Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Refraktor, Newton, Maksutov, Binokular...
Kahless
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Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 23.09.2017, 22:06

Hallo zusammen!

Ich bin Biologielehrer in Oberösterreich und arbeite seit meiner Jugendzeit mit einem schon damals nicht mehr neuen Newton mit Dobson Montierung (200/1220 mm).

Da ich nun in der Schule ein Freifach Astronomie anbieten möchte und mittlerweile ein bisschen Geld zur Seite legen konnte, möchte ich mir ein neues Teleskop kaufen.

Leider bin ich nicht gerade auf dem neuesten Stand, was die Teleskoptechnik angeht und habe auch keine Übersicht über den Markt.
Daher bräuchte ich eure Hilfe!

Was soll das neue Teleskop können?

- Allrounder
(gerade mit den Schülerinnen und Schülern sollten Mond und Planeten genau so möglich sein wie meine persönlich bevorzugten Deep Sky Objekte. Und auch Sonnenflecken mit Sonnenfilter sollten für die Schule machbar sein).
- Transportierbarkeit
(Zuhause kann ich das Teleskop fix aufstellen, wir haben ein Haus mit großem Garten in abgelegener ländlicher Lage. Aber ich werde es regelmäßig in die Schule transportieren müssen.)
- Einfach Bedienung
(Vor allem sollten die Schülerinnen und Schüler auch damit zurecht kommen - sie sollen ja nicht nur durch das Gerät sehen wenn ich es eingestellt habe, sondern eigenständig damit arbeiten!)
- Ausbaufähig
(vor allem für mich selbst sollte es problemlos sein, weiteres Zubehör, Kamera, usw. anzubringen)
- Auskühlzeit
(Die sollte nicht all zu lange sein, denn ich kann das Teleskop in der Schule nicht unbewacht aufgestellt stehen lassen und jedes Mal 3-4 Stunden vorher aufstellen und dann daneben sitzen und warten ist doch etwas mühsam)
- Finanzierbar
(Die Schule kann leider so gut wie nichts dazuzahlen. Der Direktor fragte mich, ob ich mit den 100 Euro die er entbehren kann etwas sinnvolles kaufen kann *lach*. Aber selbst habe ich ein wenig Geld angespart, so dass etwa 5000-6000 Euro zur Verfügung stehen.)

Ich habe ein bisschen im Internet gelesen und dachte danach mal an ein Schmidt-Cassegrain Teleskop - Durchmesser so groß wie finanzierbar.
Also etwas in der Art: http://www.astroshop.de/celestron-schmi ... to/p,25103
Macht das Sinn?
Welche Hersteller sind zu empfehlen? (Ich habe im Netz vor allem viele von Celestron gefunden.)

Worauf sollte ich sonst noch achten / woran denken?

Danke für eure Hilfe,
Kahless
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visir
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von visir » 24.09.2017, 10:46

Kahless hat geschrieben: Leider bin ich nicht gerade auf dem neuesten Stand, was die Teleskoptechnik angeht und habe auch keine Übersicht über den Markt.
Daher bräuchte ich eure Hilfe!
Die Teleskope haben sich wohl wenig geändert - die Computer sind mehr geworden...
- Allrounder
(gerade mit den Schülerinnen und Schülern sollten Mond und Planeten genau so möglich sein wie meine persönlich bevorzugten Deep Sky Objekte. Und auch Sonnenflecken mit Sonnenfilter sollten für die Schule machbar sein).
Klassiker wäre ein Newton - der will aber auskühlen...
- Transportierbarkeit
(Zuhause kann ich das Teleskop fix aufstellen, wir haben ein Haus mit großem Garten in abgelegener ländlicher Lage. Aber ich werde es regelmäßig in die Schule transportieren müssen.)
ein nicht zu großer Newton...
- Einfach Bedienung
(Vor allem sollten die Schülerinnen und Schüler auch damit zurecht kommen - sie sollen ja nicht nur durch das Gerät sehen wenn ich es eingestellt habe, sondern eigenständig damit arbeiten!)
Entweder händisch positionieren oder goto - ist eine Gretchenfrage. Bei händisch muss man das Teleskop bedienen, bei goto die Steuerung...
- Ausbaufähig
(vor allem für mich selbst sollte es problemlos sein, weiteres Zubehör, Kamera, usw. anzubringen)
Fotografie verlangt nach parallaktischer Montierung - ich hätt eine Vixen GP-DX zu verkaufen...
- Auskühlzeit
(Die sollte nicht all zu lange sein, denn ich kann das Teleskop in der Schule nicht unbewacht aufgestellt stehen lassen und jedes Mal 3-4 Stunden vorher aufstellen und dann daneben sitzen und warten ist doch etwas mühsam)
Wenn man mit "einfachen" Objekten anfängt, hat der Tubus auch Zeit zum Auskühlen...
Ich habe ein bisschen im Internet gelesen und dachte danach mal an ein Schmidt-Cassegrain Teleskop - Durchmesser so groß wie finanzierbar.
Also etwas in der Art: http://www.astroshop.de/celestron-schmi ... to/p,25103
Macht das Sinn?
Wenn, dann ergibt es Sinn - das wäre die richtige Übersetzung von "makes sense". (dass ich das einem Lehrer sagen muss... :wink: )
Der SC hat halt eine seeehr lange Brennweite - für Planeten gut, für große deep-sky-Objekte nicht. Dafür ist so ein Öffnungsverhältnis bei der Okularqualität genügsam, was Randunschärfe betrifft.
Zugleich ist das ein reines goto-Gerät - eintippen und hinfahren lassen. Selbst suchen lernt man da nicht.
Und für Fotografie ist die Montierung nicht geeignet.

lg, Wolfgang
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iamsiggi
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von iamsiggi » 24.09.2017, 11:21

Hallo Kahless,

Vor 3 Jahren wollte ich mir auch mal was zulegen, aber mit klarer Ausrichtung Astrofotografie.
Davor habe ich immer wieder mal Recherchen am Internet angestellt.
Praktisch hatte ich außer ein "Lidl" Teleskop als Kind Ende 60er nie etwas gehabt. Das Interesse blieb aber und auch das Wissen um den Sternenhimmel. Allerdings nicht so praktisch wie Du mit Deinem großen Spiegel.

Natürlich kannte ich in den 80ern Celestron, weil ein Surffreund damals die Vertretung in Österreich hatte....

Durch Lesen im Netz allerdings stellte ich bald fest: SC Teleskope sind für Astrophotografie viel zu lichtschwach (zumindest für DSLR/DSLM) und eine Gabelmontierung sehr schwer zu guiden und Huckepack Fotoapparat+Linse auch nicht wirklich gangbar.

Ok dann APO - letztendlich mein Fazit: APO oder Newton. Wie Du ja weißt: Öffnung ist alles.

Aber erst als ich wohl zum 3. Mal über die Teleskop-Austria Seite gestolpert bin und da den Newton ohne Namen gefunden hatte samt AZ-EQ6 wusste ich: Der ist es oder keiner.

Ich bin froh das damals der 1000er kurzfristig vergriffen war und ich so zum 800er gegriffen habe, denn meine Olympus Kameras haben ja eine kleinen Sensor. Damit sind große bekannte Objekte bereits zu groß, Mond und Sonne schon fast formatfüllend. Mit 1,4x Telekonverter praktisch formatfüllend.
Für DeepSky ist natürlich F/4 schon super.

