Kaputte Mechanik in der Nachführung?

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oesti
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Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von oesti » 19.03.2020, 09:51

Hallo Leute,
Ich verwende eine HEQ-5 Nachführung (Riemenantrieb) mit einem SW105/750PHD und einer sony a6000. Also ein abgestimmtes System, dass ich 2-Hand gekauft habe. Bisher konnte ich locker eine Minute ohne Autoguiding belichten.
Seit wenigen Wochen habe ich das Thema, dass ich auf meinen Bildern eine Amplitude feststelle, wo die Sterne innerhalb dieser Amplitude hin und her wackeln. Dadurch kann ich eigentlich nur die Bilder verwenden, wo ich nahe der beiden Amplitudenspitzen bin, wo soz. die "Beschleuinigungen" gegen Null gehen und die Sterne keine Bewegungsunschärfe haben.
Gestern habeich den M94 gemach tund ca. 2/3 der Bilder musste ich wegen Bewegungsunschärfe ausselektieren.
Hier ein Bild von einem Sequenz, wo ich die Amplitude einfach mal übereinander gelegt habe.
Lt. Fitswork bin ich hier bei Sprüngen an die 43Pixel in X-Richtung und 33Pixel in Y-Richtung.

Den Riemen habe ich schon gerüft, der sitzt stramm.

Habt ihr eine Idee, was das sein kann bzw. woher diese Probleme kommen (Ich hatte sie vor einem Jahr noch nicht, zumindest nicht bewusst).
Bild
Danke euch!
lg Östi
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von DeeJayD » 19.03.2020, 12:45

Was ähnliches hatte ich mal bei einer EQ-5 da hat zerlegen und neu Fetten/Einstellen Abhilfe geschaffen. Woran genau es damals lag weiß ich leider nicht.

Lg
Danny
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von Niko » 19.03.2020, 14:48

Hallo Östi,

Für mich sieht das aus als entweder eine Erschütterung im Boden (neben der Monti herumlaufen, angestossen,....) oder dein Guiding war nicht Perfekt.
Kontrollier auch mal alle Steckverbindungen am Mgen und der Monti, vielleicht mal mit Elektrocleaner einsprühen- aber da du nicht guidest fällt das ja aus.
Wobei wir wieder bei ersterem wären.
Sonst fällt mir nur noch Wind und ein zu lockeres anziehen der Rutschkupplungen ein.
Solche Striche hab ich gestern auch mit dem Mgen zusammenbekommen- Da war der Leitstern der Übeltäter.
Wenn du was rausfindest, schreib es hier rein- Würde mich brennend interessieren was der Übeltäter bei dir war.

LG Niko
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von oesti » 19.03.2020, 15:16

Danke für eure Tips.
Erschütterungen kann ich ausschließen, da ich das Set nach dem Einstellen alleine laufen lasse und mich einige Stunden hinlege, bevor ich es wieder prüfe.
Erschütterungen wirken sich auch massiver aus :lol:

Da es periodisch ist und um diese Amplitude rauf und runter pendelt, kann es nur ein Motor sein. Das Getriebe ist in Takt und fest angezogen.
Wenn die Nachführung schlecht genordet wäre, müßten die Sterne auf einer Seite aus dem Blickfeld wandern. Das tun sie über 3-4h aber auf keinen Fall.

Wie gesagt, die Sterne hüpfen an der Amplitude von den oben genannten Werten rauf und runter, alle 3-4min in der Frequenz.
Als ob einer der beiden Stellmotoren immer Zwischendurch abschaltet um dann wieder "zuviel Strom" oder sowas zu bekommen und dann nach der Ampitude wieder abschaltet, periodisches Spiel...
Muss mal ein Video googeln, wo alles zur Wartung zerlegt wird.

:|
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von DeeJayD » 19.03.2020, 18:27

Wenn du ohne Guiding arbeitest kann es ja eigentlich nur die RA Achse sein. Ich kenne die HEQ-5 nicht kann man da den RA und DE Motor untereinander Tauschen? Bei meiner CEM-25 geht das.

