NGC 6888 first light von TAO

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Dietmar Hager
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NGC 6888 first light von TAO

Beitrag von Dietmar Hager » 16.10.2009, 22:24

nach langer zeit wieder mal eine HALLO an alle!

heute dürfen wir euch unser first light aus unserer gemeinsamen remote-sternwarte TAO vorstellen.
Immo Gerber betreibt mit mir in südfrankreich an einem der letzten dark-sky gebiete eurpoas diese warte.

mein 9" TMB f/9 Faltrefraktor ist das herzstück auf einer 10 micron.

Als FL haben wir bewußt einen etwas schwierigeren nebel ausgewählt, um der location mal kräftig auf den zahn zu fühlen.
die transparenz dort ist fantastisch! M33 ganz easy mit freiem auge...

hier nun das FL-ergebnis:

Bild

ihr seht nun auf eine 70 stunden aufnahme, OHNE O3.

alle weiteren daten sind auf der hompage:
möchte gerne auf die anderen grössenvarianten hinweisen und im besonderen einladen, auf unserer TAO - subpage vorbezuschauen:

http://www.stargazer-observatory.com/6888-tao.html
beste grüße,
Dietmar
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Beitrag von starhopper62 » 16.10.2009, 22:34

Hallo Dietmar und Immo,

es fehlen einem sinngemäß wirklich die Worte!

Einfach "FASZINIEREND" was ihr Beide da geleistet habt mit einer wahnsinnigen Belichtungszeit und das Ergebnis spricht für sich!

Ihr Beide läutet hier eine neue Ära in der Astrofotografie ein!

Was da wohl noch alles kommen mag in nächster Zukunft! :shock:

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prokyon
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Beitrag von prokyon » 16.10.2009, 22:43

Würd gern was posten, kann aber nicht, mir fehlen die Worte......
Ich liebe die Sterne zu sehr um die Nacht zu fürchten.

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Alrukaba
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Beitrag von Alrukaba » 17.10.2009, 11:34

Hallo Dietmar, servus Immo!

Ich kann mich dem wortlosen staunen nur anschließen, TOLL!!

Alex
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Der größte Irrtum der Menschheit ist der Glaube intelligent zu sein.

androsc
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Beitrag von androsc » 17.10.2009, 16:45

Hallo Dietmar,

jetzt verstehe ich, warum ich sooo lange nichts von Dir gehört und gesehen habe......WAHNSINNS Aufnahme!! Wirklich einzigartig, gratuliere!!

lg

Mike aus Oberneu

Dietmar Hager
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Beitrag von Dietmar Hager » 17.10.2009, 17:28

...ich darf euch allen nochmals für eure kommentare danken.

ihr könnt euch vorstellen, dass das FL immer so ne sache ist...der erste eindruck ist der bleibende...nämlich gar nicht so sehr vor anderen, sondern ganz besonders bei uns selber.
irgendwo muss man ja den aufwand an ressourcen auch vor sich und der welt rechtfertigen können...
...nicht zuletzt deshalb auch der belichtungswahsinn, den wir dem cresci angetan haben.
denn wir wollten sehr gern wirklich eine signifkante steigerung an tiefe gewinnen zu den bildern im netz, die es so gibt; und auch war das ziel details rauszuholen:

was die details anlangt, da muss man sagen: wes ist zweifellos noch wesentlich mehr drin, denn der ganze wasserstoff wurde bei eher mässigem seeing aufgenommen. fwhm um 3 bis 3,5 fwhm...

traumhaft ist bei uns unten die transparenz! M33 mit freiem auge ganz locker zu sehen! und zwar direkt frei aug,...ohne teleskop... (-:
seeing kann auch richtig gut sein, wenngelich wir im spätfrühling bis sommer eher einen hohem temp-gradienten zu verzeichnen hatten und das seeing (deshalb?) eben mässig war.

insgesamt aber hat sich die arbeit u mühe gelohnt. der standort ist sehr gut (aber voll.)