Wenn ich heute nochmals was kaufen würde: Es bliebe dabei. Bei er Montierung könnte man mit einer EQ6-R? oder so sparen
denn die hat auch einen Zahnriemen, was das Guiden vereinfacht.
Aber ich schätze die Robustheit der AZ-EQ6. Ich wollte eine gute, aber noch tragbare Montierung und nur _einmal_ kaufen.

Man kann sicher auch sehr viel sparen wenn man einen Skywatcher Newton von der Stange kauft, aber damit muss auf den tollen Okto OAZ verzichten. Fotografisch kann ich mir das nicht vorstellen verwenden zu wollen.

Auch eine schelle Justage (der NoN ist aber recht justagestabil) ist schnell mit dem Laser möglich. TA (TeleskopAustria) bietet ja den Laser mit gedrehten Gewindeadapter für den 48er Tubus am ComaCorektor an.

Für DS Fotografie bauchst du natürlich noch einen Guider. Da ich keinen Laptop draußen auch noch verkabeln will und es mit einfach machen will habe ich da den MGen.

Hier noch kurz das was ich vor 3 Jahren über meinen Einstieg geschrieben habe.
http://www.austrianaviationart.org/cms/ ... telescope/

Das mit den vielen Adaptern ist natürlich verwirrend, letztlich benütze ich jetzt nur mehr einen Adapter vom CC zur Kamera und eine APM Barlow. Als Okular praktisch immer nur mehr das Hyperion Zoom. Ist universell.

Auch wenn ich immer wieder mit einem kleinen APO (TA hat ja da einiges sehr interessantes) liebäugle. Ich komme immer mehr zum Schluss, dass es das derzeit nicht wird.

Ich bin jedenfalls mit meiner Wahl damals noch immer höchst zufrieden und ein wesentlicher Punkt ist einfach auch der tolle Rundumservice das uns Teleskop Austria bietet.
Ohne dem Gesamtpaket und vor allem ohne Tommy wäre ich jetzt nicht so schnell so weit gekommen.

Siegfried
--
"Man sieht nur das, was man weiß" (J.W.Goethe)
AustrianAviationArt.org/cms/Astronomie
Facebook: Astrogarten Engabrunn & Oly-Astrofotografie
-
"NoN" 200/800 + APO73/432,AZ-EQ6, MGen, Olympus E-M1.II, E-PL6(mod), E-PL7, E-M10-II, Samyang 135/2, mFT75/1.8, mFT12/2

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von markusblauensteiner » 24.09.2017, 13:32

Hallo!

Du wünscht dir einen "Allrounder" - das ist schon besser realisierbar als die "eierlegende Wollmilchsau = Alleskönner". :D

Wie oft möchtest du mit deinen Schülern am Teleskop arbeiten? Allzu viele Nächte werden es wohl nicht werden, aber tagsüber geht gleich mal was.
Wo würdest du beobachten?

Aus der Erfahrung mit unseren Führungen heraus ist für "Gelegenheitsgucker" der Einblick ins Teleskop von hinten zu bevorzugen.
Warum? Newton auf parallaktischer Montierung - Einblick weit oben und Okularauszug manchmal sehr unpraktisch orientiert. Leiter -> Nacht.... :roll:
Newton als Dobson - super viel Öffnung fürs Geld, aber das Nachschubsen ist nicht jedermanns Sache, schon gar nicht für Ungeübte.

Bleiben also SCs, RCs und Refraktoren. Alle drei sind tauglich für visuelle Beobachtungen und Fotografie, die richtige (richtig dimensioniert!) Montierung vorausgesetzt.
Dabei bietet das SCs sicher schöne Anblicke am Planeten. Ich bin in visueller Hinsicht ein völliger Dummy, und mich hauen die kleinen Jupiter- und Saturnscheibchen in Refraktoren eigentlich nie vom Hocker. Schön groß dank langer Brennweite, damit kann ich dann was anfangen. :D Der erfahrene Beobachter daneben mag ganz anderer Meinung sein, der hat einen geschärfteren Blick.

Bezüglich der fotografischen Tauglichkeit von SCs scheiden sich die Geister. Es gibt nun zB von Celestron die Edge HD, die funktionieren wirklich, mit etwas Geduld. :D
Der Refraktor ist verhältnismäßig leicht, hat gutes Packmaß, ist sonnen- und fototauglich, bietet aber natürlich weniger Öffnung = weniger Licht zum Beobachten.

Dein Budget würde schon mal ein vollkommen fototaugliche Ausrüstung zulassen, so viel ist fix. :!:

Ich würde dir empfehlen, mal eine Sternwarte (unsere am Gahberg?, da stehe ich dir gerne zur Verfügung :D ) oder einen Händler (Teleskop Austria in Linz oder Wien) zu besuchen.
Da erfährst du Größe und Gewicht am eigenen Leib und kannst leichter entscheiden, was du deinem Rücken und deinen Schülern zumuten möchtest.

Dein verlinktes Teleskop hat für zukünftiges Fotografieren den nachteil, dass es azimutal montiert ist. Man kann diese Montierung zwar auf eine sog. Polhöhenwiege stellen, meist sind die Ergebnisse aber eher unbefriedigend (2800 mm Brennweite wollen nämlich sehr genau nachgeführt werden).

LG, Markus
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 24.09.2017, 19:08

Danke schon mal für eure ersten Antworten!
visir hat geschrieben: Klassiker wäre ein Newton - der will aber auskühlen...
Fotografie verlangt nach parallaktischer Montierung - ich hätt eine Vixen GP-DX zu verkaufen...
Ja, ein zweites größeres Newton wäre auch ein Idee!
Wegen der paralaktischen Montierung:
Ist das bei größeren Newtons nicht recht schwierig?
Kann mir jemand etwas zu diesen Hufeisenmontierungen für Newtons sagen? Taugen die was?
Also sowas: http://www.jimsmobile.com/images/ngt18_orig_color.jpg
Sollte ja praktisch paralaktisch montiert sein, oder?

markusblauensteiner hat geschrieben: Wie oft möchtest du mit deinen Schülern am Teleskop arbeiten? Allzu viele Nächte werden es wohl nicht werden, aber tagsüber geht gleich mal was.
Wo würdest du beobachten?
Das mit den Schülern ist schwer abzuschätzen, aber eher selten.
Fakt ist, dass das Freifach 14tägig stattfinden wird. Und dann muss noch der Himmel passen. Und das natürlich nur in der Schulzeit ...
Alles in Allem soll es ein neues Teleskop für mich werden (das im Idealfall auch gelegentlich in der Schule einsetzbar ist)
Zuhause kann ich es im Garten aufstellen, wir wohnen zum Glück recht abgelegen in einem Haus. In der Schule im Hof oder am Flachdach, das muss ich mir noch ansehen.
Transport im PKW also nur ab und an in die Schule nötig.
markusblauensteiner hat geschrieben: Newton als Dobson - super viel Öffnung fürs Geld, aber das Nachschubsen ist nicht jedermanns Sache, schon gar nicht für Ungeübte.
Kann ich nur unterschreiben!
Nach über 20 Jahren mit meinem Newton mit Dobson Montierung soll das neue auf jeden Fall als GoTo ausgeführt sein. Am Anfang zum lernen super, aber mittlerweile nervt das Suchen meist.

markusblauensteiner hat geschrieben: also SCs, RCs und Refraktoren. Alle drei sind tauglich für visuelle Beobachtungen und Fotografie, die richtige (richtig dimensioniert!) Montierung vorausgesetzt.

