Raspberry 4 - DIY Astrohub

inkl. Reparatur, Upgrade...
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thohem
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Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 14.10.2019, 17:57

Aloha,

Nun da meine Sternwarte endlich fertig ist, geht's ans optimieren....ihr kennt das ja xD

Da APT nun ja indigo unterstützt, habe ich mir überlegt mal einen raspberry zu versuchen als Hub direkt auf der Montierung. Per WLAN dann vom PC aus steuern. Das spart Kabelsalat und ist extrem günstig (den 4er hab ich für 45€ geschossen)

Werde das ganze mal über den stand pc mit standard ubuntu, indigo, kstars, apt und ekos testen bis der raspberry kommt - das einzige was ich bisher testen konnte: apt und die asi1600 haben beim ersten Test tadellos funktioniert.

Hat wer Erfahrungen damit? Astroberry? Indigo sky? Auf was muss ich achten?

Werde hier natürlich berichten wie es mir geht damit und bei Interesse auch ein kleines tutorial schreiben

CS
Thomas

DeeJayD
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von DeeJayD » 15.10.2019, 02:40

Hi,

Ich nutze die Software Stellarmate auf einem Raspberry Pi 3b+ was im Prinzip das gleiche wie Astroberry ist.
Ich steuere damit mein Mobiles Setup wobei ich Kstars/Ekos und PHD2 auf dem Raspberry selbst laufen lasse und per VNC Viewer den Bildschirm des Raspberry auf mein Android Tablet oder meinen Laptop klone (Ähnlich Teamviewer).

Ich habe das ganze auch schon per APT gesteuert wobei aber das ein oder andere kleinere Problem aufgetreten ist.

Meine Canon EOS wird nicht richtig erkannt er will immer Binnig wert setzen aber da das ja nicht geht stürzt APT dann ab. Kann aber auch sein das nur mit der EOS 450 nicht geht habe noch keine andere versucht.
Live View ruckelt ab und zu schon recht Massiv oder stürzt ab so das man Live View neu aktivieren muss vor allem wenn die WLAN Verbindung nicht Optimal ist.
Wenn ich meine ASI120MM und meine ASI120MC-S gleichzeitig verwenden will stürtzt APT auch öfters mal ab. (Mit einer der ASI´s und und dazu eine Touptek Kamera geht es tadellos)
Die WLAN Verbindung muss Stabil und Schnell sein um Aussetzern vorzubeugen, beste Ergebnisse hat man natürlich über direkte LAN-Verbindung.
Wenn du mit PHD2 Guiden willst solltest du es direkt am Raspberry laufen lassen, ich habe die Erfahrung gemacht das es so stabiler läuft und vor allem wenn dann doch mal die WLAN Verbindung stockt oder abbricht geht das Guiding ungehindert weiter.

Zu Kstars/Ekos kann ich sagen den in Ekos integrierten Guider würde ich in die Kategorie "Besser als nichts" einstufen aber das wars auch schon. Konnte einmal PHD2 nicht starten (Keine Ahnung warum) und habe dann die Nacht mit dem Ekos Guider gearbeitet. Er tut was er soll aber bei weitem nicht so gut wie PHD2 oder MGEN.

Die MicroSD im Raspberry sollte so schnell wie möglich sein falls die Daten darauf gespeichert werden sollen (mindestens 50MB/s Schreiben). Da du den 4er mit USB3.0 hast würde es auch ein entsprechend schneller USB3.0 Stick tun zum Speichern der Aufnahmen. Es heißt zwar immer das eine 8GB MicroSD reichen würde aber ich empfehle mindenstens 16GB oder wenn auch die Aufnahmen mit drauf sollen mindestens 32GB.

Das sind so die Erfahrungen die ich mit APT in Verbindung mit INDI gemacht habe. Allerdings ist seither die INDI Bibliothek 2-3 mal geupdatet worden und es kann sein das der ein oder andere Fehler behoben wurde.
Ich steuere jetzt wie schon am Anfang erwähnt hauptsächlich mit Kstars/Ekos und hab bisher noch nichts gefunden was APT kann aber nicht Ekos. Allerdings finde ich APT komfortabler und übersichtlicher.
Was ich an Ekos sehr mag ist der eingebaute Solver der wenn Kstars/Ekos auf dem Raspberry läuft auch in der Offline Version genutzt werden kann wenn die erforderlichen Daten vorher runtergeladen worden sind.
Wenn ich Ekos am Laptop laufen lasse kann man nur den Online Solver nutzen der astrometry.net nutzt. Trotz der limitierten Leistung des Raspberry ist der Offline Solver meist viel schneller als der Online Solver.
Die Goto Steuerung über Stellarium funktioniert auch einwandfrei.