eigentlich bin ich eher ein LRGB-ianer. doch Ha hat es enorm gebracht für den hintergrudn u den nebelstrukturen selber.
uns selbst ist aus dem amateurkreis eigentlich auch keine aufnahme von einem scope mit vergleichbarer grösse u sogar grösserer öffnung bekannt, das mehr details herzeigt als unserers. ich will ja nicht drauf rumreiten,...aber apo ist apo... (-: und die physik der optik ist halt so wie sie ist.
ernsthafter wieder:
was uns enorm gefreut hat, ist der "O3" ohne O3 filter.
spricht für den standort...

matching HA selbst in ein tiefes RGB ist aber immer eine gratwanderung bei der anwendung.
das resultat in der "interpretation" stets eine frage der persönlichen vorliebe.
jedenfalls bin ich überrascht, dass doch einigen das HA fast besser gefällt, als das farbbild. o-:

mit unseren astronomik 2c sind wir eigentlich recht glücklich. Ha halos sind gut handelbar.

der 9"er wird jetzt hoffentlich noch sein potential richtig entfalten dürfen, wenn das seeing nun konstant mal werte unter 2 zeigen wird. galaxien kommen ja nun u da darf der apo seine power demonstrieren.
jedenfalls werden immo u ich alles dran legen...soviel ist jetzt schon mal versprochen!

zu hause habe ich ja noch meinen 5" TMB f/9 und gelegentlich verschiedene optiken zum testen für hersteller. die warte zu hause bleibt erhalten.

nochmals danke für die anerkennenden kommntare von und beiden!
immo u dietmar
beste grüße,
Dietmar
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Ebenwaldler
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Beitrag von Ebenwaldler » 17.10.2009, 18:31

Hallo Dietmar,

der genauere Ort in Süd-Frankreich ist (wohl aus div. Gründen) nicht
angegeben, auch nicht, in welcher Seehöhe sich die Sternwarte befindet.

Ich sehe laut "Lichtverschmutzungskarte" in Süd-Frankreich aber
die besten Dark-Sky Gebiete nur in "Blauen Zonen", also theoretisch nicht dunkler als in den österr. Alpen ! (oder "sehe" ich da was falsch?).

Die dunkelsten Gebiete auf der Erde sind die "Schwarzen Gebiete", gefolgt von den "grauen", dann erst kommen die "blauen".

Daher interessiert es mich, warum dort der Himmel so deutlich dunkler ist.

LG, Günter

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Christoph K.
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Beitrag von Christoph K. » 17.10.2009, 19:18

Ein absolut irres Objekt... auch die Belichtungszeit von 70h ist nicht weniger irre XD

Gratuliere zum 'professionellem' Ergebnis... Sieht fast wie ein Hubble-Foto aus.

lg. Christoph
Wish you a starry night!

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Beitrag von spiderfreak » 18.10.2009, 19:50

hi
bei mir das selbe.... :shock:
ein smilie sagt mehr als tausend worte

lg
Ich wünsch euch eine klare Nacht!!

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prokyon
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Beitrag von prokyon » 18.10.2009, 20:12

Das mit der Wahl Südfrankreichs interessiert mich auch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei uns nicht auch Gebiete mit gleichwertigem Himmel gibt. Ich hab z.B. immer einen 7mag Himmel zur Verfügung, wenn das Wetter stimmt.
Natürlich braucht man eine ruhige Ecke, und das ist nicht so einfach.

cs

werner
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Beitrag von Christoph K. » 18.10.2009, 22:07

Ich würde mal einfach sagen, dass Südfrankreich weil besseres Wetter als in Österreich, jetzt unabhängig wie dunkel dasses dort ist.

lg. Christoph
Wish you a starry night!

Ebenwaldler
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Beitrag von Ebenwaldler » 19.10.2009, 19:19

Das ist natürlich klar, dass Wetter wird dort meist stabiler sein als
bei den wechselhaften Bedingungen in den Alpen.

In der Vorstellung des Sternwartenortes wird aber von "einem der letzten Dark-Sky Gebiete Europas" gesprochen und dass "M 33 ganz easy mit freiem Auge sichtbar" sei.

Daher die interessante (?) Frage, wie weit der Himmel dort tatsächlich dunkler ist (laut Lichtverschmutzungskarten eigentlich nicht).