Bezüglich der fotografischen Tauglichkeit von SCs scheiden sich die Geister. Es gibt nun zB von Celestron die Edge HD, die funktionieren wirklich, mit etwas Geduld. :D
Der Refraktor ist verhältnismäßig leicht, hat gutes Packmaß, ist sonnen- und fototauglich, bietet aber natürlich weniger Öffnung = weniger Licht zum Beobachten.
Ich würde den Refraktor für mich eher ausschließen, da ich privat mehr an Deep Sky als an Mond/Planeten hänge.

Allerdings würde für die ersten Versuche mit Fotografieren Mond+Planeten als Ziele reichen.

Wie ist das eigentlich?
Kann man ohne paralaktische Montierung Planeten/Mond mit einer Spiegelreflexkamera (hätte eine Nikon D5000 hier) durchs Newton oder SC fotografieren?
Ich hab da noch wenig Ahnung - lässt sich so eine Spiegelreflex relativ einfach an ein solches Gerät dranmontieren?

markusblauensteiner hat geschrieben: Ich würde dir empfehlen, mal eine Sternwarte (unsere am Gahberg?, da stehe ich dir gerne zur Verfügung :D ) oder einen Händler (Teleskop Austria in Linz oder Wien) zu besuchen.
Da erfährst du Größe und Gewicht am eigenen Leib und kannst leichter entscheiden, was du deinem Rücken und deinen Schülern zumuten möchtest.
Werde ich auf jeden Fall machen, ist aktuell nur zur Zeit der Öffnungszeiten von Teleskop Austria (in Linz) nicht so einfach, da ich da meist arbeite.
markusblauensteiner hat geschrieben: Dein verlinktes Teleskop hat für zukünftiges Fotografieren den nachteil, dass es azimutal montiert ist. Man kann diese Montierung zwar auf eine sog. Polhöhenwiege stellen, meist sind die Ergebnisse aber eher unbefriedigend (2800 mm Brennweite wollen nämlich sehr genau nachgeführt werden).
Danke für den Hinweis!
Dann also wenn dann eine richtige paralaktische Montierung zum ernsthaften Fotografieren?
Worauf muss ich da achten?
Gibt es gute Literatur zum Einsteigen in die Astrofotografie?

Danke,
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markusblauensteiner
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von markusblauensteiner » 24.09.2017, 22:49

Hallo Kahless!
Kann mir jemand etwas zu diesen Hufeisenmontierungen für Newtons sagen? Taugen die was?
Also sowas: http://www.jimsmobile.com/images/ngt18_orig_color.jpg
Sollte ja praktisch paralaktisch montiert sein, oder?
Über deine Anregung bin ich auf entsprechende Seite von Intercon gestoßen, man lernt ja nie aus:
was Neues von Intercon
Wenn da nun Werbung mit Aufnahmen auf TP2415 gemacht wird...obwohl der Harald Tomsik unzweifelhaft ein fähiger Mann ist...ich glaube für heutige DSLR / CCD Auflösung ist das nix.
Wegen der paralaktischen Montierung:
Ist das bei größeren Newtons nicht recht schwierig?
Astrofotografisch ist es egal. Auf die Montierung gesetzt werden will das Gerät mal, aber dann ist es ok. Visuell bleibt eben der Nachteil, dass der OAZ unter Umständen recht hoch wird oder ungünstig orientiert ist.
Ich hab da noch wenig Ahnung - lässt sich so eine Spiegelreflex relativ einfach an ein solches Gerät dranmontieren?
Ja, es gibt zahllose Adaptionsmöglichkeiten für die verschiedensten Teleskope. Achtung! Mancher Newton ist für visuelle Beobachtung ausgelegt und man kommt mit der Kamera nicht in den Fokus.
Werde ich auf jeden Fall machen, ist aktuell nur zur Zeit der Öffnungszeiten von Teleskop Austria (in Linz) nicht so einfach, da ich da meist arbeite.
Dann lade ich dich herzlich zu uns ein, hier stehen Geräte in den verschiedensten Größenklassen und du kannst dir ein Bild machen.
Dann also wenn dann eine richtige paralaktische Montierung zum ernsthaften Fotografieren?
Worauf muss ich da achten?
Aus meiner Sicht: ein klares Ja. Viele nehmen Montierungen in der Klasse einer EQ-6 oder eine Nummer größer EQ-8. Gibt natürlich auch noch andere Hersteller, aber das spregt erst mal deinen Budgetrahmen.

LG, Markus
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von visir » 25.09.2017, 08:48

Kahless hat geschrieben: Ist das bei größeren Newtons nicht recht schwierig?
wieso größer? Du willst doch mobil bleiben - ?
Ich hatte einen 12"-Newton - das ist bezüglich Mobilität echt schon grenzwertig.
Zugleich: eine gegebene Montierung verträgt fotografisch nur deutlich kleinere Tuben als visuell. Auf meiner GP-DX geht fotografisch ein 6", und der 12" war visuell zwar grenzwertig, aber noch machbar.
Freilich kann man bei der Fotografie die kleinere Öffnung durch Belichtungszeit teilweise ausgleichen - nicht ausgleichen kann man die Beschränkung der Vergrößerung (Beugung...)
Nach über 20 Jahren mit meinem Newton mit Dobson Montierung soll das neue auf jeden Fall als GoTo ausgeführt sein. Am Anfang zum lernen super, aber mittlerweile nervt das Suchen meist.
Goto gibts wohl auch für jede Montierungart... und wenns Dir grad um die Vereinfachung der Suche geht, reden wir natürlich von goto.
Wenns um got für Dich und um Lernen für die Schüler geht, sähe ich die klassische deutsche Montierung als Optimum: Du kannst sie privat gut mit goto betreiben, und für die Schüler ist sie sehr anschaulich, worum es geht.
Das mit dem von anderen angesprochenen hohen Einblick ist eine Frage der Größe des Tubus und der Höhe des Stativs... ich habs bei meinem 1200mm-Tubus trotzdem immer ohne Leiter geschafft. Man dreht den Tubus halt in den Rohrschellen...
Mit den Schülern kann man sich zugleich überlegen, dass man sich halt bewusst kein Objekt nimmt, das im Zenit steht...
Gibt es gute Literatur zum Einsteigen in die Astrofotografie?
Dieses Forum bietet schon mal viel...
markusblauensteiner hat geschrieben:Hallo Kahless!
Über deine Anregung bin ich auf entsprechende Seite von Intercon gestoßen, man lernt ja nie aus:
was Neues von Intercon
Mobilität ist immer relativ... und es müssen ja "nur" 9 Schrauben und 8... und...
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 25.09.2017, 11:54

visir hat geschrieben: wieso größer? Du willst doch mobil bleiben - ?
Ich hatte einen 12"-Newton - das ist bezüglich Mobilität echt schon grenzwertig.
Zugleich: eine gegebene Montierung verträgt fotografisch nur deutlich kleinere Tuben als visuell. Auf meiner GP-DX geht fotografisch ein 6", und der 12" war visuell zwar grenzwertig, aber noch machbar.
Freilich kann man bei der Fotografie die kleinere Öffnung durch Belichtungszeit teilweise ausgleichen - nicht ausgleichen kann man die Beschränkung der Vergrößerung (Beugung...)
Nun ja, es macht ja (für mich privat) wenig Sinn, ein neues Dobson zu kaufen, dass meinem alten Newton-Dobson sehr ähnlich ist!
Und da ich vor allem Deep Sky mehr sehen möchte, bleibt wohl nur "mehr Öffnung", oder siehst du das anders?

