Astrofotografischer Beginner

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ito304
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Astrofotografischer Beginner

Beitrag von ito304 » 30.11.2016, 13:25

Hallo Leute,

da ich neben den visuellen Beobachten nun auch die Astrofotografie betreiben möchte, möchte ich fragen, was Ihr von CANON EOS 600d hält?

Ich habe auf Willhaben ein paar gute Angebote gefunden und würde auch gerne wissen, wieviel derartige Gehäuse gebraucht wert sind?


Da ich generell auch mit dieser Kamera terrestrisch fotografieren möchte, wäre Astromodifizierung zur Zeit noch kein Thema.

Wie gesagt, ich bin Anfänger, mir geht es ums lernen

Meine Teleskope: Takahashi FC100, Takahashi Mewlon210 und demnächst noch Takahashi FSQ85

lg
Markus
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ito304
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von ito304 » 30.11.2016, 16:41

Andere Frage zum Thema EOS Canon generell: gibt es ein nicht mofifiziertes EOSmodell, dass sich besonders für Anfänger eignet?

lg
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von markusblauensteiner » 30.11.2016, 23:10

Hallo Markus,

ich denke, dass nahezu alle neueren Modelle gut geeignet sind, und gebraucht ist auch nicht so viel Geld in den Sand gesetzt.
Irgendeine Modellreihe (550d ?) gab es mal, bei der an hellen Sternen dunkle Streifen auftraten -> google.

Die Vollformat-Modelle bieten mit ziemlicher Sicherheit das beste Rauschverhalten, aber das Teleskop muss die Chipgröße auch bedienen können.

Und wenn ich ganz ehrlich bin (und noch kein Canon-Zubehör hätte), würde ich mir heute eine APS-C Modell von Nikon kaufen (24x36mm bei passendem Teleskop). Das ist aber nur eine grobe subjektive Einschätzung, mir fällt das Bearbeiten dieser Rohdaten irgendwie leichter. :roll:

LG, Markus
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von ito304 » 01.12.2016, 19:58

hallo markus,

danke für deine ausführliche antwort.
wie beschrieben, möchte ich mir heuer noch einen tak fsq85 zulegen und damit meine ersten astrofotos wagen.
ich bin nicht auf die eos 600d fixiert, aber ich habe halt in diversen astrofotografiegruppen auf facebook bemerkt, dass einige dieses 600 modell nutzen und ich habe mal einen bericht über das rauschverhalten verschiedener eos-modelle gelesen und da hat die 600 nicht schlecht abgeschnitten.

aber ich bin offen für jegliches andere modell, auch ein neukauf wäre mir kein problem, aber da ich ja die kamera wegen auch terrestrischer nutzung nicht astromodifizieren möchte, möchte ich nicht zu viel geld ausgeben.
sollte ich in die astrofotografie reinkippen, würde ich mir später sowieo ein besseres modell astromodifiziert leisten wollen :-)

bezüglich NIKON aps-c modell: warum fällt dir bei dieser kamera das bearbeiten der rohdaten leichter?
ich werd mal nach diesen modellen googlen - danke

bezüglich chipgrösse - teleskop, da kenne ich mich auch noch nicht aus, aber ich habe bereits astrofotos die mit einem tak mewlon210 bzw tak fc100 gemacht wurden und die haben mir gut gefallen...

lg
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von markusblauensteiner » 01.12.2016, 20:13

Hallo Markus,

das mit Nikon ist schwer zu beurteilen. Ich habe einige Bilder in Chile mit einer Nikon gemacht (allerdings war es die DF, also doch Vollformat), und obwohl die alle recht kurz belichtet sind, war das Rauschen sehr gering. Das fand ich angenehm.

Betreffend der Chipgröße ist es so, dass das Teleskop "einfach" über die gesamte Chipfläche eine saubere Abbildung liefern soll, bis in die Ecken. Das ist für APS-C auf alle Fälle Standard. Für Vollformat (24x36) oder gar 36x36 mm Chips ist das schon nicht mehr so einfach. Zwar werden doch einige Teleskope mit "korrigiert für Vollformat" beworben, aber, ob das auch auf moderne kleinpixelige Kameras (durch kleine Pixel verbessert sich die Auflösung -> Abbildungsprobleme sieht man schneller) immer zutrifft?:D
Die oft gelebte Praxis, das Bild dann auf 50% zu skalieren ist irgendwie auch nicht das Wahre, weil ja 50% der Auflösung verschenkt werden. Wenns nicht anders geht ja, aber als Dauerlösung wäre das nix für mich. :roll:

LG, Markus
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von ito304 » 01.12.2016, 20:29

hallo markus,

okay, da muss ich mich noch etwas mehr in die materie reinlesen, da vertehe ich noch zuviel nicht, chipgrösse etc.

was ich weiss, ist, dass ich mir fürs erste keine sehr teure kamera leisten werde, weil ich wie gesagt, sehr gerne visuell mit ein bisschen astrozeichnungen tätig bin
und noch nicht abschätzen kann, wieviel zeit ich in die fotografie stecken muss und will :-)

aber da meine alte kamera eh ihren geist aufgegeben hat, möchte ich mir als nächstes eine dslr zulegen.

ich hoffe, dass ich nicht zu aufdringlich bin, denn ich habe dir eine freundschaftsanfrage auf fb gestellt ;-)

lg
markus
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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von turbo999 » 13.12.2016, 19:43

Hallo Markus

Zum Thema EOS 600d kann ich sagen, es ist eine ganz gute Kamera, ich habe sie selbst 2 Jahre genutzt, aber das Rauschverhalten ist nicht so besonders hoch...ich sage mal, bei ISO 1600 ist schon Schluß. Ich würde dir eher zu einer 2 STelligen EOS raten wie z.b. die EOS 70d oder jetzt die 80d. Die 70d bekommst du schon gebraucht mit wenigen Auslösungen um die 500.-€ Das Rauschverhalten ist deutlich besser....duz kannst mit der ISO viel merh rauffahren!

Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben!
lg Franz

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Re: Astrofotografischer Beginner

Beitrag von ito304 » 14.12.2016, 11:19

hallo franz,

ja danke, hat mir geholfen

lg
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