Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

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Empire
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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von Empire » 05.02.2020, 17:19

Hallo Markus,

nein die Türe ist nordseitig. Die absenkbare Rückwand ist südseitig.
Das Dach ist mittels Stahlseil und Umlenkrollen mit der Rückwand verwunden. Dadurch wird diese automatisch abgesenkt wenn man das Dach öffnet. Und wieder automatisch hochgezogen wenn man das Dach schließt.
Schöne Grüße
Daniel
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markusblauensteiner
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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von markusblauensteiner » 06.02.2020, 13:25

Hallo Daniel,

danke - ich hatte da "auch die Rückwand" missverstanden. So ist alles klar!

LG, Markus
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astrofax66
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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von astrofax66 » 08.02.2020, 00:04

Hallo zusammen,

muss schon sagen - ein super Forum hier :)

Jetzt ist mir noch die Idee gekommen, eventuell gleich eine 2.Säule mitzuplanen.
Hintergrundgedanke: 1 Teleskop für Fotografie bzw.- könnte ich am 2. Teleskop visuell beobachten.

Frage ist ob das bei der grösseren Variante der Hütte (Grundfläche 2,75 mal 2,75 Meter) sich platztechnisch ausgehen würde :shock:
Was ist eure Meinung dazu?

LG und CS,
Hans

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Empire
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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von Empire » 08.02.2020, 16:04

Hallo,

ich denke für 2 Teleskope parallel wird es sogar in der größeren Hütte zu eng werden. Es sei denn du willst immer nur jeweils eines im Einsatz haben. Aber den Tubus tauschen kann man ja mit einer Montierung auch. Dafür bräuchte man nicht zwei Säulen.
Schöne Grüße
Daniel
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ich
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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von ich » 09.02.2020, 17:17

Hi Leute,

hier ist noch mein Beitrag zur Lösungsfindung....

Wir haben 2012 zwei baugleiche Sternwarten auf der Saualm (Kärnten), genauer in Lamm 8, 9433 St. Andrä (für Google Earth) auf rund 1000m Seehöhe gebaut.

Die Hütten sind 5x3m groß und haben eine Firsthöhe von 3,40m. Es gibt einen voll gedämmten Raum mit Bett, PC und Platz zum kochen. Die Hütten sind Nord-Südseitig ausgerichtet.
Da die Sternwarten am Beginn nicht Remotefähig waren, konnten wir oben bleiben und die Nacht im warmen verbringen. Geheizt wird elektrisch.
Den Strom beziehen wir von einem angrenzenden Gasthaus, auch die Internetverbindung kommt vom Festnetzanschluss des Gasthauses
Mittlerweile sind beide Sternwarten Remotefähig...aber wir fahren trotzdem gerne auf die Alm und bleiben über Nacht.
Das Dach wird nun über eine Zahnstange mittels Motor geöffnet, die Dachsteuerung kommt von ScopeDome.

Das Dach wiegt ca. 1000Kg und rollt über eine 6m lange Schiene.
Ein Teil der Südseite lässt sich manuell öffnen und man hat dann freien Blick bis zum Horizont. Damit erreichen wir auch die Objekte im Sommer.
Die Hütten stehen auf 6 Punktfundamenten, die Säule hat natürlich ein eigenes Fundament (ca. 1000Kg Beton) bekommen.
Da wir die Wände auf Türhöhe bauen mussten, hat der "Teleskopraum" noch einen Zwischenboden erhalten, darunter gibt es Stauraum.
Der gedämmte Raum hat ein, nach Norden abfallendes Flachdach und ist an der höchsten Stelle ca. 2,10m hoch. Man muss sich also nicht klein machen....
Das Holz haben wir von der Firma PABST bezogen. www.pabst-holz.com

Fotos vom Bau (sind leider nicht geordnet aber ich denke jeder kann sich den zeitlichen Ablauf gut vorstellen) findet ihr hier:

https://www.dropbox.com/sh/8tdyxdwfx5vj ... CnM-a?dl=0

Bei Fragen...vergoldermeister@aon.at

Beste Grüße,

Wolfgang

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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von astrofax66 » 10.02.2020, 23:01