Mobil möchte ich soweit bleiben, dass ich es ab und an in die Schule transportieren kann, wo ich es dann neben meinem alten Newton für die Schülerinnen und Schüler nutzen möchte.
Zuhause transportiere ich das Teleskop aktuell zum Schauen etwa 20 Meter (von der Garage in den Garten). Aber hier könnte ich auch eine Hütte im Garten bauen, so dass ich es nur 2-3 Meter herausschieben muss oder ev. sogar eine Hütte mit abnehmbarem Dach *grübl*

Sind denn die Newtons mit Gittertubus mit 16 oder 18 Zoll wirklich so transportunbrauchbar? Die werben im Netz ja immer mit der leichten Transportierbarkeit!

visir hat geschrieben: Goto gibts wohl auch für jede Montierungart... und wenns Dir grad um die Vereinfachung der Suche geht, reden wir natürlich von goto.
Wenns um got für Dich und um Lernen für die Schüler geht, sähe ich die klassische deutsche Montierung als Optimum: Du kannst sie privat gut mit goto betreiben, und für die Schüler ist sie sehr anschaulich, worum es geht.
Das mit dem von anderen angesprochenen hohen Einblick ist eine Frage der Größe des Tubus und der Höhe des Stativs... ich habs bei meinem 1200mm-Tubus trotzdem immer ohne Leiter geschafft. Man dreht den Tubus halt in den Rohrschellen...
Mit den Schülern kann man sich zugleich überlegen, dass man sich halt bewusst kein Objekt nimmt, das im Zenit steht...
Privat wird es sicher GoTo werden, aber ich gebe dir absolut recht, dass für die Schüler das "selbst suchen" weit besser ist.
Also sollte beides möglich sein!
Und ich mit meiner Körpergröße von nur 170cm werde wohl bei den meisten Dobsons eine kleine Trittleiter brauchen - ist aber auch nicht so schlimm ...


Wie ist das eigentlich, wenn es wirklich ein neues/größeres Newton-Dobson wird?
Welche Marken / Hersteller sind empfehlenswert?

In den Internetshops finden sich vor allem Orion
z.B. sowas: https://teleskop-austria.at/SkyQuest14g ... r-Dobson#m
und Skywatcher
z.B. sowas: https://teleskop-austria.at/SWD350goto_ ... x-Dobson#m

Auch die Noctutec und Nauris Teleskope werden öfter im Netz gelobt!
hier: https://www.noctutec.com/astronomie-sho ... -noctutec/
http://nauris.de/index.php/de/mechanik/ ... #Kenndaten
(Aber beide bauen wohl nur ohne GoTo.)

Man liest aber auch immer wieder, dass man keinesfalls Massenware kaufen soll, sondern eher von Martini oder anderen bauen lassen soll (http://www.dietermartini.de/dobson.html)
Die haben dann aber auch kein GoTo, oder? Und ich bin technisch recht unerfahren und bin nicht sicher, ob ich selbst auf GoTo umbauen kann...


Und gleich noch eine Frage: Wie ist das mit dem Anschluss einer Spiegelreflexkamera (für Mond/Sonne/Planeten, also alles was ohne paralaktischer Nachführung geht)?
Da gibt es ja oft Probleme, dass das Fokusieren wegen dem Brennpunkt nicht klappt (wenn ich das richtig verstanden habe).
Worauf muss ich achten, dass das dann klappt?
Oder muss man das am fertigen Gerät ausprobieren und kann es vorher nicht sagen?

Danke und Grüße,
Kahless
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von markusblauensteiner » 25.09.2017, 17:45

Hallo!

Möchtest du ein Gerät welches
a) später problemslos für Fotografie auch verwendet werden kann
oder
b) für Fotografie insofern verwendet werden kann, als du mal schnell einen Schnappschuss von Sonne und Mond machen möchstest?

a) benötigt zwingend eine parallaktische Montierung*. Wenn du nun "deutlich" mehr Öffnung zum Beobachten haben möchtest als dir bisher zur Verfügung steht, dann wird die Montierung sehr groß - und alles definitiv nicht mehr transportabel. "Deutlich" mehr Öffnung meine ich, wenn du von den vorhandenen 8" auf 14" oder gar 16" wechselst.

*es gibt Dobsons mit GoTo, die auch in beiden Achsen nachführen. Das mag für kurze Belichtungszeiten beim Fotografieren reichen. Du hast aber automatisch eine Bildfelddrehung, die längere Belichtungszeiten verhindert. Deshalb verwenden azimutal aufgestellte, fotografische Spielzeuge wie das Chilescope einen Derotator.

b) wird mit jedem Dobson möglich sein, bei dem du mit deiner Kamera in den Fokus kommst. Manchmal ist das beim Produkt angeführt. Wenn nicht, müsstest du den Händler fragen, weil das ganz unterschiedlich ist.
Sind denn die Newtons mit Gittertubus mit 16 oder 18 Zoll wirklich so transportunbrauchbar?
Warum sollten sie das sein? Je nach Konstruktion wird es erforderlich sein, das Gerät nach dem Aufbau zu justieren, was kein großes Hexenwerk ist. Meist habe die Premiumhersteller gegenüber den Günstigvarianten den Vorteil, dass die Konstruktion schöner gefertigt und auch besser durchdacht ist. Bei 18" ist der Spiegel selbst schon schwer. Wenn der Hersteller dann eine schwere Box drum rum baut und das ein Bauteil ist, dann hast du wieder schleppen gewonnen. Da gibts sehr pfiffige Lösungen, meist nicht günstig.

LG, Markus
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 27.09.2017, 12:06

hallo Kahless,

ein grösserer Dobson als dein 8" ist sicher eine gute Möglichkeit - vor allem visuell zählt Öffnung.
Mit einem modernen Goto Dobson kann man Mond/Planeten mit webcam fotografieren,
aber mit den neuen empfindlichen Kameras auch schon einiges an Deepsky Fotografie wagen -
Beispiele hier: http://www.astrokraai.nl/viewimages.php?t=y&category=7

Das ist keine klassische Deepsky Fotografie, dafür brauchst eine parallaktische Monti wie Markus schon gesagt hat.
Das wird mit grossen Newtons schwer -> eher nur stationär.
Auch ein 16" RC wäre möglich, der Tubus hat aber auch schon 45kg und allein stemmen ist kein Spass mehr.

Also bleiben wir mal beim Dobson: Besonders bei den grösseren ist es wichtig, dass der Spiegel schnell temperiert
und am besten aus Pyrex oder ähnlichem Material ist, das sich weniger verformt beim Kühlen.
In der Nacht sinkt die Temp und dann hat ein massiver 16" Flaschenglas Spiegel das Problem dass er immer hinterher hinkt
und nie die richtige Form bekommt -> du kriegst nicht mehr scharf. Das ist zB GSO, Explore Scientific, Meade,
alle die GSO Spiegel verwenden.