LG, Günter

Dietmar Hager
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Beitrag von Dietmar Hager » 19.10.2009, 20:02

bzgl dem nachthimmel in südfrankreich kann icheuch sagen, dass man dort M33 z.b. mit freiem auge einfach so sehen kann.
die transparenz dort ist fantastisch gut, der himmelshintergrund finster.
man kann es sich leisten, einzelframes zu 2200 sek zu machen - in LRGB auch, nicht nur HA.
beste grüße,
Dietmar
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tommy_nawratil
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Beitrag von tommy_nawratil » 24.10.2009, 00:54

hallo Freunde des TAO, lieber Dietmar,

mit dieser Aufnahme habt ihr eine Spur gelegt, die wie ein Kondensstreifen hinterm fotografischen Ereignishorizont des Astrofoto-Adepten verschwindet.

Im Jänner beim Vortrag in Wien dabei wurde die Sehnsucht nach unverdorbenem Himmel, die wir ja alle teilen, angesprochen - super dass du für dich eine funktionierende Lösung gefunden hast. Und damit gezeigt hast dass man sich Möglichkeiten manchmal halt erst schaffen muss.

Dass der Weg auch das Ziel ist, wie der Taoist weiss, ist eins, aber ein schönes Ziel erreichen ist auch eins, obwohl da ja weder Unterschied noch Nicht-Unterschied ist ;-)

Manchmal fragt man sich aber, wenn man winters des Nachts auf dem Acker sich die Füss abfriert, was tu ich eigentlich hier? Na, die simple Antwort ist: Winters am Acker stehen und sich die Füss abfrieren. Die weniger simple Antwort darf sich jeder selbst geben - brauch ich nicht weiterpredigen.

Danke also dass wir das schöne Bild geniessen dürfen, ist echt toll! Mehr bitte! Mein eigenes Crescerl hab ich ja trotzdem lieb, auch wenns nichtmal eine viertel Rohaufnahme von eurer ist :-)

lg Tommy

Lateralus
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Beitrag von Lateralus » 24.10.2009, 08:17

Ebenwaldler hat geschrieben: Daher die interessante (?) Frage, wie weit der Himmel dort tatsächlich dunkler ist (laut Lichtverschmutzungskarten eigentlich nicht).

LG, Günter
Eine interessante und berechtigte Frage Günter!
So rein nach Lichtverschmutzungskarte müßte man die Sternwarte ja im südlichen Kroatien, MonteNegro oder Albanien aufbauen.
Obwohl einem da ob des von der Gesellschaft gepredigtem Schurkenimages Angst und Bange wird ums geliebte Equipment...

Die Frage ist aber vermutlich auch: wie gut ist die Lichtverschmutzungskarte wirklich?
Anyway, Dietmar hat da bestimmt nicht spontan gehandelt und sich den Standort sehr gut überlegt, und das Ergebnix spricht ja auch für sich ;-)


lg,
Michael

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Beitrag von Ebenwaldler » 24.10.2009, 08:45

natürlich, die Lage der Sternwarte ist sicherlich eine besonders gute
und Dietmar´s Beschreibung der dortigen Himmelsqualität hat mich überzeugt.

P.S.: Es gab (oder gibt?) eine Amateursternwarte eines Belgiers (Dany Cardoen) in Süd-Frankreich bei Puimichel mit einem 1-m Teleskop!
Die Fotoberichte in den 1980er- und 1990er-Jahren (vor allem in Sky & Telescope) hatten mich seinerzeit fasziniert gehabt.
Ich habe aber keine Ahnung wie weit die beiden Sternwarten-Orte auseinander liegen.

LG, Günter

Harald
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Beitrag von Harald » 24.10.2009, 09:46

Hallo Dietmar und Immo;

Die Aufnahme sprengt alle Erwartungen eines erdgebundenen Teleskops,wollt ihr Hubble ausstechen wenn ja ist Euch gelungen.

LG Harald


PS: 70 Stunden ist eine enorme Herausforderung.
Wir werden sehen sprach der Blinde!

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