M8 M20 widefield

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Lateralus
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M8 M20 widefield

Beitrag von Lateralus » 10.07.2008, 22:46

Hallo,

Antares streifte schon die Bäume während meiner RhoOphiuchi Aufnahme, also habe ich die verbleibenden 40 Minuten bis zur Dämmerung auf M8 M20 gehalten.

Bild


Details und größere Version:
http://www.albireo.at/Astronomy/M8_M20/M8_M20_2.html


lg,
Michael

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Alrukaba
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Beitrag von Alrukaba » 11.07.2008, 20:39

Scho wieda a Foto von de zwa, wie langweilig, oda afoch FASZINIEREND, WUNDERBAR einfach TOLL. Najo okay, supa - WWWWAAAUUUU!!!!

Alex

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ilkr
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Beitrag von ilkr » 12.07.2008, 10:03

Hallo Michael,

hat sich ja doch noch ausgezahlt, den Rest der nacht zu nutzen!

Interessant ist es, wie gelb die Sternfelder in der Milchstraße erscheinen (östlich im Bild), weil so viel interstellarer Staub die Farbbalance stört. Da sieht man, wie schwierig es ist, in solchen Himmelsregionen mit hohem Farbexzes das Bild richtig abzustimmen.

Ich bin nun auf ein weiteres Problem in meiner G-Stern-Abstimmung gekommen. Die Spektralklassen werden ja nicht (nur) mithilfe der B-V Differenz ermittelt, sondern anhand der An- oder Abwesenheit von diversen Absorptions- oder Emissionslinien. Das bedeutet, dass ein G0- oder ein G5-Stern in einer staubreichen Himmelsregion durchaus nicht weiß aussehen muss, sondern einen deutlichen Rotstich aufweisen könnte. Wenn ich also versucht habe, bei meinem M8/M20 einen derartigen G-Stern mit Gewalt auf weiß zu trimmen, krieg ich die extrem kühle Farbabstimmung, von der Du in einer privaten Nachricht über eine meiner Erstversuche gesprochen hast.

Ist ein Profiastronom im Forum, der uns sagen kann, ob das stimmen kann?

Grüße
Reinhard

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Beitrag von ilkr » 12.07.2008, 16:23

O.k., ich habs gefunden. Die Antwort ist ja.
Nachzulesen bei J.B.Kaler, "Sterne und ihre Spektren", Spektrum Verlag Heidelberg Berlin Oxford, 1994, S.246ff.

Daher ist die Methode der G2-Stern-Kalibrierung offensichtlich eine Themenverfehlung, es sollte eher von einer B-V=0.8-Kalibrierung (oder so) gesprochen werden, da nur der Farbindex die Farbe eines Sternes beschreibt, die Spektralklasse nur sehr bedingt!

Das sollte man vielleicht auch einmal mit Bernhard Hubl - bei aller Anerkennung, wie er diese Methode verfeinert hat - besprechen.
Der nächste Gahberg Workshop kommt ja bestimmt...

Liebe Grüße
Reinhard

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Beitrag von ilkr » 12.07.2008, 18:17

Letzter Kommentar zu dem Thema:

Sonne (G2): B-V = 0.65
SAO186260 (G0): B-V = 0.77!

Letzteren habe ich versucht, auf weiß zu trimmen.
Frühere Spektralklasse, aber rotere Farbe!
Kein Wunder, dass das nicht funktionieren konnte...

Grüße
Reinhard

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Beitrag von Lateralus » 14.07.2008, 09:13

Hi Reinhard,

deine Überlegungen klingen logisch und sind für mich nachvollziehbar.
Als Anregung noch ein Gedanke von mir:
Ist der G2 Stern bereits in der Sättigung und man orientiert sich farblich an der Randzone, so bin ich mir nicht sicher ob man da nicht auch die chromatische Aberration des Refraktors mitmißt.


um beim Thema Farbe zu bleiben:
Obige Aufnahme zeigt leicht grünliche Sterne, und nach Durchsicht der Rohdaten ist mir klar warum. Das krasse Undersampling (8"/pixel) schmeckt der Bayer-Matrix natürlich überhaupt nicht, und so sieht man bereits in den Rohdaten lustiges Farbenspiel rund um die Sterne. Wenn man dann nur 4 Frames zum Stacken hat, so sind das einfach zu wenige Daten um was herauszumitteln.

lg,
Michael

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Beitrag von Dietmar Hager » 16.07.2008, 00:28

hallo michael,

dieses bild von dir löst bei mir eindeutig einen "BOAH" effekt aus!
toll!
beste grüße,
Dietmar
www.stargazer-observatory.com

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