Bei den Skywatchern sind Pyrex drin, und die grösseren Dobsons haben einen leichten Spiegel mit konischer Form,
die neueren 18" und 20" Goto Dobsons soagr Compound Spiegel die zusammengesetzt sind und durch verstrebungen versteift werden.
Da haben wir sehr gute Rückmeldungen bekommen.

Orion ist eine US Handelsmarke, und kauft ihre Bestandteile auch bei Skywatcher ein (zB für Intelliscopes).
Celestron ist inzwischen auch eine Marke von Skywatcher geworden, die grossen SCs sind vor allem kompakt
und daher angenehm zu händeln, haben aber ein paar Eigenschaften die nicht optimal sind:
Kühlen schlecht aus (Schärfe!), tauen aber schnell zu. Sind sehr langbrennweitig -> fotografisch sehr langsam, extremes oversampling.
Haben schlechte Randkorrektur oder mit Korrektor eingebaut sehr teuer. Man kann damit ne Menge Spass haben,
aber ich empfehle die eher nur wenn kompakt eine ganz wichtige Anforderung ist.

Die modernen Leichtbau Dobsons zB von Christian Busch (Spacewalk) sind auch gut, aber alles was auf Leichtbau getrimmt ist
macht auch gewisse Komopromisse hinsichtlich Stabilität. Besonders die sehr preisgünstigen sind oft etwas zu günstig gebaut...

Beratung bei Teleskop-Austria: Wir machen sehr viel Beratung per mail, oder du kannst dir auch einen persönlichen
Termin ausmachen wenn es zu den Öffnungszeiten nicht passt. Freut uns natürlich wenn wir dein Partner sein dürfen! :D

lg Tommy
Physik ist die Poesie der Natur..
arbeite fröhlich mit bei https://teleskop-austria.at

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Registriert: 22.09.2017, 19:04
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 27.09.2017, 15:37

markusblauensteiner hat geschrieben: Möchtest du ein Gerät welches
a) später problemslos für Fotografie auch verwendet werden kann
oder
b) für Fotografie insofern verwendet werden kann, als du mal schnell einen Schnappschuss von Sonne und Mond machen möchstest?
Ich habe länger darüber nachgedacht und ich denke, es ist eher b)
Natürlich wäre Astrofotografie auch sehr spannend, aber aktuell reizt mich "mehr Öffnung" einfach mehr bzw. habe ich aktuell keine gute Möglichkeit zum fixen Aufbau, was bei schwerer parallaktischer Montierung einfach nötig wäre.
Außerdem möchte ich dann viel Öffnung + gute Montierung und dafür reicht wohl das Budget aktuell nicht.

markusblauensteiner hat geschrieben:
Sind denn die Newtons mit Gittertubus mit 16 oder 18 Zoll wirklich so transportunbrauchbar?
Warum sollten sie das sein? Je nach Konstruktion wird es erforderlich sein, das Gerät nach dem Aufbau zu justieren, was kein großes Hexenwerk ist. Meist habe die Premiumhersteller gegenüber den Günstigvarianten den Vorteil, dass die Konstruktion schöner gefertigt und auch besser durchdacht ist. Bei 18" ist der Spiegel selbst schon schwer. Wenn der Hersteller dann eine schwere Box drum rum baut und das ein Bauteil ist, dann hast du wieder schleppen gewonnen. Da gibts sehr pfiffige Lösungen, meist nicht günstig.
Ich bezog mich da auf das von Visir geschriebene:
"wieso größer? Du willst doch mobil bleiben - ?
Ich hatte einen 12"-Newton - das ist bezüglich Mobilität echt schon grenzwertig."
Daher die Frage!
tommy_nawratil hat geschrieben: ein grösserer Dobson als dein 8" ist sicher eine gute Möglichkeit - vor allem visuell zählt Öffnung.
Mit einem modernen Goto Dobson kann man Mond/Planeten mit webcam fotografieren,
aber mit den neuen empfindlichen Kameras auch schon einiges an Deepsky Fotografie wagen -
Beispiele hier: http://www.astrokraai.nl/viewimages.php?t=y&category=7
Das klingt echt gut, auch danke für den Link mit den Fotos. Das ist für mich mehr als ausreichend!
Ansich fühle ich mich mit meinem aktuellen 8'' Dobson ja auch sehr wohl, also wird es ziemlich sicher (dank eurer Hilfe hier) wieder ein Dobson werden.

Daher, genau wie du sagst,
tommy_nawratil hat geschrieben: Also bleiben wir mal beim Dobson: Besonders bei den grösseren ist es wichtig, dass der Spiegel schnell temperiert
und am besten aus Pyrex oder ähnlichem Material ist, das sich weniger verformt beim Kühlen.
In der Nacht sinkt die Temp und dann hat ein massiver 16" Flaschenglas Spiegel das Problem dass er immer hinterher hinkt
und nie die richtige Form bekommt -> du kriegst nicht mehr scharf. Das ist zB GSO, Explore Scientific, Meade,
alle die GSO Spiegel verwenden.

Bei den Skywatchern sind Pyrex drin, und die grösseren Dobsons haben einen leichten Spiegel mit konischer Form,
die neueren 18" und 20" Goto Dobsons soagr Compound Spiegel die zusammengesetzt sind und durch verstrebungen versteift werden.
Das klingt gut!
tommy_nawratil hat geschrieben: Celestron ist inzwischen auch eine Marke von Skywatcher geworden, die grossen SCs sind vor allem kompakt
und daher angenehm zu händeln, haben aber ein paar Eigenschaften die nicht optimal sind:
Kühlen schlecht aus (Schärfe!), tauen aber schnell zu. Sind sehr langbrennweitig -> fotografisch sehr langsam, extremes oversampling.
Haben schlechte Randkorrektur oder mit Korrektor eingebaut sehr teuer. Man kann damit ne Menge Spass haben,
aber ich empfehle die eher nur wenn kompakt eine ganz wichtige Anforderung ist.
Dann sind die Celestron schon mal raus!
Danke für die Info!
tommy_nawratil hat geschrieben: Beratung bei Teleskop-Austria: Wir machen sehr viel Beratung per mail, oder du kannst dir auch einen persönlichen
Termin ausmachen wenn es zu den Öffnungszeiten nicht passt. Freut uns natürlich wenn wir dein Partner sein dürfen! :D
Super, danke!
Dann würde ich mich vorher melden, wenn ich mal nach Linz komme (Wien ist doch noch viel weiter für mich).

Danke und Grüße,
Sselhak

PS. Hat hier jemand einen größeren Skywatcher und kann seine Erfahrungen damit schildern?
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 27.09.2017, 21:25

servus,

du kannst auf jeden Fall mal den Hermann Lahofer von der Höhenberg Sternwarte fragen,
die haben seit Juli den 20" SW Dobson
http://www.sternwarte-hoehenberg.at/index.html

lg Tommy
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Silberlicht » 30.09.2017, 16:34

Hallo Kahless

um dein "Einkauf-Budget" werden dich wohl einige ein bisschen beneiden - ich auf jeden Fall :D

Soweit ich mitbekommen habe, schreibst du von einem Haus, das abseits liegt, wo dein bevorzugter Beobachtungsstandort sein wird. Bist du weit genug weg von einer größeren Stadt ? Denn ich zB lebe hier in Wien und je mehr Öffnung ich einsetzen würde, würde ich nur immer noch mehr reflektiertes Streulicht einfangen. Es ist natürlich klasse, wenn du für dich und deine Schüler eine richtig große Öffnung anschaffen kannst. Wirklich ausspielen wird diese aber ihre Möglichkeiten nur, wenn du abseits größerer Städte bist. Mit einem Fernglas am Dachstein sehe ich mehr als an normalen Tagen mit meinen 127-er Refraktor in Wien :lol:

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 30.09.2017, 21:04

Hallo!

