sich da nicht mehr zu scheren. Klare Empfehlung. Das Gerät kommt auch mit 2kg CCD noch zurecht: http://astrostyria.at/uploads/65Q_G42.jpg

Dazu muss man nicht einmal den Auszug klemmen. Also auch eine Zukunftssichere Investition wenn man mal upgradet. Eine Optik um 400-500mm braucht man als Astrofotograf nämlich sogut wie immer.

Nebenbei ist es mein "grab and go" teleskop geworden, das schnell mal für mond oder planetenspechteln rausgeholt wird.

Achja, bitte keine EQ3 mit Aluminiumstativ kaufen, wenn dann ein Metallstativ ordern!

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von HannesG » 25.04.2011, 13:18

Natürlich sehe ich den mobilitätsvortei des TS65Q und den Vorteil, dass man das Teil später als Edel-Leitrohr fürs richtig dicke Rohr oder zum "grab'n'go" Spechteln verwenden kann.
Trotzdem komme ich mit dem 130PDS noch günstiger weg....

Bin natürlich in Aktueller Situation immer für eine stabile gebrauchte Ausrüstung zu begeistern ;)
Also falls euch was zu Ohren kommt -> immer her damit ;)

Werde auch im "suche/biete/tausche" noch einen Post hinterlassen...

lg
Hannes
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Beitrag von HannesG » 25.04.2011, 14:19

mhhh...jetzt tauch wieder ne Verständniß-Frage auf(nicht hauen) ;) :

Beim Betrachte wird ja durch das Okular die Vergrößerung bestimmt.
Beim Fotografieren durchs Okular ist es ja auch so(Kameras mit nicht abnehmbarer Optik) aber wie verhält es sich wenn man die DSLR dierekt am OAZ anclipst? da kann ich ja nurnoch focussieren und die Standardvergrößerung nutzen oder seh ich das falsch??
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Beitrag von Hedinari » 25.04.2011, 18:06

Hallo Hannes,

ja - wenn eine Kamera direkt am OAZ steckt hast nur mehr eine Vergroßerung . Ist wie beim Fotografieren, das Teleskop ist dann dein Festbrennweiten Objektiv.

lg
Hans

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Beitrag von M13 » 25.04.2011, 20:52

HannesG hat geschrieben:Beim Fotografieren durchs Okular ist es ja auch so(Kameras mit nicht abnehmbarer Optik) aber wie verhält es sich wenn man die DSLR dierekt am OAZ anclipst? da kann ich ja nurnoch focussieren und die Standardvergrößerung nutzen oder seh ich das falsch??
Du kannst die Brennweite nur in geringen Maßen sinnvoll verändern, beim f/5-Newton macht das allerdings höchstens der Komakorrektor. Bei anderen Teleskoptypen (Apo, Schmidt-Cassegrain) ist es aber durchaus Usus, die Brennweite auf ca. 85% bis 66% zu kürzen, damit bessere Öffnungsverhältnisse entstehen: Ein 60/800 hat z.B. f/7,5, sprich du musst ohne Reducer schon fast doppelt so lange belichten wie beim f/5-Newton (f/8 wäre genau doppelt so lange).

lg,
Martin

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Beitrag von Daniel_Guetl » 26.04.2011, 07:53

HannesG hat geschrieben:Natürlich sehe ich den mobilitätsvortei des TS65Q und den Vorteil, dass man das Teil später als Edel-Leitrohr fürs richtig dicke Rohr oder zum "grab'n'go" Spechteln verwenden kann.
Trotzdem komme ich mit dem 130PDS noch günstiger weg....

Bin natürlich in Aktueller Situation immer für eine stabile gebrauchte Ausrüstung zu begeistern ;)
Also falls euch was zu Ohren kommt -> immer her damit ;)

Werde auch im "suche/biete/tausche" noch einen Post hinterlassen...

lg
Hannes
Hallo Hannes,

wenn du die Ausrüstung später wieder verkaufst um auf was komplett neues und größeres Upzugraden, dann hast du im Endeffekt nicht gespart, sondern mehr verloren (ich hab die Phase hinter mir :D bisher 2 Montierungen und 4 Teleskope). Von dem her bin ich der Meinung: Auch ein Einsteiger kann mit der richtigen Hilfe schon was kaufen mit dem er länger Freude haben wird. Außerdem is der 130PDS eine "Bastelbude", der ohne weiteres nicht so für gute Bilder dastehen wird. Und leider sind verbastelte Teleskope am Gebrauchtmarkt, trotz des offensichtlichen Mehrwertes, schlecht wegzubekommen. Das Gerät gibts außerdem nochnicht lange genug am Markt als dass da viele Gebrauchtangebote herumschwirren würden.

Such dir eine gebrauchte Montierung, am besten so stabil wie möglich, Goto muss für den Anfang nicht sein. Einen sehr guten Wert hat hier die HEQ5 Syntrek(gebraucht maximal 500eur), wenn sich dann keine Optik für den Start ausgeht, borg dir eine von den nahen Kollegen aus, wir ham eh zuviele rumliegen :D Leider bist net in der Nähe, sonst würd ich dir den TS65Q ausborgen.

Viele Grüße

Daniel
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Beitrag von markusblauensteiner » 29.04.2011, 21:28

Hallo Hannes,

wie schon angeboten, schaus dir mal live an. Wir werde dir demonstrieren, was STABIL bedeutet, in jeder Hinsicht, und so manche Geschichte über Probleme bei WESENTLICH teureren Teleskopen zu erzählen wissen.
ich nenne hier ungerne konkrete Geräte, aber in dem Fall stimme ich Daniel zu. Oder ein wenig größer, je nach Budget.
Manche Händler meinen mit fototauglich gerne "für ein Foto tauglich". Wies im Laufe einer ganzen Nacht aussieht, ist ihnen leider oft egal. Und da spielen dann die schon angesprochenen Probleme eine Rolle.
Der direkte Einstieg in die Astrofotografie ist hart genug, musst dir nicht unnötig schwerer machen.

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