Lg & CS
Danny
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thohem
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 15.10.2019, 08:40

Hallo Danny,

Stellarmate kenn ich, möchte allerdings kein Geld ausgeben für etwas, dass ich mir selbst auch zusammenschustern kann. Der Weg ist das Ziel....oder so ähnlich :)

Ich habe einen MGEN, daher *muss* ich APT verwenden, da dies das einzig mir bekannte Programm ist, welches mit dem Kastl redet. Ich hab gefühlt eine Ewigkeit gebraucht, um APT und MGEN zum laufen zu bringen :D Da es jetzt aber zauberhaft läuft (multicam aufnahmen, dithering, auto-flip, sternsuche für auto-guiding, goto++, plate solve,....) möchte ich das nur ungern aufgeben :/

An die SD-Karte habe ich noch garnicht gedacht, guter Tipp danke!

Hab mir schon ein paar Videos angesehen zu Ekos und es sieht wirklich gut aus, probieren werde ich es auf jeden Fall. Aber solange kein MGEN support dabei ist, ist es wohl leider nicht wirklich sinnvoll nutzbar für mich.

Deinen Ausführungen entnehme ich auch, dass es dann wohl sinnvoll ist, APT auf dem rasp laufen zu lassen :thinking: zwecks Guiding verlussten und dgl

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von DeeJayD » 15.10.2019, 16:01

Ich glaube was den MGEN betriffst irrst du dich :)

Bild

Laut offiziellem INDI Forum scheint es zu gehen.
Deinen Ausführungen entnehme ich auch, dass es dann wohl sinnvoll ist, APT auf dem rasp laufen zu lassen :thinking: zwecks Guiding verlussten und dgl
Das wird nicht funktionieren da INDI bzw. der Raspberry ist Linux Software und APT ist Windows Software. In deinem fall übernimmt der Raspberry nur die Funktion des INDI Servers der die erhaltenen Kommandos an dein Equipment weiterleitet aber da der MGEN ja bei dir das guiding übernimmt geht es bei einem eventuellen verbindungsverlust ja auch weiter. Ich hatte noch nie einen MGEN aber ich vermute das bisher bei Absturz von APT das Guiding trotzdem weiterging.

Lg
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 15.10.2019, 16:32

Na das hab ich übersehen xD also ist es auf jeden Fall einen Testlauf wert.

Da hast du allerdings recht, daran hab ich nicht gedacht. Hatte bei apt erst einmal einen Verlust und da ist der mgen auch ausgestiegen :(

Werde es aber bei einer schirchen Nacht nochmal testen, vlt war da auch was anderes im Argen.

thohem
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 10.11.2019, 20:08

Kurzes update:

Hab nach etlichen Stunden nun endlich meinen alten PC in der Hütte, dualboot mit Windows und Ubuntu.
windoof 10 wollte nicht so recht die usb ports erkennen, geht aber nun.

Ubuntu Installation war easy, USB stick rein, fertig. Kstars, ekos und indi Treiber kein problem zu installieren (einfach den Anweisungen auf den Seiten folgen). Ist auch leicht, selbst wenn man keine erfah5mit Linux hat.

Windows 10: apt, ascom, synscan wifi, stellarium, stellarium scope.
Stellarium scope wirft einen fehler, funktioniert aber trotzdem. Ascom hat den mfoc nicht erkannt (hängt an der asi), erst als ich ihn direkt angehängt hab an den pc und eingerichtet hab und nachher wieder auf die asi gestöpselt habe, gings einwandfrei. Erkennt alles brav und apt funktioniert wie es soll, hab einfach alle Einstellungen vom Laptop auf den pc übertragen und läuft - leider noch kein first light :(

Ububtu: kstars, ekos, indi
Angestöpselt. Eingeschaltet, ekos hat direkt alles erkannt und lief. Plus and play wie im Bilderbuch.

Unter windows mit apt lief der mgen immer schon super, inkl Plateau solve und auto Flip. Ob das mit ekos auch so gut funktioniert, werde ich bei der nächsten halb guten Nacht rausfinden :)

Wenn ekos mich überzeugt dann werd ich definitiv auf einen rasp umsteigen und alles direkt verkabeln und natürlich ein paar Bilder mit Anleitung reinstellen - sieht aber bisher wirklich sehr gut aus

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von ottowb » 11.11.2019, 07:27

Ich habe einen Pi3 mit Astroberry
mit INID, KStars auf einer EQ6, ZWO und EOS in Verwendung.
Klappt alles problemlos.
Für den Pi4 gibt es noch kein Astroberry Image bzw noch kein Ubuntu Mate, aber man kann es über einen Ubuntu Server
einzeln installieren. Da mein Pi3 läuft lasse ich zur Zeit alles so wie es ist.