Ich habe Hermann Lahofer mal eine Mail geschrieben und nachgefragt. Wäre natürlich super wenn er mir ein bisschen was von seinen Erfahrungen erzählen könnte.

Und an Silberlicht:

Nun ja, ich hatte viele Jahre mit meinem 8'' Newton Zeit um auf etwas größeres zu sparen.
Wenn man viele Jahre jedes Monat ein bisschen was dafür zur Seite legt, geht das irgendwann mal.

Ich lebe zwischen Vorderstoder und Hinterstoder, also schon in den beginnenden nördlichen Kalkalpen.
Es ist jetzt nicht so, dass ich keine Straßenlaterne oder kein anderes Haus (mit Licht) im Sichtbereich hätte, aber es hält sich in Grenzen und die Sicht ist recht gut.
Einziges Problem, dass durch die Berge rundherum vor allem der Blick nach oben offen ist, horizontnahe Objekte sehe ich aber keine, denn da sind die Berge im Weg!

Somit: Es ist nicht wie am von dir erwähnten Dachstein, aber sicher viel viel besser als in Wien!

Und zum Teleskop: Ich werde versuchen vor dem Kauf noch selber durch ein paar dieser Geräte zu sehen, aber aktuell wird es wohl ein großer Newton mit Dobson-GoTo-Montierung. Wie groß, ist dann eine Budgetfrage.
Hier frage ich mich vor allem ob etwas mehr Öffnung besser ist als etwas teurerer (=hochwertigerer?) Hersteller.
Wie sind denn eure Erfahrungen mit guten 2-Zoll Okularen. Wieviel Geld sollte ich für diese reservieren?

Grüße, Kahless
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Silberlicht » 01.10.2017, 08:47

Hallo Kahless

also um deine Ausgangslage für die astronomische Beobachtung bist du wirklich zu beneiden. Das mit den Bergen um euch herum ist natürlich nachvollziehbar, aber zum einen sind die horizontnahen Objekte ohnedies schwerer optisch aufzulösen und zum anderen wirst du bestimmt eine gute Gelegenheit haben, um mit minimalem Aufwand ausreichend "Höhe zu gewinnen" :D Kommt man eigentlich mit dem PKW auf die Hutterer Böden hoch ? Dort müsstest du schon einen wunderbaren Rundblick haben.

Liebe Grüße Silberlicht

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 01.10.2017, 10:02

Hallo Silberlicht,

ja, man kommt auf die Hutterer Böden hoch. Ist halt eine Mautstraße und man zahlt etwa 10 Euro fürs Hochfahren.

Leider ist es dort nicht mehr so wie früher.
Da war es früher wirklich dunkel!

Aber seit sie viel gebaut haben, sind die Bergstation der Gondelbahn und auch das Restaurant "Salettl" leider immer beleuchtet. Angeblich wegen der "Sicherheit".

Außerdem nerven die Wetterkameras mit ihrem sehr lauten surren. :wink:

Außerdem wurden zwei neue Ferienwohnblöcke gebaut bzw. viele Bäume geschlägert. Daher sieht man praktisch immer irgendwo ein beleuchtetes Fenster ...

Der Blick ist immer noch gut, aber weit nicht mehr so schön wie noch vor 10 Jahren. Leider.

Grüße, Kahless
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Silberlicht » 01.10.2017, 17:52

Alles klar Kahless - das hatte ich von meiner Jugend in OÖ noch anders in Erinnerung. Ein Stück weit fahren müssen die meisten von uns. Wo es bei uns in Wien fast schon in dreistellige KM-Bereiche geht, ehe es mal vernünftig dunkel wird, wirst du bestimmt in der näheren Umgebung etwas brauchbares finden. Ich wünsche dir viel Freude beim Testen und Ausprobieren der verschiedenen Optiken und dass du dann DEIN Traumstück findest.

liebe Grüße

Silberlicht

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 02.10.2017, 20:17

tommy_nawratil hat geschrieben:servus,

du kannst auf jeden Fall mal den Hermann Lahofer von der Höhenberg Sternwarte fragen,
die haben seit Juli den 20" SW Dobson
http://www.sternwarte-hoehenberg.at/index.html

lg Tommy
Danke!
Ich habe nun die Antwort von Herrn Lahofer.

Plus: Das Teleskop ist super!
Minus: Für mich auf Grund des Transportproblems unbrauchbar! Er hat mir recht genau geschrieben, dass und wie Sie für den Transport 2 Autos brauchen und der Aufbau nur mit 3 Personen funktioniert. Beides sind für mich Ausschlussgründe!

Ob das dann beim etwas kleineren 18'' oder 16'' Skywatcher Dobson so viel besser ist? Irgendwie fürchte ich, dass es das nicht ist.
Hat den Aufbau dieser Geräte irgendjemand von euch schon mal gesehen. Hat man auch bei den etwas kleineren ebenfalls das Problem, dass man 2 Personen zum Halten der Teile braucht, während der dritten schraubt?

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 04.10.2017, 01:46

servus,

naja, der 20" ist schon ein richtig grosser Kaliber. Ich denke man kann da schon etwas ausklügeln um es einfacher aufzubauen,
aber es ist auf jeden Fall ein Monster. Ich hab schon einen Kunden, der händelt den allein (denke ich),
fährt aber wohl nur aus der Garage raus.

Ich habe selber den SW 14" eine Zeit lang getestet, das ist vom Gewicht des HS "Gulaschtopfes" her für mich die Grenze.
Den kann ich noch allein händeln, d.h. den Dobson in die Monti hineinheben. Richtung Zenit kann ich gerade noch reinschauen.
Der Lichtgewinn gegen den 8" den du hast ist enorm.

Ein grosser ausgesprochener Leichtbau Dobson ohne Nachführung ist halt weniger für Schulbetrieb geeignet denke ich.
Versuche den für dich richtigen Kompromiss auszudenken, irgendwo wirst du vermutlich zurückstecken müssen.
Die Schwerkraft auf diesem Planeten ist manchmal ganz schön lästig. So wie die Luft.

lg Tommy
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 04.10.2017, 10:30

Danke für deine Meinung!

Ich bin diesen Freitag Mittag sowieso in Linz, da schau ich im Teleskop & Mikroskop Zentrum vorbei.
Mal ein paar Geräte live ansehen, dann bekomme ich ein besseres Gefühl für Größen und Gewicht.
(Ich ruf eh noch an, aber laut Öffnungszeiten sollten die am Freitag ab 13 Uhr offen haben.)
tommy_nawratil hat geschrieben: naja, der 20" ist schon ein richtig grosser Kaliber. Ich denke man kann da schon etwas ausklügeln um es einfacher aufzubauen,
aber es ist auf jeden Fall ein Monster. Ich hab schon einen Kunden, der händelt den allein (denke ich),
fährt aber wohl nur aus der Garage raus.
Nun ja, bei mir ist es meistens auch nur der Weg von der Garage nach hinten, hinter den Garten (vielleicht 40-50m).
Und ab und zu mit dem Auto.