Empire hat geschrieben:
08.02.2020, 16:04
Hallo,

ich denke für 2 Teleskope parallel wird es sogar in der größeren Hütte zu eng werden. Es sei denn du willst immer nur jeweils eines im Einsatz haben. Aber den Tubus tauschen kann man ja mit einer Montierung auch. Dafür bräuchte man nicht zwei Säulen.
hast auch recht ;-)

LG
Hans

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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von astrofax66 » 10.02.2020, 23:02

ich hat geschrieben:
09.02.2020, 17:17
Hi Leute,

hier ist noch mein Beitrag zur Lösungsfindung....

Wir haben 2012 zwei baugleiche Sternwarten auf der Saualm (Kärnten), genauer in Lamm 8, 9433 St. Andrä (für Google Earth) auf rund 1000m Seehöhe gebaut.

Die Hütten sind 5x3m groß und haben eine Firsthöhe von 3,40m. Es gibt einen voll gedämmten Raum mit Bett, PC und Platz zum kochen. Die Hütten sind Nord-Südseitig ausgerichtet.
Da die Sternwarten am Beginn nicht Remotefähig waren, konnten wir oben bleiben und die Nacht im warmen verbringen. Geheizt wird elektrisch.
Den Strom beziehen wir von einem angrenzenden Gasthaus, auch die Internetverbindung kommt vom Festnetzanschluss des Gasthauses
Mittlerweile sind beide Sternwarten Remotefähig...aber wir fahren trotzdem gerne auf die Alm und bleiben über Nacht.
Das Dach wird nun über eine Zahnstange mittels Motor geöffnet, die Dachsteuerung kommt von ScopeDome.

Das Dach wiegt ca. 1000Kg und rollt über eine 6m lange Schiene.
Ein Teil der Südseite lässt sich manuell öffnen und man hat dann freien Blick bis zum Horizont. Damit erreichen wir auch die Objekte im Sommer.
Die Hütten stehen auf 6 Punktfundamenten, die Säule hat natürlich ein eigenes Fundament (ca. 1000Kg Beton) bekommen.
Da wir die Wände auf Türhöhe bauen mussten, hat der "Teleskopraum" noch einen Zwischenboden erhalten, darunter gibt es Stauraum.
Der gedämmte Raum hat ein, nach Norden abfallendes Flachdach und ist an der höchsten Stelle ca. 2,10m hoch. Man muss sich also nicht klein machen....
Das Holz haben wir von der Firma PABST bezogen. www.pabst-holz.com

Fotos vom Bau (sind leider nicht geordnet aber ich denke jeder kann sich den zeitlichen Ablauf gut vorstellen) findet ihr hier:

https://www.dropbox.com/sh/8tdyxdwfx5vj ... CnM-a?dl=0

Bei Fragen...vergoldermeister@aon.at

Beste Grüße,

Wolfgang
Hallo Wolfgang,

wahrlich beeindruckend, muss ja eine Stange Geld gekostet haben - alles zusammen gerechnet,

LG
Hans

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Re: Gartensternwarte - Projektstart & Fragen ;-)

Beitrag von ich » 11.02.2020, 22:16

Grüss Dich Hans,

...auf Grund der Eigenleistung haben sich die Kosten in "Grenzen" gehalten.
Die Kosten für den Umbau zur Remote-Sternwarte waren um einiges umfangreicher. Ich würde Dir also raten, dass Du Dir das gleich einplanst. Wir haben das nicht gemacht und waren dann damit beschäftigt wie man eine bestehende Sternwarte, die noch dazu wie ein Panzer gebaut wurde Remotefähig zu machen...
Unsere nachträglich eingebaute Sturmsicherung hat sich auch schon bewährt...das solltest Du auch noch einplanen. Wir hatten bei den letzten Stürmen Spitzen bis zu 200 Km/h, gemessen mittels AAG Cloudwatcher und Anemometer.

Beste Grüße,

Wolfgang

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