Der Totenkopfnebel von der Ebenwaldhöhe

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Niko
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Der Totenkopfnebel von der Ebenwaldhöhe

Beitrag von Niko » 29.02.2020, 13:23

Hallo Leute!

Endlich kann ich euch mein "musste mal sein" Projekt zeigen.
NGC 2467 Skull and Crossbones Nebula oder auf gut Deutsch, der Totenkopfnebel.
NGC 2467 ist ein Objekt im südlichen Sternbild Puppis oder auch Achterdeck genannt. Dabei handelt es sich um eine besonders aktive Sternentstehungsregion mit einem Alter von nur wenigen Millionen Jahren, in der am laufenden Band neue Sterne in großen Wolken aus Gas und Staub geboren werden.Der helle Stern in der Mitte des größten rosaroten Gebietes ist V402 Pup(HD 64315), ein massereicher junger Stern, der mit dafür sorgt, das Aussehen des gesamten Nebelgebietes zu formen. Das langgezogene Ha Gebiet das nach links zeigt, ist Sh2-311. Der Nebel beherbergt auch noch zwei offene Sternhaufen namens Haffner 18 und 19.
Abgelichtet von der Ebenwaldhöhe am 29.12.2019 und am 1.1.2020
Definitiv mein tiefstes Objekt, das ich bisher abgelichtet habe, es stand nur 15° über Horizont.
Das erste Bild zeigt ein Widefield der Region um NGC 2467, entstanden mit dem Esprit 100 und 6D. Das war nur mal als Test gedacht, wie das Objekt sich über die Reisalpe zieht.
Da hier keine Bäume oder ähnliches im Weg waren, kamen 4h an Belichtungszeit zusammen.
Bild
Als dieses Unterfangen mir geglückt ist, bekam ich Mut den Totenkopfnebel auch mal mit dem 10zöller abzulichten.
Diese Möglichkeit ergab sich dann am 1.1.dieses Jahres.
Belichtet wurde auch wieder von der Ebenwaldhöhe, aber diesmal mit dem 10zoll f4 und der 60Da.
Hier kamen eider nur 3,5h an Bildmaterial zusammen.
Bild
Beim bearbeiten des Objektes fiel mir auf, dass sich hier die Luftunruhe stark bemerkbar machte, was ich eigentlich noch stärker erwartet habe. Die beiden Nächte waren kräfteraubend; wir hatten um die -8°mit Wind in der Nacht zum 30.12. Die Gesellschaft von Marcus und Gabriel machten die Nacht dann etwas geselliger und besser auszuhalten.
Noch mehr Einzelheiten auf AB in der technischen Karte zu lesen.
Kommentare sind immer gerne willkommen!
LG Niko
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markusblauensteiner
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Re: Der Totenkopfnebel von der Ebenwaldhöhe

Beitrag von markusblauensteiner » 29.02.2020, 15:46

Hallo Niko!

Ein sehr selten gezeigtes Objekt, kein Wunder bei der Deklination! :D Solche Sachen abseits der bekannten Pfade gefallen mir immer besonders,
da gibts einen Sonderapplaus.

Beim 10"-Bild lohnt es sich wahrscheinlich, das Bild noch mal in RGB zu zerlegen und R und B auf G zu registrieren. Da unten macht sich die Refraktion schon stark bemerkbar, und mit dem neuerlichen Registrieren könnten die blauen und roten Ränder weggehen.

LG, Markus
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Re: Der Totenkopfnebel von der Ebenwaldhöhe

Beitrag von Niko » 03.03.2020, 19:53

Hallo Markus,

Danke für deinen Sonderapplaus! :D
Das mit dem auf grün registrieren ist mir klar, aber mit welchem Prozess funkt das?
Hilf mir da bitte nochmal auf die Sprünge!
LG Niko
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Re: Der Totenkopfnebel von der Ebenwaldhöhe

Beitrag von markusblauensteiner » 04.03.2020, 17:59

Hallo Niko,

ich würde channel extraction machen, dann hast du die drei Bilder offen. Dann nimmst du star alignment, unter reference image lässt du view stehen, gehst auf den Pfeil daneben und wählst g als Referenzbild.
Anschließend stellst du Parameter um oder auch nicht, und ziehst das Dreieck auf r und b. Anschließend RGB wieder zusammenfügen.

LG, Markus
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