Aber die Überlegungen zum 20'' sind sowieso nur theoretisch, denn der ist dann doch außerhalb meines Budgets.
(Auch wenn man, wenn man sich mal für Dobsons entschieden hat, immer mehr und mehr Öffnung will - aber das kennen hier sicher viele :D )
tommy_nawratil hat geschrieben: Ich habe selber den SW 14" eine Zeit lang getestet, das ist vom Gewicht des HS "Gulaschtopfes" her für mich die Grenze.
Den kann ich noch allein händeln, d.h. den Dobson in die Monti hineinheben. Richtung Zenit kann ich gerade noch reinschauen.
Der Lichtgewinn gegen den 8" den du hast ist enorm.
Ich denke auch, dass für mich in der Realität der 14'', im Extremfall noch der 16'' das absolute Maximum darstellt.
Das reinschauen im Zenit ist bei mir mit meinen 169cm Körpergröße sowieso immer ein Thema, dass auf eine kleine Trittleiter hinausläuft.
Aber da sind die Höhen der 14-16'' sicher immer noch angenehmer als der 2m bei den ganz großen, da brauch ich dann wohl schon eine richtige Leiter, damit ich reinsehen kann.
tommy_nawratil hat geschrieben: Ein grosser ausgesprochener Leichtbau Dobson ohne Nachführung ist halt weniger für Schulbetrieb geeignet denke ich.
Versuche den für dich richtigen Kompromiss auszudenken, irgendwo wirst du vermutlich zurückstecken müssen.
Die Schwerkraft auf diesem Planeten ist manchmal ganz schön lästig. So wie die Luft.
Da hake ich gleich nochmal ein:
Wie ist das mit den GoTo Systemen dieser Teleskope? Funktioniert das GoTo dann auch als Nachführung (natürlich bleibt die Bildfelddrehung)? Sprich: Bleiben die Objekte im Blickfeld, oder ist das nur reines GoTo auf Knopfdruck zum Finden von Objekten und dann muss man händisch nachführen?

Und hat jemand eine Idee, wie wir die lästige Schwerkraft und die Luft (bzw. deren Auswirkungen auf unser Hobby) abschaffen können? :wink:

Danke und Grüße,
Kahless

PS. Das mit dem Schulbetrieb sieht aktuell eh nicht all zu gut aus, denn jedes Freifach muss laut Direktion unter Tags stattfinden. Maximal ein oder zweimal im Semester dürfte ich einen Sondertermin am Abend / in der Nacht machen.
Ich bin unsicher ob das so viel Sinn macht und auf Sonnenbeobachtungen (sprich die Anschaffung eines Sonnenteleskops) hab ich jetzt auch nicht sooo viel Lust.
Und das Freifach hauptsächlich theoretisch zu halten bzw. mit Fotos der Objekte zu arbeiten finde ich dann auch recht witzlos ...
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 04.10.2017, 13:27

servus,

ja, die Objekte werden dann nachgeführt und bleiben im Okular.
Das ist für mich sogar wichtiger als Goto, denn ich suche selber auch gerne und freu mich übers Finden :lol:

Schule: Ich kenne zwei Gymnasien mit Astronomie als Freifach, die Lehrer setzen sich da mit grossem persönlichen Einsatz ein.
Die eine ist in Wien 21 und die andere in Hollabrunn. Wenn du magst, leg ich dir Kontakte zu den Lehrer Kollegen,
gemeinsam ist man stärker!

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von TONI_B » 04.10.2017, 14:35

Echt?

Im Hollabrunner Gym gibt es Astronomie als Freifach? Wer macht das? :shock:
lG
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von visir » 05.10.2017, 07:53

Kahless hat geschrieben: ... und die Luft (bzw. deren Auswirkungen auf unser Hobby) abschaffen können? :wink:
man kann sie nur hinter sich lassen... also rauf auf den Berg...
Zum Glück ist alles nur halb so doppelt

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 06.10.2017, 15:24

So, ich war heute mal in Linz beim Teleskop & Mikroskop Zentrum (=Teleskop-Austria) und habe mich dort beraten lassen.

Leider hatten sie keinen größeren Dobson vor Ort - ich hätte mir die Maße und das Gewicht gerne mal live angesehen. :(

Mich würde interessieren, was ihr zu den Beratungsergebnissen sagt und ob ihr das auch so seht.

a, Mir wurde zum Skywatcher SWD400goto geraten!
https://teleskop-austria.at/SWD400goto_ ... x-Dobson#m
Begründung: Sehr stabil, noch recht angenehme Einblickhöhe, problemlos für eine Person transportierbar und aufbaubar, sehr gute (optische) Qualität, durch leichtes Einfahren der Stangen käme man mit jeder Kamera oder jedem Binokular problemlos in den Fokus.

b, Von den noch größeren Skywatchern wurde mir abgeraten, da nicht mehr alleine aufbaubar und sehr hoher Einblick.
Also sowas dann nicht: https://teleskop-austria.at/SWD450goto_ ... O-Dobson#m

c, Von den Oriongeräten wurde mir abgeraten, da sie sehr schlechte Spiegel hätten und es oft Probleme mit dem Fokus bei Anschluss von Kameras gäbe.
Also auch sowas nicht: https://teleskop-austria.at/SkyQuest16g ... r-Dobson#m

d, Von SCs wurde mir ebenfalls abgeraten, da bei meinen Wünschen entweder zu wenig Öffnung oder zu teuer.

e, Andere Teleskophersteller hatten Sie nicht im Angebot.

f, Dazu solle ich Skywatcher Okulare nehmen, denn sie seien in der visuellen Qualität fast nicht von Topmarken wie TeleVue zu unterscheiden aber deutlich billiger. Also die hier: https://teleskop-austria.at/SWUWset_7mm ... -82-Grad#m

g, Dazu unbedingt den Stoffüberzug zum Schutz vor Streulicht, Justierlaser, Akku ...

Wenn ich mich an die Empfehlung im Shop halte, würde ich also den Skywatcher SWD400goto mit 3 Skywatcherokularen (und den beiden Plössl die dabei sind) kaufen und bei einem Gesamtpreis von gut 4000 Euro landen.

Was meint ihr?
Sinnvoll?
(Gerade bei den Okularen bin ich unsicher. Hat jemand Erfahrung mit den Skywatcher Okularen?)

Grüße, Kahless
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 08.10.2017, 21:33

Nachdem ich jetzt etwas nachgelesen habe, denke ich, dass ich andere Okulare nehmen werde!
Vermutlich werde ich vorerst meine alten 1,25'' Plössl verwenden und dann nach und nach gute TeleVue Okulare für das neue Teleskop kaufen.

Zum Skywatcher Flextube:
Ansich denke ich, dass es dieses Teleskop wird.
Jedoch möchte ich es unbedingt vor dem Kauf mal sehen bzw. versuchen Tubus und Box zu tragen (da die Gewichtsangaben im Internet deutlich schwanken) und ich am Ende nicht mit einem Teleskop dastehen will, dass ich alleine nicht aus dem Auto heben kann.

Sollte also jemand ein größeres Skywatcher Flextube mit GoTo besitzen, sagt bitte Bescheid.
Vielleicht darf ich ja mal vorbeikommen und es mir ansehen.

Danke und Grüße,
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 10.10.2017, 22:38

Hallo1

Ich bin gerade dabei überall nachzufragen (bezüglich der Daten) und strecke in alle Richtungen meine Fühler aus, ob ich mir irgendwo große Dobsons ansehen kann.