Lg
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von oesti » 25.03.2020, 18:20

Hab jetzt einmal alles zerlegt, Beschädigungen habe ich keine gefunden.
Heute hab ich in Wien angerufen, top Auskunft erhalten. Die Vermutung liegt, dass die Welle von der Schnecke eine Deformierung hat. Das könnte ich eventuell mit dem PEC - Training von skysync beheben.
Heute gibts zwar Wind ohne ende, aber ich werd die 10min Aufzeichnung mal versuchen.

Da ich´s noch nie gemacht habe, bleibts spannend. Ansonsten habe ich keine andere Idee, als den Motor und/oder die Welle auszutauschen.
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von oesti » 31.03.2020, 10:34

Vor einigen tagen habe ich die Mechanik gesäubert, wobei da gabs nichts zu säubern !
Die Schrauben vom Riemenantrieb bis zum Motor habe ich entsprechend kontrolliert und nachgezogen.
Gestern dann die PEC-Aufzeichnung von skysync.
Auch ohne Ergebnis.
Von 4h M104 Belichtungszeit sind knappe 1,5h übrig geblieben.

Ich bin fertig mit dem Latein. Wenn der Astroshop wieder aufsperrt, dann muss ich wohl zum service.
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von thohem » 31.03.2020, 13:58

Hallo oesti,

Ist dein Setup evtl zu gut balanciert?

Habe solche Spuren beim Einstellen meiner EQ8 ebenfalls gesehen. Ist zwar ein Doppel-setup aber gerade in Richtung Norden hats da ordentlich gehappert. Hab mir dann ein flexibles Gewicht an einer Stange gebastelt das ich je nach Lage verschiebe. Geht natürlich auch ohne basteln :)

Beste Grüße
Thomas

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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von oesti » 31.03.2020, 18:03

hhmmm, wieviel ausser Balance bis du da bzw. hast du eingestellt?

Ich hatte bis vor Monaten immer ausbalancierte Gewichte an meinem Setup.
Inzw. habe ich auf leicht "Gegengewicht-lastig" umgestellt. Dadurch dreht meine Montierung ohne Antrieb und frei vom Wiederstand immer in Richtung Gegengewicht.
Heute habe ich auch die Analyse meiner Aufzeichnungen angesehen: Das PEC-Training hat den Fehler (meine Kamera hat 6000x4000 Pixel) von ca. 17 x 9 Pixel auf 30 x 16 Pixel vergrößert.
Vorher waren die "Abweichungen" wie oben sichtbar strichförmig, Zwischenzeitlich hatte ich schöne Sinusformen.
Inzwischen sind es rechteckige Gebilde mit einer Diagonalen dazw.
Sieht verrückt aus.
Aber ich shcmeiße zw. 50-66% meiner Belichtungszeit in den Kübel (Eiersterne). So machts keinen Spaß mehr...
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Re: Kaputte Mechanik in der Nachführung?

Beitrag von thohem » 01.04.2020, 10:49

oesti hat geschrieben:
31.03.2020, 18:03
hhmmm, wieviel ausser Balance bis du da bzw. hast du eingestellt?

Ich hatte bis vor Monaten immer ausbalancierte Gewichte an meinem Setup.
Inzw. habe ich auf leicht "Gegengewicht-lastig" umgestellt. Dadurch dreht meine Montierung ohne Antrieb und frei vom Wiederstand immer in Richtung Gegengewicht.
Heute habe ich auch die Analyse meiner Aufzeichnungen angesehen: Das PEC-Training hat den Fehler (meine Kamera hat 6000x4000 Pixel) von ca. 17 x 9 Pixel auf 30 x 16 Pixel vergrößert.
Vorher waren die "Abweichungen" wie oben sichtbar strichförmig, Zwischenzeitlich hatte ich schöne Sinusformen.
Inzwischen sind es rechteckige Gebilde mit einer Diagonalen dazw.
Sieht verrückt aus.
Aber ich shcmeiße zw. 50-66% meiner Belichtungszeit in den Kübel (Eiersterne). So machts keinen Spaß mehr...
nicht viel, grade so dass die Flanken anliegen und die Montierung in eine Richtung etwas mehr Weg hat.

Sieht so aus als ob der PEC da was falsch macht dann oder was falsches aufgezeichnet hat - eine Wiederholung der Aufzeichnung bringt auch nichts?

Ich versteh den Frust nur zu gut (ich glaube jeder hier....) :(

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