LG

Otto

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von DeeJayD » 12.11.2019, 18:22

Ububtu: kstars, ekos, indi
Angestöpselt. Eingeschaltet, ekos hat direkt alles erkannt und lief. Plus and play wie im Bilderbuch.
Das hat mich beim umstieg von ASCOM zu INDI auch sehr erstaunt.
Ich habe einen Pi3 mit Astroberry
mit INID, KStars auf einer EQ6, ZWO und EOS in Verwendung.
Klappt alles problemlos.
Für den Pi4 gibt es noch kein Astroberry Image bzw noch kein Ubuntu Mate, aber man kann es über einen Ubuntu Server
einzeln installieren. Da mein Pi3 läuft lasse ich zur Zeit alles so wie es ist.
Kann nicht mehr lange dauern bis Astroberry für den Pi4 kommt weil Stellarmate was im prinzip ja das gleiche ist gibts schon für den 4er.
Der 4er ist um einiges schneller zumindest in der 4GB version, zu den 1GB und 2GB versionen kann ich nichts sagen. Wenn man den Pi aber nur als INDI server nutzt ist ein Upgrade nicht notwendig.

Lg
Danny
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von DeeJayD » 17.11.2019, 21:40

Habe Heute beim Updaten von Kstars und INDI was von MGEN INDI Treibern gelesen und habe das gefunden im Profil Editor. Keine Ahnung ob es schon vorher da war und wie und ob es funktioniert aber evtl. hilft es dir ja weiter. Siehe AUX 2

Bild

Lg
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 20.11.2019, 10:41

DeeJayD hat geschrieben:
17.11.2019, 21:40
Habe Heute beim Updaten von Kstars und INDI was von MGEN INDI Treibern gelesen und habe das gefunden im Profil Editor. Keine Ahnung ob es schon vorher da war und wie und ob es funktioniert aber evtl. hilft es dir ja weiter. Siehe AUX 2
Das war vorher auch schon enthalten - frag mich aber nicht welche Version ich installiert habe :D ca. 2 Wochen alt sowas. Testen hab ichs noch nicht können leider, werde aber auf jeden Fall hier berichten ob der MGEN auch läuft unter ekos - ist ja evtl für mehr Leute interessant

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von ottowb » 21.11.2019, 10:06

Es gibt jetzt ein Astroberry Image für den Pi4.
Ich habe es mal runtergeladen und werde am Wochenende mal schauen ob es läuft.

Lg

Otto

Der Link zum Image: https://www.astroberry.io/

thohem
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 24.11.2019, 15:40

Interessanterweise konnte ekos gestern absolut keine Verbindung zum mfoc herstellen, port error: make sure it's connected. Hab heute den ganzen Tag versucht das Ding wieder zum laufen zu bringen aber mit keinem Erfolg. Hab alles einzeln angehängt (direkt auf usb3 pci card bzw usb2 am mobo) und selbst dann schreit ekos....

Da ich keinen Plan von Linux habe, habe ich ein paar Anleitungen von indi/ekos verfolgt, aber auch das brachte mir nur ein gelbes Licht bei der Verbindung und die meldung cmd (was auch immer das heisst)

Der rest läuft super in linux und funktioniert reibungslos

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von ottowb » 25.11.2019, 15:29

Schau mal unter "Connection"
Auto Search ENABLE
und dann darunter auf SCAN PORTS klicken

Wir es dann Grün?

Lg

Otto

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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 25.11.2019, 15:50

Nein eben nicht leider :(

Der scan findet ttyusb0, dann bleibt die connection auf gelb.

Dmesg und lsusb sagen beide dass der lacerta mfoc angeschlossen ist.

Das einzige, was ich noch nicht versucht habe: laut der Anleitung von indi die Ports remappen (was ich wsl so oder so brauche da iwann der focus auf der asi durchgeschliffen wird).

Danke für die Ideen!

thohem
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Re: Raspberry 4 - DIY Astrohub

Beitrag von thohem » 30.11.2019, 21:10

Kurzes update,

Ekos läuft nun einwandfrei und erkennt alle Geräte inklusive dem mfoc.

Habe mittels dieser Anleitung https://indilib.org/support/tutorials/1 ... pping.html
Für den mgen und mfoc diese udev rule erstellt mit demselben dateinamen. ACHTUNG: bei dieser Textdatei alles in eine Zeile schreiben oder vor dem newline character (wenn man Enter drückt) einen backslash:

Erste Zeile \
Zweite Zeile \
...

Danach habe ich alles einzeln angehängt, verbunden, mit indi gestartet. Danach alles in dem indi terminal eingestellt (Temp. Corr, eq8 speed usw) und gespeichert. Danach ging alles problemlos mit autoconnect on startup.

Das polar alignment tool ist wirklich klasse, plate solving dauert zwar etwas (Einstellung evtl) aber es geht tadellos wie in den Videos von jasem.

Die combo aus exzellenter Sternkarte plus integrierter Teleskopsteuerung ist einfach nur genial

Grade läuft M45 mit 300sec lights, mal sehen was dabei rauskommt

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