Gerade bei den großen Rockerboxen bin ich auf Grund der Maße etwas skeptisch.
So haben z.B. die der Skywatcher ab 14'' einen Rockerboxdurchmesser von 80cm!
Selbst wenn das Gewicht der Boxen tragbar ist und sie auf beiden Seiten einen Griff haben, bin ich nicht sicher ob das alleine tragbar ist. Immerhin sind 80cm Durchmesser sehr sehr viel und so breitgreifend (wenn ich mit den Händen überhaupt an beide Griffe komme) trägt man höhere Gewichte doch sehr schwer.

Weiß jemand, wie die Lager der Skywatcher GoTo Dobsons aufgebaut sind?
Wäre es möglich sich selbst eine leichtere Rockerbox (ohne GoTo) zu bauen und bei weiterem Transportweg den Dobson auf den Selbstbau zu setzten und ohne GoTo zu nutzen.
Und Zuhause, wenn ich nur wenige Meter in den Garten/Hof muss, nehme ich dann den originalen GoTo Unterbau mit hohem Gewicht.

Oder kann man bei einem GoTo Dobson das Rohr nicht auf eine normale selbstgebaute Box packen, da die Achsen irgendwie anders aufgebaut sind?

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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 11.10.2017, 21:35

servus,

eine eigene Rockerbox kannst sehr wohl bauen, wenn du bastelfreudig bist kein Problem.
Du kannst die Höhenräder auf Teflonstreifen lagern, ganz wie üblich.
ich würde für den 14" plädieren, den habe ich alleine noch händeln können.
Die Rockerbox ist schwer, und ich war zu faul zum auseinander nehmen, da ging es noch.
Die Skywatcher Okulare sind Klons der Celestron Axiom und haben keine Verzeichnung wie die Naglers.
Die konstruktion ist im Vergleich moderner. Ich selber verwende am liebsten das Hyperion Zoom,
die 100° Ethos/ES/XWA Okulare und bei Planeten/Mond auf jeden Fall einen Binoansatz.
Aber die Vorlieben sind unterschiedlich. :)

Ich kann gern im Lager nachfragen, ob es einen aufgebauten grossen SW Dobson gibt,
und den können wir mal zur Ansicht nach Linz transportieren - wenn es gibt.
Dazu schreib mir bitte ein mail, das müssen wir nicht übers Forum organisieren.
Ansonsten wäre es am besten auf ein grosses Astrotrffen gehen, da siehst du viele Dobsons -
dieses Jahr weiss ich aber keines mehr in der Nähe.
Vielleicht meldet sich noch jemand wo du mal antesten kannst.

lg Tommy
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 13.10.2017, 10:06

Danke!
Klingt alles schon mal sehr gut.

Ich werde echt versuchen mal ein paar große moderner Dobsons real zu sehen.
Sooo eilig ist es noch nicht - ich werde sicher irgendwo jemanden finden oder auch ein Treffen (was natürlich ideal wäre).

Den Aufwand, dass ihr extra eines nach Linz transportiert würde ich nur treiben, falls ich nirgends privat fündig werde und mir nirgends eines ansehen kann.
Aber ich denke das sollte schon klappen.

Falls ich in den nächsten Monaten nicht erfolgreich und immer noch auf der Suche nach einem Anschauungsobjekt bin, schreib ich dir.
Auf jeden Fall vielen vielen Dank für das nette Angebot!

Grüße, Kahless
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von Kahless » 14.10.2017, 19:40

Bei mir gibt es Neuigkeiten:

Ich hatte heute die Möglichkeit mir ein Orion Skyquest 12 Zoll Teleskop und einen älteren 14 Zoll Gitterdobson anzusehen.
Auch wenn das nicht die Dobsons sind, die ich kaufen würde, so hatte der 12'' doch genau die selben Abmessungen wie der SkyWatcher 305/1500 GOTO Flex-Dobson.

Meine Erkenntnis: Groß und schwer! (und das schon bei 12er und 14er)

So gerne ich auch 16 Zoll oder mehr hätte, ich bin nicht mehr sicher ob das sinnvoll für mich ist.
Durch die Größe und das Gewicht entstehen doch erhebliche Nachteile!
Transport für mich als Einzelperson sehr schwierig bis unmöglich, beobachten immer mit Trittleiter (bin doch nur 170cm groß), usw.

Und was bringt mir der große Traum-Dobson, wenn ich 3/4 der Zeit nicht die Energie oder Zeit aufbringen kann um ihn zu transportieren, zu tragen und aufzubauen?

Nachdem ich nun Größe und Gewicht des 14'' und des 12'' erlebt habe, glaube ich, dass ich nicht über 14 Zoll gehen werde.
Auch wenn mehr Durchmesser zu mehr Auflösung, hellerem Bild und auch mal etwas Farbe im Bild führen, so sind die Nachteile für mich doch auch beachtlich.

Ansich gefallen mir die Flextubes von Skywatcher immer noch (auch weil ich dort ohne Aufwand Bino und Kamera anbringen kann ohne Fokusprobleme zu bekommen).
Leider haben da nur die 10'' und 12'' die leichtere 60cm Durchmesser GoTo-Rockerbox. 14'' und 16'' haben schon die 80cm Box mit enormem Gewicht.

Wünschen würde ich mir nach den heutigen Infos wohl den 14'' Flextube aber in einer kleineren leichteren GoTo-Box.
Gibt es aber aktuell von keinem Anbieter in dieser Art ohne selbst umzubauen.

Da ich keine Ahnung vom Umbau habe und bei sowas nicht geschickt bin, möchte ich auf jeden Fall ein weitgehend fertiges Paket.

Was haltet ihr von der Idee, doch nur den 12'' zu nehmen und mit dem Geld dafür die okularseitige Optik zu optimieren.
Also wohl TeleVue Ethos Okulare dazu (ev. nach und nach sogar 2 oder drei Brennweiten in doppelter Zahl für Binoaufsatz).

Ich kann aktuell kaum abschätzen, wieviel Anteil 2 oder 4 Zoll mehr Öffnung im Vergleich zu besseren Okularen bezüglich des Seherlebnisses haben.

Ich würde mich über eure Meinungen und Ideen zu meinen Überlegungen freuen,
Grüße,
Kahless

PS. Weiß jemand, ob das GoTo bzw. die Nachführung der Skaywatcher Flextubes Probleme macht, wenn da das Zusatzgewicht von Bino + 2 schwere Okulare + ev. Gegengewicht hinten dazu kommen?
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Re: Brauche Beratung zu Teleskopkauf

Beitrag von tommy_nawratil » 15.10.2017, 01:22

servus,

die Lust das in die Hand zu nehmen ist ganz wichtig vorab einzuschätzen!
ich denke der 12" ist auch schon ein tüchtiger Sprung zu deinem 8",
und der ist wirklich noch gut zu händeln.
Ich hatte mit dem 14" keine Probleme mit dem Binoansatz vom Gewicht her.
bei schwererem okularseitigem Equipment soll man aber immer auf ein Ausgleichsgewicht gefasst sein.
Ist ja keine Hexerei. Optisch sind die 12" SW durch die Bank sehr gut, alle die ich bis jetzt gesehen habe. :P

Eventuell findest du aber auch jemanden, der eine leichte Rockerbox für einen 14" herstellt.
Das wäre eventuell auch eine Möglichkeit.

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